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The Next Generation


"Die Fremde"

von Karin Sauter


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Mit Dank an alle Betareader und alle, die mich unterstützt haben. Ihr wisst, wer ihr seid!

"Commander, am Rand der Sensorreichweite treibt ein Objekt."
"Danke, Mr. Data! Wann kommen wir nahe genug für einen kompletten Scan?"
"Bei gleichbleibender Geschwindigkeit in zehn Minuten und 13 Sekunden."
"Captain, ich denke, Sie sollten auf die Brücke kommen. Data hat eine interessante Entdeckung gemacht."
Captain Picard bestätigte und verließ seinen Bereitschaftsraum. "Nun, was haben Sie?"
"Captain, ich denke es ist eine Rettungskapsel oder ein kleines Shuttle. Allerdings können die Sensoren den Innenraum nicht erfassen."
"Gelber Alarm! Data, halten Sie es für möglich, daß Objekt zu bergen?"
"Ja, Sir. Wir können es mit dem Traktorstrahl bergen."
"Tun Sie das, Nummer Eins, Doktor Crusher, sie kommen mit mir."

Als die Kapsel, eine Rettungskapsel des Typs 3, an Bord war, versuchte Riker noch einmal, sie zu scannen. Und plötzlich war es möglich! "Doktor, mein Trikorder zeigt eine Lebensform. Sehr schwach und unregelmäßig!"
"Captain, wir müssen die Kapsel öffnen. Falls darin wirklich noch jemand lebt, dann nicht mehr lange. Die Kapsel hat schon eine Weile keine Energie mehr."
In dem Moment bewegte sich die Tür ein bißchen. Nach einem schnellen Blick zu Picard lief Riker hin und betätigte den Öffnungsmechanismus. Langsam ging die Tür einen Spalt weit auf. Vorsichtig mit seinem Trikorder scannend ging Riker zur Tür der Kapsel und trat dann ein. "Captain, hier vorne liegt eine junge Frau. Sie scheint verletzt zu sein." Noch bevor er ausgesprochen hatte, drängte sich Beverly neben ihn und benutzte ihren medizinischen Trikorder.
"Commander, ich gebe ihr ein kreislaufstabilisierendes Mittel, könnten Sie sie dann bitte hier heraus bringen?"

Die fremde Frau, nach Crushers Schätzungen war sie um die zwanzig, war klein, zierlich und hatte schulterlange dunkle Haare. Sie hatte Prellungen am ganzen Körper und Beverly fand einige alte, nicht richtig verheilte Knochenbrüche. Sie behandelte alles, soweit es ihr möglich war, und rief dann Counselor Troi, als die Fremde am Aufwachen war. Diese betrat den Raum in dem Moment, als sich die junge Frau sich aufsetzte und schaute...

...in ihr eigenes Gesicht. Deanna schrak zurück. Wer war das? Die beiden musterten sich eine Weile still und Beverly, die von der einen zur anderen blickte, erkannte feine Unterschiede: Deannas Haare waren dunkler, dafür hatte die Haut der anderen einen noch helleren Ton. Da brach die Fremde das Schweigen: "Wer sind Sie?" Ihre Stimme klang rauh, aber sie sprach mit demselben weichen Akzent wie die Counselor.
"Ich bin Dr. Crusher, die Chefärztin auf diesem Schiff, und dies ist Deanna Troi, unsere Counselor. Wie heißen Sie?"
"Ich...ich kann mich nicht erinnern. Wie komme ich hierher?"
Deanna, die merkte, daß die Fremde von panischer Angst erfüllt war, schaltete sich ein: "Beruhigen Sie sich! Ihnen wird hier nichts passieren, wir wollen Ihnen nur helfen. Sie trieben in einer Rettungskapsel im All und unsere Sensoren fanden Sie durch Zufall. An was können Sie sich denn noch erinnern?"
Mutlos lies die Jüngere den Kopf hängen. "An nichts. Ich weiß nicht, wer ich bin, wo ich herkomme oder was ich hier mache." Langsam rollte eine einzelne Träne über ihr Gesicht. Deanna verständigte sich mit Beverly durch einen Blick, in dem sie um Erlaubnis bat, mit ihrem Ebenbild die Krankenstation zu verlassen. Dann nahm sie sie mit in ihr Büro.

Die Fremde - in Ermangelung eines besseren Namens nannten sie sie Cheryl - wurde von Picard und Riker an Bord begrüßt und verbrachte die nächsten Tage meist mit Wesley, der zu Besuch an Bord war, und Deanna. Zwischen den beiden entwickelte sich eine recht feste Freundschaft. Nur Cheryls fehlendes Gedächtnis warf manchmal dunkle Schatten über ihr neues Leben an Bord. Da machte Beverly eines Morgens, an dem Cheryl wegen Übelkeit die Krankenstation aufgesucht hatte, eine Entdeckung: Cheryl war schwanger! Diese erschrak heftig, als sie von der Neuigkeit erfuhr. "Nein, was machen Sie jetzt mit mir! Man wird mich töten!"

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