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Vorgeschichte:
Seit den Ereignissen in "Die neuen Verbündeten" sind zwei Monate vergangen. Die Exeter ist der Raumstation Deep-Space-Nine als Aufklärer zugewiesen worden. Sie ist seitdem mit Patrouillenflügen zwischen der cardassianischen Grenze und Bajor beschäftigt. Branford hat es mit gelegentlichen Grenzverletzungen seitens der Cardassianer und seinem neuen Oberbefehlshaber, Admiral Oliver Towell, seine Schwierigkeiten. Seine Befehle bringen die Exeter wieder und wieder in gefährlichste Situationen.
Eine ohrenbetäubende Explosion auf der Brücke der Exeter schleuderte zwei Crewmitglieder zu Boden. Sie blieben mit schwersten Verbrennungen liegen.
"Fähnrich, wir wurden getroffen! Schilde sind runter auf 15%, Achterwaffen und Warpantrieb ausgefallen! Ich verzeichne einen Hüllenbruch auf Deck 8." meldete Einsatzleiter Luke McLure.
Fähnrich Jenny Waringthon führte das Kommando. Sie sah sich die Lage an und befahl: "Ausweichmanöver Gamma, dreiviertel Impuls! Quantentorpedos bereit?"
Lieutenant Crusher nickte: "Zu ihrer Verfügung, Ma`am!"
"Stellen sie volle Streuung ein! Und Feuer!" befahl sie.
Die Geschosse trafen den angreifenden cardassianischen Kreuzer hart. Seine Schilde waren praktisch ausgefallen, seine anderen Systeme auf`s Schwerste beschädigt.
"Sie nehmen uns von achtern her unter Feuer!" schrie McLure. Doch es war schon zu spät. Die abgefeuerten Photonentorpedos der Gegner vernichteten das, was von der Exeter übrig war.
Jenny Waringthon konnte nichts mehr sehen. Der Raum, in dem sie sich befand, war vollkommen dunkel.
"Computer, Licht an und Programm beenden!"
Die Stimme gehörte Captain Christopher Branford.
Das Licht ging an und zeigte die Brücke im Normalzustand.
Waringthon stand ziemlich alleine da. Sie hatte das Kommando und sie hatte versagt.
"Nun, Fähnrich? Irgendwelche Befehle?" Der Hohn in Branford`s Stimme war zu hören.
Sie schüttelte den Kopf: "Nein, Sir. Tut mir leid."
"Das war nur eine Holodeck-Simulation einer möglichen Kampfsituation, wie sie eintreten könnte. Sie sollen lernen, Menschen zu führen." Er sah sie aufmunternd an: "Kommen sie, sie haben sich Mühe gegeben. Das erkenne ich an. Lassen sie ihre Crew wegtreten."
Branford saß im Bereitschaftsraum und grübelte. Seine letzten Missionen hatten ihn immer öfter in gefährliche Konflikte mit den Cardassianern geführt. Der neue Oberbefehlshaber des Sektors, Admiral Oliver Towell, strebte einen Kurs der Konfrontation an, den sein Vorgänger Peterson strikt vermeiden wollte.
In den letzten vier Wochen hatte Branford mehrere Beschwerden an das Hauptquartier geschickt, in dem er solche grenzverletztenden Einsätze stark kritisierte.
Ein Signal ertönte und zeigte an, dass sich jemand vor der Tür befand.
"Kommen sie bitte herein." bat Branford.
Die Tür öffnete sich und Lieutenant Commander Fogarty, sein 1.Offizier, betrat den Raum.
Branford sah ihn an: "Was gibt es, Nummer 1?"
Fogarty nahm Platz und erwiderte: "Captain, haben sie schon eine Antwort vom Hauptquartier erhalten? Ich meine betreffs den Einsätzen an der cardassianischen Grenze."
Branford sah ihn enttäuscht an: "Noch keine Reaktion." Er legte das Datenpadd ab: "So langsam glaube ich, da steckt mehr dahinter. Wenn sie mehrere Beschwerden von verschiedenen Kommandanten ungehört verhallen lassen, dann ist das merkwürdig."
"Eine Reaktion gab es, wie ich erfuhr. Captain Grayham von der Resolution erhielt eine offizielle Abmahnung wegen beleidigender Äußerungen gegenüber einem Vorgesetzten." erwiderte Fogarty.
Branford nickte: "Ja, James ist eben ein ziemlich direkter Mensch. Er hat Towell all das in`s Gesicht gesagt, was er von ihm hielt."
"Nun, das würde ich auch gern. Aber er sitzt am längeren Hebel. Das war es eigentlich schon, Sir. Ich mache dann mal weiter."
Fogarty verließ den Raum.
Kurz darauf kam eine Meldung von der Brücke: "Sir, wir empfangen eine Mitteilung vom Hauptquartier. Nur für sie bestimmt."
Branford bestätigte: "Verstanden, Mister McLure. Legen sie es in meinen Raum."
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