|
Vorgeschichte:
Seit den Ereignissen in "Der Feind auf eigener Seite" sind drei Monate vergangen. Die Exeter hatte Beobachtungen einer Supernova nahe des Planetoiden Galondon Cor durchgeführt. Nach drei Wochen geschah eine Katastrophe. Die Nova trat früher als geplant ein und zerschmetterte einen Mond des Planeten. Die darauf folgende Subraum-Schockwelle traf die Exeter und beschädigte sie so schwer, dass sie drei Tage steuerlos im Raum trieb. Es hatte einige Tote und Verletzte gegeben. Die U.S.S. Okinawa reagierte auf den Notruf und schleppte die Exeter zur Erde, wo sie in der Orbitalwerft McKinley repariert werden sollte. Der Großteil der Crew hat Landurlaub und erholt sich von den Ereignissen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------
"Hüllenbruch auf Deck 12 und 13, Sir! Die Kommunikation zum Maschinenraum und der Warp- und Impulsantrieb ist ausgefallen!"
Branford hörte Crusher`s Bericht und richtete sich vom Boden auf, wo er einem verletzten Fähnrich geholfen hatte: "Schicken Sie die Reparaturteams los, um den Hüllenbruch zu schließen!" Er aktivierte seinen Kommunikator: "Branford an Krankenstation, Notfallteam bereitstellen!" Er sah Jacobs an: "Gehen Sie runter in den Maschinenraum und berichten Sie mir! Los!"
Er sah durch den Rauch nur schemenhaft die Wand der Brücke. Sein 1.Offizier kam zu ihm: "Captain, wir haben zehn bis fünfzehn Leute verloren! Sie waren in der Backbordsektion, die am stärksten getroffen wurde." Er machte eine kurze Pause und fuhr fort: "Lieutenant Randolph ist ebenfalls tot."
Er hörte noch weitere Stimmen, die er nur im Unterbewusstsein wahrnahm: "Captain, wir können den Antrieb nicht wiederherstellen. Mister Jacobs meldet sich auch nicht und die Energieversorgung auf den unteren Decks der Maschinensektion bricht zusammen! Was sollen wir unternehmen, Sir? Captain!"
Branford wachte schweißgebadet auf und sah sich in dem Raum um. Er erkannte sein altes Jugendzimmer in dem Blockhaus seines Vaters. Er ging zum Fenster und öffnete es. Es war Winter im Eaglerock Canyon. Der See war zugefroren und es lag ein dichte Schneedecke über der Landschaft.
"Was ist mit Dir, Chris? Kannst Du nicht schlafen?"
Branford wandte sich um und sah seine Freundin, Jadzia Dax. Sie war von Deep-Space-Nine gekommen, um ihm in dieser schweren Situation zu helfen.
Er nickte: "Ja, so ist es. Aber es ist egal." Er streifte seinen Pullover über und deutete durch das Fenster: "Ich will etwas spazierengehen. Kommst Du mit?"
Jadzia zog sich eine Thermojacke an und verließ mit Branford das Haus. Sie kuschelte sich an ihn, während sie den Weg um den See entlangschlenderten.
"Willst Du immer noch nicht darüber reden, Chris?" fragte sie sanft.
Er sah sie nicht an und blickte stur geradeaus.
Jadzia wollte erst beleidigt reagieren, überlegte es sich aber. Sie machte sich von ihm los und stellte sich ihm in den Weg: "Hör mal, irgendwann wirst Du mit mir darüber reden müssen! Ansonsten wirst Du nämlich nie deine Ruhe finden!"
Branford sah sie an. Ihre Augen funkelten wütend und er wusste, dass er einen Fehler begangen hatte. Er nickte: "Tut mir leid." Er nahm sie wieder in den Arm: "Es fällt mir sehr schwer, Jadzia." Eine kurze Pause folgte, dann redete er weiter: "Du weißt, was passiert ist. Wir haben die Erkundung durchgeführt und die Nova trat früher als gedacht ein. Sie zerschmetterte einen Mond von Galondon Cor und die anschließende Subraumschockwelle traf uns relativ unvorbereitet. Wir hatten unsere Sensoren auf den Planeten eingestellt und nahmen die Aktion zu spät war. Die Schilde bekamen wir noch hoch, aber gegen eine derartige Subraumschockwelle waren sie zu schwach. Wir wurden herumgeschleudert wie ein Modellschiff. Als ich wieder normal sehen konnte, waren auf der Brücke vier Verletzte und mir wurden Meldungen über schwerste Beschädigungen und Hüllenbrüche zugetragen.
Trotz intensivster Bemühungen konnten wir unseren Antrieb nicht wieder klarkriegen. Wir sind drei Tage im Raum getrieben, bis die Okinawa uns fand. Und nun liegt mein Schiff an der McKinley-Station angedockt und wird repariert." Er blickte auf den gefrorenen Boden.
|