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Vorgeschichte:
Seit den Ereignissen in "Der Reifeprozess" sind drei Monate vergangen.
Die Crew um Captain Branford und den neuen XO, Lt. Commander Riker, hat einen Forschungsauftrag abgeschlossen, der äußerst anstrengend für sie war. Eine Konfrontation mit der aggressiven Rasse der Gorn stellte den dramatischen Höhepunkt dar.
Während die Exeter nun einen Versorgungsflug durchführt, befindet sich Branford auf Berengaria VII und studiert mit Commander Heiko Sommer, einem Wissenschaftler, die drachenähnlichen Wesen dieses Planeten.
Der berengarianische Drache breitete seine Flügel aus. Er stand auf einer Klippe, die etwa 200 Meter steil abfiel.
Branford lauerte entfernt hinter einem Felsen und beobachtete mit einem Sichtgerät den Drachen, der eine Länge von gut sechzehn Metern hatte. Seine ausgebreiteten Schwingen hatten eine Spannweite von etwa zwanzig Metern.
"Jetzt pass mal auf, Chris. Nun hebt er ab." flüsterte Commander Heiko Sommer.
Branford schaute immer noch ungläubig auf das Wesen, das etwas Anlauf nahm und über die Klippe rannte. Es hob ab und gewann an Höhe.
Als der Drache etwas hundert Meter geflogen war, schoss auf einmal Feuer aus seinem Maul.
Branford tippte Sommer an der Schulter an: "Wie ist das möglich, Heiko?"
"Erkläre ich dir beim Teetrinken. Wir sollten zurück, sonst macht sich Monica Sorgen." erwiderte Sommer und stand langsam auf.
Das Haus der beiden Forscher, die als einzige Menschen auf Berengaria VII lebten, war recht bescheiden, jedoch sehr gemütlich. Es verfügte über einen großen Wohnraum, Küche, Gemeinschaftsraum, Bad und drei Schlafzimmer.
Heiko Sommer war ein alter Freund von Branford, den er schon von der Akademie her kannte. Sommer war Biologe und erforschte zusammen mit seiner Assistentin, Monica Betrell, die Drachen von Berengaria VII.
Neben dem Haus stand ein Typ-II-Shuttle. Branford hatte, als er vor einer Woche eintraf, gedacht, dass das Shuttle zur Erkundung ebenfalls eingesetzt würde.
Sommer wollte jedoch die Drachen nicht unnötig verängstigen und setzte das Shuttle vorzugsweise nachts ein.
"Hier, Captain. Nehmen sie sich einen Tee." lächelte ihn Monica an.
Branford nickte und nahm in einem der Sessel Platz. Sommer und Betrell setzten sich ebenfalls.
"Also, Chris. Zu deiner Frage von vorhin: Dieser Effekt des Feuerspeiens, den du so bewundert hast, ist schnell erklärt. Die Drachen können, wenn sie trinken, den Wasserstoff aus dem Wasser ziehen. Diesen Wasserstoff pumpen sie durch ein sehr komplexes System von inneren Organen zu Speichern, die sich in den Flügeln und an ihrem Rücken befinden. Dadurch können sie erst fliegen. Der überschüssige Wasserstoff gelangt zum Maul und wird dort elektrochemisch entzündet. Das ist das ganze Geheimnis." erklärte Heiko Sommer.
Branford nahm einen Schluck Tee und nickte: "Diese Drachen könnten in einer ähnlichen Form auch einmal auf der Erde gelebt haben."
"Das haben wir uns auch schon überlegt. Und es wäre nur logisch, da die Erde sehr viele dieser Drachenlegenden aufweist." meinte Betrell.
Branford sah Sommer an: "Wie lange bleibst du noch hier, Heiko?"
"Noch mindestens ein Jahr. Meine Forschungen wurden gerade erst überprüft und für fortführenswert gehalten. So bald werde ich nicht auf ein Schiff zurückkehren." erwiderte Sommer lächelnd.
Branford schmunzelte: "Na, dein ehemaliger Kommandant, Captain Cumallo von der Kennedy, hat mir kürzlich mal erzählt, dass ihm deine Gesellschaft und Arbeit fehlt."
"Cumallo kann mich ja auch wieder haben. Aber erst, wenn das hier vorbei ist." erwiderte Sommer überzeugt.
Betrell fragte: "Captain, wie geht es eigentlich Commander Delany?"
"Es geht ihm gut. Sein wissenschaftlicher Tatendrang ist seit unserer Mission im Codric-Sektor unersättlich. Er war auch derjenige, der am einfachsten unsere Konfrontation mit den Gorn weggesteckt hat." erwiderte Branford.
"Ja, das habe ich gehört. Ihr seit fast in einen Kampf mit zwei Kreuzern der Gorn geraten. Was war der Grund?" warf Sommer ein.
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