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Star Trek


"Force Omega 2"

Die Schlacht von Cheron

von Tobias Jens Ruppert


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Seit den Ereignissen in "Das Kartell" sind sieben Monate vergangen.
Die Force Omega befindet sich auf einer Manöverübung im Selcundi-Drema-Sektor, allerdings ohne ihren Kommandanten, den mittlerweile zum Captain beförderten Marc Peters.
Peters hat die Ereignisse, die auf der letzten Mission passierten, noch nicht ganz verarbeitet.
Bei der Verfolgung einiger Piratenclans im Grenzgebiet wurde die U.S.S. Sanford vor den Augen von Peters angegriffen und zerstört. Es gab keine Überlebenden der 400 Mann starken Crew.

Nach einer wilden Verfolgungsjagd gelang es der Force, die Piraten abzuschütteln und sich mit dem Kreuzer U.S.S. Berlin zu treffen.

Peters atmete schwer, als er endlich die viertausend Meter zu Ende gelaufen hatte.
"Wie war die Zeit, Chief?" fragte er keuchend.
Chief DeSoto schüttelte den Kopf: "Sie sind zwölf Sekunden unter ihrer letzten Zeit, Captain. Seit wann haben sie nicht mehr trainiert?"
Peters wischte sich den Schweiß ab und antwortete: "Schon beinahe zwei Monate nicht mehr. Seit der Sache mit..."
"Seit der Sache mit der Sanford und den Elasi-Piraten, Sir?" vollendete DeSoto den Satz des Kommandanten.
Peters wollte daraufhin nichts sagen und verabschiedete sich: "Wir sehen uns zum Abendessen, Chief."

"An alle Föderationsraumschiffe. Hier ist die U.S.S. Sanford. Wir werden von mehreren Elasi-Fregatten attackiert. Wir benötigen dringend Hilfe. Ich wiederhole..."
Der Notruf der Sanford verstummte. Peters, der im Pilotensessel der Falcon saß, drehte sich zu Meno Tiris um. Die Caitianerin versuchte, wieder Kontakt zu dem Kreuzer herzustellen, doch sie scheiterte.
"Ich bekomme keinen Kontakt, Marc. Die Sanford antwortet nicht mehr." sagte sie leise und fast entschuldigend.
Carl Jerisson hatte eine Fernbereichssondierung durchgeführt und berichtete: "Ich kann die Sanford nicht mehr orten. Es sind nur noch Trümmerteile, wo sie gewesen war."
Peters starrte zum Cockpitfenster hinaus: "Wir müssen zu den letzten Koordinaten fliegen und nach Überlebenden suchen! Vielleicht hat es jemand geschafft!"
Jerisson schüttelte den Kopf: "Nein, Marc. Ich kann keine Lebenszeichen mehr orten. Und die Elasi sind noch in der Nähe der letzten Position der Sanford!"
"400 Crewmitglieder, einfach tot. Unfassbar." sagte Peters leise und so emotional bewegt, wie es seine Teammitglieder nicht von ihm gewöhnt waren.
Jerisson fragte vorsichtig: "Marc, wir sollten uns absetzten! Es ist vorbei!"
Er packte Peters am Arm, der völlig weggetreten war. Dann gab er auf und gab den Kurs ein, der sie aus dem Gebiet herausführte. Er beschleunigte die Falcon auf Maximum-Warp und vernichtete jegliche weitere Hoffnung auf Überlebende.

Peters erwachte aus seinem tiefen Schlaf. Er hatte erneut von den Ereignissen, bei der die Sanford vernichtet wurde, geträumt. Er konnte das Geschehene nicht vergessen. 400 Crewmitglieder der U.S.S. Sanford hatten ihr Leben gelassen.
Er stand aus seinem Bett auf und zog seine Standarduniform an. Seine Teams waren auf einer Manöverübung im Selcundi-Drema-Sektor, aber die Psychologin der Force, Talea, hatte Peters geraten, auf Reta IV zu bleiben und erstmal die Ereignisse zu verarbeiten. Er musste zugeben, dass diese Idee nicht die beste war. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen und brachte nichts zustande. Nein, er wünschte sich nichts sehnlicher, als bei seinen Leuten zu sein.
"Ich werde hier noch verrückt." dachte er sich und verließ frustriert sein Quartier.

"Guten Morgen, Captain." begrüßte ihn seine Assistentin, Fähnrich Mandy Pascal. Sie hielt ihm ein Datenpadd hin.
Peters fragte: "Was ist das, Fähnrich?"
"Neue Operationsdirektiven des Oberkommandos, Sir. Sie sollen sie sich bitte durchlesen und Commander Mendez über ihre Ansicht berichten." erwiderte die junge Frau.

Peters ließ sich in den alten Ledersessel seines Büros sinken. Das Datenpadd hatte er recht schnell gelesen und war erstaunt. Es enthielt einige in seinen Augen völlig unsinnige Anweisungen, wie die Missionen zu handhaben waren. Er entschloss sich, sofort mit der Stabschefin des Oberkommandos zu reden.

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