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ENTERPRISE, dieser Gedanke stand in riesigen Lettern vor meinem inneren Auge. Ich hatte das Gefühl, durch eine dicke Nebelsuppe zu waten. Wußte nicht mal wohin.
Unmöglich!
Also mal ganz ruhig werden, bloß nicht den Kopf verlieren!
Zusammen traten wir durch eine Schiebetür.
"Transporterraum!" sagte die junge Frau.
Ich mußte ziemlich blöde ausgesehen haben, denn sie betrachtete mich forschend.
"Geht's Dir nicht gut? Vielleicht solltest Du mal zu Dr. McCoy gehen!"
"Nein, nein. Alles in Ordnung!"
Ha, in Ordnung! Nichts ist in Ordnung, donnerte es in meinem Schädel. Dr. McCoy, Scotty! Kyle? Unmöglich, Quatsch, NIE!
Der Lift hielt an und wir verließen zusammen die Transportkabine.
Also jetzt mal ganz langsam, versuchte ich innerlich zur Ruhe zu kommen. Ich habe, respektive bin, höchstwahrscheinlich in einem Traum, in dem ich mich auf der Enterprise befinde und gerade mit einer entzückenden jungen Frau über einen der Flure gehe.
Klar, ein Traum! Die Farben, das war doch in den 60er Jahren, gibt's doch heute gar nicht mehr! Ein Traum also!
Aber trotzdem! Irgendwie wurde ich das unbestimmte Gefühl nicht los, daß hier was nicht ganz so einfach wäre, wie ich es mir einzureden versuchte.
Wir erreichten eine weitere Doppelschiebetüre, die sich teilte, als wir uns ihr näherten.
Der Transporterraum! Ich blieb wie angewurzelt stehen. Wie im Fernsehen, dachte ich und ein wehmütiges Gefühl an meine Kindheit kroch in mir hoch.
Und dann, Kyle, klar, Transporterchef!
Ja, die guten alten Enterprisezeiten, damals 1972 und dann wieder 92.
Die junge Frau trat auf eines der Transporterfelder. Schweigend betrachtete sie mich, wartend.
"Na, möchtest Du mich nicht endlich 'rüberbeamen?" fragte sie, leicht ungeduldig.
"Äh, klar!" Ich torkelte zum Steuerpult.
Oh Scheiße, pochte es in meinem Kopf. All diese Schalter, Knöpfe, Skalen! Panik schien über mir zusammenzuschlagen. Schweiß brach mir aus jeder Pore. Ich hatte das Gefühl, mein gesamter Blutkreislauf würde in den Kopf gepumpt und ich würde verglühen.
Ganz ruhig, Ralf! Du bist in einem Traum und in diesem Traum bist du der Transporterchef Kyle! Ich schluckte einmal, atmete tief durch und hatte mich dann wieder einigermaßen unter Kontrolle.
Automatisch glitten meine Finger über die Kontrollelemente. Ohne nach ihrem Ziel zu fragen, gab ich Koordinaten ein und bediente die drei Energiepegel für den Transport. In einem Funkenregen entmaterialisierte sie und ich befand mich allein im Transporterraum.
Mit den Fingerspitzen fuhr ich über die Kante des Kontrollpultes.
Es fühlte sich so verdammt wirklich an! Klar, in einem Traum hat man ja auch das Gefühl das alles echt sei. Aber hier? Ich wurde einfach dieses "falsche" Gefühl nicht los!
Das Schott glitt auf und ein Mann in Rot schritt äußerst energisch auf mich zu.
"Mister Kyle!" donnerte er mich an.
Scotty, schoß es mir durch den Kopf. James Doohan aus den 60ern stand vor mir. Mit zornigem Gesicht fauchte er mich an.
"Mr. Kyle, langsam habe ich die Nase gestrichen voll! Ich war immer davon überzeugt, in Ihnen einen meiner zuverlässigsten Männer zu sehen. Aber was Sie sich seit einer Woche leisten, geht einfach zu weit. Was soll das?"
"Aber Mr. Doohan!?" entfuhr es meinen Lippen.
"Jetzt reicht's! Sie melden sich sofort bei Dr. McCoy! Verstanden, Mr. Kyle?!"
Bei diesem Mr. Kyle trat sein schottischer Akzent besonders deutlich hervor.
Abrupt drehte er sich um und marschierte hinaus. In der offenen Türe drehte er sich noch einmal zu mir um.
"Sofort!" donnerte er ärgerlich und verschwand.
Also, wenn das ein Traum sein soll, dann entwikkelt er sich zu einem Alptraum, dachte ich und machte mich mit einem Schulterzucken auf den Weg. Ich wanderte durch die Gänge, bewegte mich durch diese für mich seltsam vertraute fremdartige Welt, als würde ich dergleichen täglich tun.
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