|
Während Captain Picard sich mit Data und Geordi, als den höchstrangigsten Offizieren beriet, brachte Demora auf der Krankenstation eine Tochter zur Welt.
Schon zwei Tage später saß sie wieder in seinem Raum: "Demora, ich glaube Ihnen. Trotzdem muß ich alles erfahren, bevor ich mich entscheide. Bitte berichten Sie."
"11 Monate, nachdem die Drei entführt wurden, stellte Beverly fest, daß Deanna schwanger war. Alle drei zusammen verabredeten, wenn sie schon nicht selber wieder zurück kehren konnten, sollte das wenigsten das Kind einmal tun. 10 planetare Monate später wurde ich geboren. Alle drei sorgten für mich und ich war niemals alleine. Doch dann, als ich ungefähr fünf war, kamen Wächter und rissen uns auseinander. Sie führten Bill und Bev weg und brachten uns in ein riesiges Gebäude. Dort mußten wir arbeiten. Es gab auch einige andere Gefangene da, noch ein Mädchen, etwas jünger als ich, ich glaube, sie war Vulkanierin. Wir hielten zusammen, dann kam auch Bev mal für kurze Zeit, sie brachte uns so viel wie möglich bei, aber meist hatten wir keine Kraft zum Lernen mehr. Irgendwann brachte man sie wieder weg und niemand hörte mehr etwas über sie. Als ich vielleicht fünfzehn war kam ein alter grauhaariger Mann. Meine Mutter umarmte ihn und weinte, doch erst als er sprach, erkannte ich meinen Vater wieder. Da sah ich plötzlich, daß auch meine Mutter schon graue Haare hatte und alt aussah. Vater gab mir einen kleinen Anhänger, ein Geheimzeichen einer Gruppe von Geflohenen, die im Untergrund lebten. Dann, man hatte mir nur gesagt, ich solle fliehen, sobald ich könne, gab es große Aufregung über den Selbstmord einiger Sklaven. In dem Tumult konnte ich fliehen und Vaters Anhänger rettete mich und Mutter. Die Organisation bestand nur aus einer Handvoll Leuten, aber ich lernte dort genug über Physik und Zeitmanipulation, um einem Zeitsprung wagen zu können. Mutter, Deanna, war zu dieser Zeit durch die Mißhandlungen schon eine Weile krank. Nach ihrem Tod hielt mich dann nichts mehr und ich versuchte es. Nun Captain, jetzt wissen sie, warum ich, Demora Kim Riker, Sie bitte, ihre Offiziere zu retten. Denn Sie wissen jetzt, was geschieht, wenn Sie es nicht tun."
Captain Picard überlegte lange. Angenommen, alles, was Demora erzählt hat, sei war, konnte er je wieder schlafen, wenn er seine Leute nicht rettete? Aber was, wenn sie log? Sollte dafür seine Karriere aus Spiel setzten? Aber sie waren seine Leute und er war es ihnen schuldig, sie zu retten. "Data, setzten Sie Kurs auf den Planeten der Chaakars. Wir holen unsere Leute zurück."
"Captain, schicken Sie mich auf den Planeten. Ich weiß, wo sie gefangengehalten werden und falls ich nicht überlebe, wird die Zeitstruktur wieder richtig gestellt."
"Worf, Sie gehen mit Demora!"
Bei dieser Rettungsmission gab es keine Pannen, alle Angehörigen der Enterprise konnten gerettet werden, doch Demora verschwand. Als sie sich wieder erholt hatten, fand Deanna eine Nachricht in ihrem Quartier: Demora hatte sie anscheinend erst im letzten Augenblick aufgezeichnet, denn sie trug schon ihren Einsatzanzug. "Anfang der Aufzeichnung: Hallo Deanna! Wenn du diese Nachricht erhält, werde ich nicht mehr in dieser Zeitlinie sein. Falls meine Tochter Michelle noch bei euch ist, bitte ich dich, sorge für sie, als wäre es dein eigenes Kind. Und eigentlich ist sie das ja auch. Wundere dich nicht, Captain Picard weiß alles, es liegt in seinem Ermessen, was er dir berichtet. Ich sage nicht "au revoir", denn hoffen wir, daß wir uns niemals wiedersehen, sonst wäre meine Mission fehlgeschlagen. Richte Bill schöne Grüße aus, DKR. Ende der Aufzeichnung."
|