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Raumschiff Monarch


"Der Reifeprozess"

Teil 6

von Tobias Jens Ruppert


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Vorgeschichte:

Seit den Ereignissen in "Der Fluß des Blutes" sind fünf Monate vergangen. Die Konferenz auf Khitomer ist mit einer Allianz zwischen dem klingonischen Reich und der Föderation beendet worden. Die Exeter hat einige diplomatische Missionen im klingonischen Reich durchgeführt und das neue Bündnis besiegelt. Nun ist sie auf dem Weg zur Erde, um an der McKinley-Werft einige Modifikationen am Waffensystem vornehmen zu lassen.

Lieutenant Wesley Crusher stieg die Leiter hinunter zum Wartungsschacht der Torpedorampe. Dort wartete Lieutenant Heiko Manner, ein Waffensystemexperte. Er bereitete die Torpedoeinheiten darauf vor, gegen Quantentorpedolauncher ausgetauscht zu werden.
"Guten Morgen, Sir. So früh schon auf einer Inspektionstour?" fragte er.
Crusher stieg die letzte Sprosse herab und nickte ihm zu: "Ja, so ist es. Ich habe heute Nachmittag frei und wollte erst noch ihre Fortschritte ansehen. Wie sieht es aus, Heiko?"
Manner deutete auf das Steuersystem: "Wir werden mit Sicherheit Probleme mit dem Mechanismus bekommen, wenn wir die Quantentorpedolauncher montieren. Die Subprozessoren werden überlastet werden, wenn sie eine derartige Datenmenge vom Feuerleitcomputer zum Abschussmechanismus transferieren müssen."
"Und ihr Vorschlag lautet?" wollte Crusher wissen.
Manner faltete die Hände: "McKinley muß ein neues Steuersystem installieren. Dann haben wir Ruhe."
"Veranlassen Sie das Notwendige, Lieutenant. Ich verlasse mich auf sie." erwiderte Crusher.

"Lieutenant, wir erreichen die Erde. McKinley fragt an, ob wir bereit zum Andocken sind." meldete McLure gelangweilt.
Lieutenant Jennifer Waringthon führte das Kommando. Dies war für sie schon nicht mehr ungewöhnlich. Seit ihrer Beförderung hatte sie mehr Verantwortung übernommen.
"Verstanden. Legen Sie Kurs auf McKinley an, halbe Impulskraft." ordnete sie an. Sie drehte ihren Sessel zu der taktischen Station um: "Mister L`Arro, haben Sie den Bericht für die Werftleitung fertig?"
Der Caitianer nickte: "Jawohl, Lieutenant. Ich habe ihn bereits übermittelt."
"Teilen Sie McKinley mit, dass wir andocken werden. Sie sollen vorbereitet sein." befahl sie weiter.
Die linke Turbolifttür öffnete sich und die markante Statur von Captain Christopher Branford betrat die Brücke. Er nickte allen Brückenoffizieren freundlich zu und ging zu Waringthon.
"Guten Morgen, Lieutenant. Ihren Bericht." begrüßte er sie knapp.
Sie erhob sich und meldete: "Wir haben Kurs auf McKinley gesetzt, Sir. Ankunft bei gleichbleibender Geschwindigkeit sieben Minuten. Die Werft hat unseren Vorbericht erhalten, den Mister L`Arro verfasst hat. Lieutenant Commander Delany und Fähnrich Mentar haben bereits ihren Urlaub angetreten, Captain."
Branford nickte: "Danke. Ich übernehme die Brücke."

Die Orbitalwerft erstreckte sich übergroß vor der Exeter. Im Vergleich zu der riesigen Anlage wirkte das Schiff klein und zerbrechlich.
"Uns wurde Hangar 2 zugewiesen, Sir." meldete McLure.
Branford nickte: "Steuermann, Kurs auf 124.049 ändern. Manöverdüsen auf halben Vorwärtsschub."
Die Exeter glitt langsam durch die Öffnung des Hangars.
"Triebwerke aus." ordnete er an. Das Schiff wurde langsamer und stoppte dann ganz. Die Position der Exeter war genau richtig, so wie sie lag.
"Andockklammern ausfahren, Systeme auf äußeren Versorgungsmodus einstellen." befahl Branford kühl. Er öffnete einen Kanal zum Maschinenraum: "Jake, Antrieb komplett abschalten und runterkühlen."
Sein Chefingenieur bestätigte: "Aye, Captain. Wird erledigt."
Der Captain erhob sich und ging zur Station des Einsatzleiters.
"Mister McLure, stellen Sie einen Urlaubsplan auf. Laut der Werft benötigen wir keine Crew während der Umrüstung. Ach ja, außer natürlich Lieutenant Manner. Der will auf eigenen Wunsch an Bord bleiben. Er hat wohl Angst, dass sie seinen Waffensystemen Schaden zufügen." sagte er zu dem Fähnrich.
McLure nickte: "Zu Befehl, Sir."
"Captain, wir erhalten eine Mitteilung von der Sternenflottenakademie. Sie möchten sich bei Admiral Ariaga melden." berichtete L`Arro.

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