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Voyager


"Meutereien"

von Andreas Kohn

1


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"Ja, Mr. Kim?"
"Ich habe eben einen merkwürdigen Wert registriert. Eines der Geräte hatte eben einen kräftigen Ausschlag, aber nur für einen winzigen Moment. Eine Art Raum-Zeit-Störung, aber…" Er justierte seine Instrumente neu, aber seine Verwirrung und Beunruhigung schien das nicht zu beheben. "Jetzt ist alles ganz normal."
"Eine Fehlfunktion?"
"Vielleicht. Ich werd' das überprüfen!" Er machte sich sofort daran, ein Kontrollprogramm zu starten.
"Behalten Sie sie im Auge, während wir unten sind, und unterrichten Sie uns, wenn Sie was gefunden haben. Commander", sie nickte Chakotay zu, "Sie haben das Kommando!"

Janeway, Neelix und Tuvok materialisierten auf der Oberfläche des kleinen Mondes. Es war kühl, und ein heftiger Wind ging, der feinen Sand in ihre Uniformen wehte. Wundervoll, dachte Janeway. Wenn wir hier nicht schnell wieder wegkommen, werden die Körnchen bald wie ein Reibeisen scheuern.
Der Transporter hatte sie an einem Gebirgszug, vor dem großen, gähnenden Loch eines Höhleneingangs abgesetzt. Vor ihnen erstreckte sich, soweit sie sehen konnten, nur eine weite, öde Fläche, die genausogut die Wüste Gobi hätte sein können. Sie schalteten ihre Tricorder ein und überprüften die Werte. Der Berg hinter ihnen schien tatsächlich ungeheure Dilithiumvorkommen zu beherbergen. Janeway nickte ihren Begleitern kurz zu, und nacheinander betraten sie die Höhle.
Als sich nach einem kurzen Moment der Blindheit ihre Augen an das trübe Licht gewöhnt hatten, dass durch den Eingang hereinsickerte, erkannten sie, dass die Höhle bei weitem nicht so groß war, wie von außen schien. Sie war eher der Anfang eines Tunnels, als eine wirkliche Höhle. Die drei Voyager-Mitglieder folgten dem Gang. Tuvok, seiner Natur und seinem Posten als Sicherheitschef gerecht werdend, kontrollierte mit seinem Tricorder weniger die deutlichen Dilithium-Anzeigen, sondern suchte vor allem nach möglichen Gefahren, Anzeichen für Tiere oder andere Lebewesen. Aber er fand keine. Hier gab es nur Stein und Sand. Und Dilithium in rauen Mengen. Aber er blieb weiter vorsichtig.
Bald verzweigten sich die Gänge. Janeway, Neelix und Tuvok blieben aber zusammen. Der kleine Talaxianer studierte eifrig die Anzeigen seines Tricorders und freute sich wie ein Kind, dass er das, was er bei B’Elanna über die Anzeigen von Dilithium im Tricorder gelernt hatte, hier so wunderbar anwenden konnte.
Schließlich hatte Janeway genug gesehen. Sie kontaktierte die Voyager.
"Janeway an Torres. Wir sind hier unten fündig geworden. Der Abbau und die Verarbeitung dürften ein Kinderspiel sein. Die Adern scheinen direkt unter der Oberfläche zu sein. Man könnte sie mit einem Taschenmesser abkratzen. Stellen Sie ein Schürfkommando zusammen, und holen Sie uns wieder hoch."
"Captain!" Kims Stimme im Kommunikator klang aufgeregt. "Ich habe eben wieder eine Störung aufgezeichnet. Sie war wieder nur einen Sekundenbruchteil da, und sie scheint auch nur sehr klein zu sein, deshalb konnte ich sie vorhin so schlecht feststellen, aber sie war ganz in Ihrer Nähe."
"Captain, hier ist Torres. Ich habe Kims Werte überprüft. Sie sehen wirklich aus, als ob das Raum-Zeit-Gefüge immer für einen winzigen Moment aufbricht. Ort und Zeit sind nicht vorherbestimmbar, Sie sollten schleunigst von da verschwinden, wir wissen nicht, was passiert, wenn man in einen dieser Brüche gerät."
Janeway reagierte sofort. "Transporterraum. Drei Personen raufbea..." Weiter kam sie nicht.
Ein heftiger Schmerz durchfuhr sie, von einem zum nächsten Moment fühlte sie sich, als ob sie jemand auseinanderreißen wolle. Dazu spürte sie einen Schwindel, als ob sie herumgewirbelt würde. Und panische Angst. Doch all das ging so schnell vor sich, dass sie nicht einmal zum Schreien kam, bevor sie das Bewusstsein verlor.

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