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Riker hat mir das Versprechen abgenommen, mich mit Worf zu treffen und meine endgültige Entscheidung erst danach und nach einem zweiten Gespräch mit ihm, Riker, zu treffen.
Ich werde es probieren, obwohl es mir immer noch rätselhaft erscheint, welche persönlichen Probleme ich mit Worf gemein haben könnte."
"Sternzeit 47592,4 - USS Enterprise, persönliches Logbuch - Lieutenant Lavelle.
Da Worf Jaxas Führungsoffizier gewesen war und er schon in Zehn-Vorne uns, ihren Freunden, sein Beileid ausgedrückt hatte (auf seine Weise), beschloss ich, das Gespräch ohne Umweg zu eröffnen. Außerdem schätzen Klingonen es nicht besonders, wenn man um den heißen Brei herum redet.
Abgesehen von diesem recht allgemeinen Vorsatz hatte ich keine Ahnung wie ich anfangen sollte.
Ich ging zu seinem Quartier und dann stand ich vor der Tür.
Ich zögerte.
Leichte Panik stieg in mir auf. Ein peinliches Schweigen, weil mir die Worte fehlten, wäre genau das Richtige, um das Gespräch zu beenden, bevor es überhaupt angefangen hatte.
Aber was hatte ich schon zu verlieren?
Ich betätigte den Summer.
Worf öffnete, sah mich ernst an und sagte: 'Ich habe Sie erwartet, Lieutenant. Kommen Sie herein.'
Offensichtlich hatte Riker schon mit Worf geredet. Und Worf war ebenso offensichtlich bereit, mit mir zu reden. Er ging vor und deutete auf einen Sessel.
'Nehmen Sie Platz.'
Was kam als nächstes?
Bot er mir etwas zu trinken an?
Ich bedankte mich mit einem Nicken.
Worf setzte sich auf einen Zweisitzer auf der anderen Seite des kniehohen Tisches.
Er hatte aber offensichtlich nicht vor, noch mehr Zeit mit Höflichkeiten zu verschwenden und kam sofort zur Sache:
'Commander Riker erwähnte, dass Sie Ihre Zukunft nicht mehr an Bord der Enterprise sehen.', eröffnete er mir.
Tja, damit hatte er wohl recht. Und weil ich mit meiner Zeit auf diesem Schiff bereits abgeschlossen hatte, sah ich auch keinen Grund, warum ich es ihm nicht auch erzählen sollte.
Ich fing an bei meinen Problem mit Riker, schnitt kurz den Stress während der Vor-Beförderungsphase an und kam schließlich auch zu meinen Schuldgefühlen bezüglich des Todes von Fähnrich Sito und meiner statt Ihrer Beförderung.
Worf ist ein guter Zuhörer.
Er behält ständigen Blickkontakt und scheint nie zu blinzeln.
Abgesehen von einem gelegentlichen Grunzen, zum Beispiel als ich die Nachricht von Sitos Tod schilderte, unterbrach er mich nicht einmal.
Ich beendete meinen Monolog und stellte zu meiner Überraschung fest, dass Worf keineswegs den Eindruck machte, gelangweilt, genervt oder angeekelt von meinen menschlichen Schwächen zu sein.
Er sah mich einfach an.
Nach vielleicht zwei Minuten begann er zu sprechen und sein Gesicht zeigte eine Offenheit, die ich nie bei einem Klingonen erwartet hätte:
'Es war mein erstes Jahr an Bord der Enterprise und ich war Wissenschaftsoffizier....' und Worf erzählte mir die Geschichte von Lieutenant Yar, der Sicherheitschefin. Von ihrer Arbeit, ihrem Leben und ihrem frühen, sinnlosen Tod.
Er erzählte, wie er ihren Posten übernahm, die damit einhergehende Beförderung akzeptierte, sogar, dass Captain Picard ihn in einer Krisensituation einmal mit 'Lieutenant Yar' angesprochen hatte.
Er saß auf dem Stuhl eines Anderen. Eines Anderen, der aufgrund seiner Kompetenz geschätzt wurde und viele Freunde gehabt hatte.
Worf fuhr fort: 'Die einzige Möglichkeit für mich, die Situation zu meistern, fand ich in dem festen Glauben, dass ich Tasha Yar´s Andenken am besten bewahren konnte, indem ich mich ihrer Arbeit würdig erweise.'
Worf hielt kurz inne und fuhr dann mit allem Verständnis, das er aufbringen konnte, fort: 'Ich weiß natürlich, dass Menschen dem Andenken an Verstorbene und der Ehre, eine Aufgabe zu erfüllen nicht den gleichen Wert beimessen wie Klingonen. Aber eine menschliche Eigenschaft ist die Fähigkeit sich anzupassen und zu lernen.'
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaubte kurz ein Lächeln über sein Worf´s Gesicht huschen zu sehen.
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