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Voyager


"Meutereien"

von Andreas Kohn

4


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Auf jeden Fall durfte er die Voyager auf keinen Fall weiter befehligen.
Janeway wollte ihn nicht weiter provozieren und schwieg. Chakotay hatte sich wieder beruhigt. Seine Augen blickten blickten jetzt kalt.
"Sie stehen bis auf weiteres unter Arrest. Sie werden in Ihrem Quartier bleiben, bis ich entschieden habe, was ich mit Ihnen anstellen werde." Er wandte sich ab, stapfte zur Tür. "Wache!" rief er, kaum dass sie sich geöffnet hatte, obwohl der Wachposten direkt davor stand. Der fuhr herum und stand sofort stramm. "Fähnrich Freeman, Sir!" bellte er. Janeway hatte an Bord der Voyager noch nie so einen Kommandoton gehört und besah sich Fähnrich Freeman näher. Er war groß und sehr kräftig, fast schon untersetzt, mit dunklen Haaren. Der Mann sah düster aus und trug einen kurzen, schwarzen Bart.
"Fähnrich, Lieutenant Janeway steht unter Arrest! Sie sorgen dafür, dass sie ihr Quartier nicht verlässt!"
Freeman sah Janeway an und zeigt ein Raubtierlächeln. "Keine Sorge, Sir!" knurrte er. "Ich werde auf diese Aufwieglerin gut aufpassen!" Er trat einen Schritt näher und musterte sie geringschätzig. "Die tut ab sofort keinen Schritt mehr ohne mich!"

Chakotay war sehr zufrieden. Das war Janeways letzter Versuch gewesen, ihm seinen Posten streitig zu machen. Paris und Tuvok waren wirkungsvoller ausgeschaltet, als er sich das je hätte wünschen können, und er hatte klar gemacht dass niemand gegen ihn intrigieren und ihm in die Quere kommen konnte, ohne die Konsequenzen dafür zu tragen. Dass sie bei einem Fluchtversuch erschossen worden waren, war ebenfalls von Vorteil, denn so konnte niemand ihm die Schuld geben, zumal der Sicherheitsdienst sie ohne sein Wissen und ohne seinen Befehl erwischt hatte. Jetzt würde er Janeway endgültig das Genick brechen: Er würde ihr nicht einmal die Ehre antun, sie in die Zelle zu sperren, sondern sie einfach nur in ihrem Quartier unter Arrest stellen, ihr jeden Zugang zum Bordcomputer und zum Intercom sperren. Er würde sie isolieren. Niemand würde es wagen, ihr auch nur auf dem Gang zu begegnen. Chakotay frohlockte. Das war sogar noch besser als das gute alte Kielholen.
Als er sein Quartier erreichte, sah er, dass dort Seska wartete. Ruhig und selbstsicher blickte sie ihm entgegen, während er die letzten Schritte bis vor seine Tür tat.
"Was hast du mit ihr vor?" fragte sie, bevor er sie noch ansprechen konnte. Der Mangel an Respekt, den sie schon immer gezeigt hatte, ärgerte ihn. "Ich werde mit ihr anstellen, was ich für richtig halte", entgegnete er bemüht kühl. "Und wenn ich darüber entschieden habe, werde ich es dich wissen lassen!"
Seska begegnete seinem Blick kühl. "Ich möchte dich darauf aufmerksam machen, dass sich die Stimmung an Bord rapide verschlechtert", mahnte sie. "Janeway hat mit ihrem Fluchtversuch eine Menge Sympathie gewonnen, und die Sache mit Paris und Tuvok hat deinem Ansehen auch nicht sehr gut getan. Wenn du jetzt hart gegen Janeway vorgehst, kann das zu Unruhen führen. Dein Stil ist nicht gerade sehr beliebt."
Chakotays gute Laune von eben war verflogen. Er fühlte sich angegriffen, und er hasste es, sich verteidigen zu müssen. "Was kann ich für Paris’ und Tuvoks Zustand? Hab’ ich ihnen gesagt, dass sie fliehen sollen? Hab’ ich befohlen, dass man sie grillt? Sie haben es sich selbst zuzuschreiben. Und Janeway? Bis sie bei dieser Dilithium-Suche zusammengebrochen ist, und seitdem Unruhe stiftet, war alles in Ordnung."

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