Fan Fiction


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The X-Files


"Schutzengel"

von Nana


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Der Wind ließ die Tischdecken tanzen. Auch die Blumen in den Vasen drohten von dem Wind weggetragen zu werden. Der Himmel war von einigen Wolken bedeckt und trotzdem war es noch einigermaßen warm. Unnatürlich warm, wenn man die Jahreszeit bedachte. Normalerweise war es in der Herbstzeit deutlich kühler.
Dana Scully saß in einem Café schräg gegenüber des FBI-Gebäudes in Washington D.C. Gelangweilt nippte sie an einem mit Orangensaft gefülltem Glas. Nach einer Weile schaute sie auf die Uhr.
`Typisch Mulder, ständig zu spät` dachte sie sich und betrachtete die Gegend.
Der Verkehr kam nur stockend voran. Der Grund war ein großes Baufahrzeug.
Hinter ihm ertönten Hupen. Einige Autofahrer beschwerten sich durch das offene Autofenster, warum das Baufahrzeug gerade hier lang fahren musste.
Scully musste lächeln, irgendwie amüsierte sie diese Situation.
Sie wusste nur genau, wie Mulder es nervte, wenn etwas den Verkehr störte. Sie musste aber zu geben, dass es in ihrem Job wichtig war, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen.
Schließlich entdeckte sie Mulder auf der anderen Straßenseite. `Na endlich` sagte sie sich.
Er hatte sie auch bemerkt und winkte ihr grinsender Weise zu.
Er schaute nach links und rechts und quetschte sich zwischen den stockend fahrenden Autos hindurch.
Auf dem Mittelstreifen vergewisserte er sich noch mal, dass er sicher über die Strasse gehen konnte und ging weiter.
Plötzlich raste ein BMW-Cabrio aus einer Seitenstrasse gefolgt von einem Polizeiauto direkt auf Mulder zu.
Scully sprang auf und riss dabei den Stuhl um, der scheppernder Weise zu Boden viel. Sie schrie aus Leibeskräften Mulders Namen.
Doch zu spät. Der BMW erfasste ihn und katapultierte ihn über das Auto. Er überschlug sich noch ein paar mal bis er auf der Strasse liegen blieb. Regungslos. Das Polizeiauto machte eine Vollbremsung um ihn nicht auch noch zu erfassen. Reifen quietschten.
Scully rannte auf die Strasse uns kniete neben ihrem Partner. Jegliches Leben schien aus seinem Körper gewichen zu sein. Der Asphalt verfärbte sich rot. Blut. Viel Blut. Alles war still geworden. Es herrschte eine Ruhe, wie vor einem Sturm.
Entsetzen und Verzweiflung verzerrten Scully`s Gesicht.
"Nein, nein!" Flüsterte sie, den Tränen nahe.
Auf einmal vernahm sie ein grelles Leuchten einige Meter vor ihr. Sie hob den Kopf und ihr Gesichtsausdruck versteinerte sich. Ihre Haut wurde kreidebleich. Weit vor ihr erhob sich ein riesiges, weißes Geschöpf, mit großen Flügeln, welche schwer zum Boden hingen. Dann blickte sie in dessen Gesicht. Die Augen völlig schwarz, verrieten ein Eindruck von unendlicher Trauer. Das ganze Gesicht des Wesens spiegelte das wieder, was sie in diesem Moment empfand. Seine Arme hingen genauso herunter, wie seine Flügel und obwohl das Geschöpf über zwei Meter groß sein musste, wirkte es klein und verloren. Seine langen gelockten Haaren zerzaust, wie nach einem Kampf.
"Es tut mir leid!" Sprach das Geschöpf mit einer tiefen und müden Stimme.
Sie sah zu Mulder. Tastete nach seinem Puls. Doch es war keiner zu fühlen. Keine Atmung. Keine Herztöne. Nichts. Mulder war tot.
 
"Nein!" Schrie Dana aus allen Kräften und erwachte. Ihr Herz raste. Ihre Haut war mit Schweiß bedeckt. Tränen liefen ihr die Wangen herunter. Und dann wurde ihr bewusst, dass sie alles nur geträumt hatte.
Sie schloss ihre Augen um sich zu beruhigen. Der Traum war so real gewesen. Klar, hatte sie schon öfters geträumt, dass Mulder was passieren würde, aber diesmal war es anderes. Ihr Magen hatte sich zusammen gezogen und ihre Kehle war völlig ausgetrocknet.
Noch mal atmete sie tief ein und schaltete erst mal das Licht an. Und ihr Gesicht versteinerte erneut.
Direkt neben der Nachtlampe, lag eine weiße Feder auf den Tisch.
Dana griff nach der Feder. Die Feder fühlte sich sehr weich und warm an. Unnatürlich warm.
Dana schaute zu den Fenstern in ihrem Schlafzimmer. Alle waren geschlossen. Nichts und niemand hätte diese Feder hier hinterlassen können. Es sei denn, jemand sei in ihrer Wohnung.

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