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Vorgeschichte:
Seit den Ereignissen in "Die Auserwählten" sind zwei Wochen vergangen.
Die Exeter befindet sich im Reparaturdock von Sternenbasis 27. Sie wurde bei einem Meteoritensturm schwer beschädigt und wird nun untersucht. Die Crew um Captain Branford ist ebenfalls auf der Sternenbasis und wartet auf das Resultat der Untersuchung.
"Captain Branford, persönliche Aufzeichnungen, Sternzeit 51085, 4
Wir sind immer noch auf Sternenbasis 27, wo die Exeter hingebracht wurde. Während mein Schiff auf eine Reparaturmöglichkeit hin untersucht wird, habe ich einem Freund beizustehen."
Der Verhandlungsraum der Sternenbasis wirkte düster und wenig freundlich. Die Jury und auch der vorsitzende Richter machten keinen anderen Eindruck.
Die Jury betrat den Saal wieder und nahm auf ihren Stühlen Platz. Es waren größtenteils altgediente Offiziere, acht an der Zahl.
Der Richter, ein Admiral mit Namen Staufenberg, blickte die Jury an.
"Haben sie ein Urteil gefällt?" fragte er ruhig.
Der Vorsitzende der Jury nickte: "Ja, Sir." Er reichte das Datenpad dem Gerichtsdiener, der es Staufenberg übergab.
Er las es kurz und blickte dann nach vorne.
"Commander Riker, erheben sie sich bitte." sagte er.
Thomas Riker erhob sich langsam. Er fühlte eine zentnerschwere Last, die auf seinen Schultern zu liegen schien und den durchdringenden Blick der Anwesenden.
"Das Gericht der Sternenflotte, Sektion VII, beschließt zur Sternzeit 51085, 4 folgendes: Lieutenant Commander Thomas Riker ist der ihm vorgeworfenen Pflichtvernachlässigung unschuldig."
Riker verzog keine Miene, obwohl er erleichtert war.
"Er hatte keine Möglichkeit, den Unfall, dem die U.S.S. Exeter zum Opfer fiel, zu verhindern. Commander Riker erhält ohne Verzögerung seine Kommandoautorisation zurück. Der Vorfall wird aus den Akten entfernt. Die Sitzung ist hiermit geschlossen."
Die meisten Anwesenden gingen sofort. Schließlich waren nur noch Riker und Branford in dem Saal. Der Captain war gekommen, um seinem 1. Offizier beizustehen.
"Meinen Glückwunsch, Thomas."
Branford trat zu Riker heran und klopfte ihm auf die Schulter.
Riker erwiderte ein leises "Danke" und senkte seinen Blick.
"Thomas, du bist freigesprochen worden. Bist du denn nicht froh darüber?"
Der XO antwortete bedrückt: "Sicherlich. Aber ich denke, dass es doch zu einem gewissen Teil meine Schuld ist, Chris. Ich hatte das Kommando."
Branford versuchte, etwas passendes zu sagen.
"Das ist wohl richtig. Aber es gibt Momente im Leben eines Kommando-Offiziers, in denen auch er nichts mehr tun kann. Das war einer. Es ist immer schwer, wenn sowas passiert, wenn Tote und Verletzte zu beklagen sind."
Der Captain unterbrach sich selbst und fuhr fort: "Ich habe dir etwas Erfreuliches mitzuteilen. Deine Beförderung zum Commander s. c. ist vor einer Stunde betätigt worden. Meinen Glückwunsch."
Riker blickte auf das volle Rangabzeichen, das ihm der Captain reichte. Er nahm das leere Abzeichen ab und befestigte stattdessen das volle.
"Ich danke dir, Chris." nickte er. Dabei blickte er immer noch genau gleich. Kein Anzeichen von Freude war zu sehen.
Branford entschloss sich, Riker alleine zu lassen: "Wir sehen uns später, Thomas."
Lieutenant Commander Jake Cassels blickte sich in dem verwüsteten Maschinenraum der Exeter um. Die Schäden an dieser Sektion waren mit die schwersten gewesen.
"Jake, sehen sie sich das an."
Cassels sah zu seiner Stellvertreterin, Lieutenant Robin Lefler, hinüber. Die junge Frau kniete am Boden und scannte die Dilitziumkammer.
"Was haben sie, Robin?" fragte Cassels und trat an sie heran.
Lefler zeigte dem Chefingenieur die Scannwerte. Cassels betrachtete sie und sah sofort klar. Die Schäden hätten beinahe den Bruch des Warpkerns verursacht.
"Dieses Schiff ist um Haaresbreite an einer Katastrophe vorbeigeschliddert." bemerkte Cassels nachdenklich.
Lefler blickte Cassels fragend und vor allem unsicher an: "Jake, meinen sie, dass wir die Exeter wieder hinkriegen?"
Cassels bemerkte den kleinlauten Ton Lefler`s. Er erwiderte: "Robin, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber sollte es so sein, dass die Exeter aus dem Dienst ausscheiden muss, dann muss ich mir etwas überlegen. Und zwar, ob ich weiterhin in der Sternenflotte Dienst tue."
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