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Star Trek


"Schattenseiten"

von Sebastian Bach


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Logbuch - Captain Eugene Sagoyen

Als ich mich der Sektion 31 anschloss, wusste ich, dass es Dinge gibt, die die Föderation in ein ganz anderes Licht rücken können. Ich war jedoch bereit, diese Tatsache zu ignorieren und meine Arbeit, ohne Fragen zu stellen, zu erledigen. Jedenfalls bis ich zum Dienst auf der geheimen Forschungskolonie Mengelia IV verpflichtet wurde.

Ich werde es mal so erklären: Es ist ja jedem bekannt, dass die U.S.S. Enterprise unter Captain Jean-Luc Picard nach ihrer, eher unfreiwilligen Reise ins irdische Jahr 2063 mit einer grossen Menge an Borg-Technologie zurückkam. Dass diese Technologie gleich ausgebaut und in die Labore der Sektion 31 geschickt wurde, klingt eigentlich auch logisch. Nur was mit den Borgdrohnen geschah, weiss niemand. Und da beginnt die Geschichte von Mengelia IV. Dort sind die Borg in einigen High-Tech-Baracken untergebracht. Alles ist zwar extrem abgesichert, aber dennoch sind es nur spartanisch ausgestattete Baracken.

Genau richtig für die grössten Feinde der Föderation, werden jetzt einige denken. Aber wozu denn die ganze Sicherheit. Die Exborg sind entwaffnet und können keinem mehr was antun. Ausserdem sind sie vom Kollektiv getrennt. Genauso wie ein gewisser Captain der Enterprise vor gar nicht allzu langer Zeit. Nachdem eben dieser Captain vom Kollektiv abgeschnitten wurde, gewann er seine Individualität wieder völlig zurück. Seine Erinnerungen, seine Gefühle - alles war wieder da. Und das ist auch bei den Gefangenen auf Mengelia IV der Fall.

Woher ich das nun wieder weiss? Tja, ich habe mich mit Paul, dem ersten Crewmitglied der Enterprise, das assimiliert wurde, angefreundet. Er klärte mich über den Schrecken des kollektiven Geistes auf - kurz bevor ich Zeuge des Schreckens der Sektion 31 wurde. Zuerst entfernten sie ihm und allen anderen Borg die Implantate. Jedoch nicht, um sie davon zu befreien, sondern um sie zu untersuchen. Dann pflanzten sie das ein oder andere wieder ein, gerade wie es für nötig gehalten wurde. Als nächstes probierten sie dann an den Exdrohnen deren eigene Waffen aus, um die Ergebnisse für den Bau einer neuen, effizienteren Föderationswaffe zu verwenden. Dabei starben 13 der insgesamt 27 reaktivierten Exborg.

Eines Tages sollte dann eine Waffe an Paul, oder besser gesagt Eight of Nineteen, getestet werden. Ich versuchte, meine Kollegen umzustimmen. Es kam soweit, dass ich begann, ihre (und meine) Arbeit zu kritisieren. Das führte zu einem Streit, auf den meine unehrenhafte Entlassung folgte. Jetzt kommandiere ich einen alten Frachter und gelte überall als Phantast oder Spinner. Unter meiner 35köpfigen Crew befinden sich mindestens 15 Agenten der Sektion 31, wenn es nicht gar alle sind. Jeder Versuch, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, würde mich zu einem Putschisten machen, der überall verfolgt würde. Jeder Widerstand ist zwecklos. Sonst haben das immer nur die Borg behauptet.

Als kleine Anmerkung zum Schluss: Von meinen besten Freund Paul habe ich nie wieder etwas gehört. Wahrscheinlich ist auch er dem Hass gegen das Borgkollektiv zum Opfer gefallen. Also: Wenn jemand das hier liest und zuvor schon eine Drohne mit einem neuen Disruptor erledigt hat, sollte derjenige immer daran denken, dass die Entwicklung dieser Waffe einem guten Mann das Leben gekostet hat. Ja, das sind die Schattenseiten unserer heissgeliebten Föderation.

Logbuch Ende

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