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The Original Series


"Kyle"

von Ralf "Searge" Pappers


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"Klar, Mann, machst du ja auch!" sagte ich zu mir selber und stand plötzlich in einem Krankenzimmer. Links ging es zu einem Raum, an dessen Wänden mehrere Diagnoseliegen standen. Vor mir ein Raum mit Sitzecke und einigen Türen.
Niemand war da.
"Hallo, niemand da?" rief ich etwas unsicher.
"Im Büro!" antwortete eine gedämpfte Stimme.
Ja toll, dachte ich. Und wo ist das Büro? Ich trat an eine der Türen. Als sie sich in die Wand schob, blickte ich auf einen Schreibtisch, hinter dem ein blaugekleideter Mann saß. Eine gemütliche Sitzecke und mehrere offene Wandregale und Schränke.
Der Mann blickte auf.
"Ah, Mr. Kyle. Was kann ich für Sie tun?"
Dr. McCoy. Der typische Dr. McCoy, wie ich ihn immer in Raumschiff Enterprise erlebt hatte. Er saß leibhaftig vor mir.
Ich öffnete den Mund um etwas zu sagen, da summte der Intercom.
"Dr. McCoy, hier spricht Chefingenieur Scott."
"Hier McCoy."
"Lieutenant Kyle müßte eigentlich gleich bei Ihnen auftauchen." Der Doktor warf mir einen kurzen Blick zu. "Ja?" fragte er.
"Ich habe ihm befohlen sich bei Ihnen zu melden, damit er sich mal untersuchen läßt. Er scheint nicht in Ordnung zu sein!"
"Wie meinen Sie das, Mr. Scott?"
"Nun, wissen Sie Doktor. Seit ich auf der Enterprise bin, war ich immer auf der Suche nach einem zuverlässigen Transporterchef. Schließlich kann ich nicht jedem meiner Mitarbeiter hinterherrennen, um zu kontrollieren, ob er seine Arbeit auch vernünftig macht und meinen Maschinen nicht schadet, besonders wenn es sich um den Transporter handelt. Kurz gesagt, Lieutenant Kyle schien mir genau der Richtige zu sein."
"Und weiter?" Dr. McCoy warf mir einen aufmerksamen Blick zu.
"Seit einer Woche leidet er an merkwürdigen Konzentrationsstörungen, ist furchtbar unaufmerksam. Manchmal hat man das Gefühl, daß er seine Kollegen nicht mehr kennt. Ja, selbst ich habe ihn einmal auf Korridor 13 getroffen und er machte ganz den Eindruck, als wenn er nicht wüßte wo er wäre und wohin er wollte. War total abwesend. Das macht mir ganz schön Sorgen, Doktor!"
"Kann ich verstehen, Scotty. Ich werde ihn mir einmal anschauen wenn er kommt."
"Danke Doktor!"
Dr. McCoy schaltet den Intercom ab. Er blickte mich aufmerksam an.
"Nun?" fragte er. "Was sagen Sie dazu?" dabei warf er einen kurzen Blick auf den kleinen Sichtschirm.
"Tja...", ich zuckte etwas hilflos mit den Schultern. Sollte ich ihm die ganze verrückte Geschichte erzählen? Aber, würde er mir überhaupt glauben? Konnte ich mir denn noch selber glauben?
Langsam wußte ich nämlich nicht mehr, wer ich nun wirklich war. Ralf Pappers, Student aus Mönchengladbach, im Jahre 1993. Oder Lieutenant Jackson B. Kyle, Transporterchef auf der Enterprise, irgendwann im Jahre 2200 und verdammt weit weg von zu Hause.
"Kommen Sie mit 'rüber ins Labor, Mr.Kyle." Die Stimme McCoys riß mich aus meinen Gedankengängen.
"Schwester Chappel wird ein paar Tests mit Ihnen durchführen und danach sehen wir weiter."
Ich trottete hinter ihm her.
Sollte ich oder sollte ich nicht? Diese Frage beschäftigte mich während der ganzen Zeit, die ich auf der Untersuchungsliege zubrachte und die diversesten Untersuchungen über mich ergehen ließ.
Nach einer kleinen halben Stunde saß ich wieder in Dr. McCoys Büro.
"Tja, Mr.Kyle. Ihre Werte sind alle im Bereich der üblichen Toleranzen, abgesehen von einigen seltsamen Werten ihres Gehirnwellenmusters. Das muß aber nichts Gravierendes bedeuten." Er machte eine wage Handbewegung. "Die werde ich jetzt noch näher untersuchen. Ansonsten sind Sie so gesund wie ein Fisch im Wasser."

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