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»Ja«, ertönte Farrells Stimme aus dem Lautsprecher, »da hast du völlig recht. Gegen euch beide liegt demnächst ein Haftbefehl wegen Hochverrats vor.« Farrell erschien wieder auf dem Schirm.
»Das ist ein Hammer!« McAllister saß immer noch auf der Couch, aber seine Haltung hatte sich angespannt. »Nein, der Hammer kommt erst noch. Bei den Haftbefehlen lag ein Begleitschreiben bei - unterzeichnet von Präsidentin Nechayev höchstpersönlich. Wenn ihr beide nicht innerhalb kürzester Zeit festgesetzt werden könnt, so wird der Starfleet Secret Service auf euch angesetzt. Und ihr wißt ja: Der Secret Service untersteht der Präsidentin direkt.«
»Jaja, ein weiterer Schachzug auf dem Weg zu ihrer Herrschaft«, kommentierte Lefler die Nachricht grummelnd.
»Hm.« McAllister runzelte die Stirn, als sein Gehirn die schlechten Nachrichten beiseite schob und mit einer Analyse der Situation begann. »So wie's aussieht, scheinen wir der Präsidentin ein echter Dorn im Auge zu sein.«
»Und nicht nur ihr. Ich habe etwa ein Dutzend weiterer Haftbefehle der selben Art abgefangen. Ihr solltet lieber zusehen, daß ihr untertaucht.«
»Und wie sollen wir das anstellen? Wir sind hier auf einem Raumschiff, schon vergessen?« Lefler lehnte sich erwartungsvoll zurück.
»Ich habe dafür gesorgt, daß ein kleiner Frachter an den folgenden Koordinaten auf euch wartet.«
Auf dem Schirm erschienen ein paar Zahlenangaben. Lefler stand auf und betrachtete sie genauer.
»Das sind zwanzig Flugminuten mit Warp vier von hier aus. Aber ich glaube kaum, daß Captain Richards uns dort vorbei bringt und absetzt.«
»An ein Shuttle würde ich 'rankommen«, erklärte McAllister nachdenklich, »aber das würde uns nicht viel nützen: Die Eagle hätte uns im Traktorstrahl, ehe wir auf Warp gehen können.«
»Versucht, diesen kleinen Virus in die Schiffssysteme einzuspeisen. Er wird ein wenig für Durcheinander sorgen, während ihr verschwindet. Wenn ihr Glück habt, wird niemand eure Flucht bemerken. Ich übertrage jetzt den Virus.«
»Wie durcheinander wird die Situation sein?« wollte Lefler wissen.
Farrells Bild auf dem Monitor grinste. »Naja, die Sensoren werden ihren Dienst einstellen, die künstliche Schwerkraft wird aufgehoben, die Hauptenergie fällt aus. Vorher öffnen sich allerdings die Hangartore des Schiffes.«
»Und du meinst, das fällt nicht auf?« McAllister blieb skeptisch.
»Ich denke nicht, denn gleichzeitig öffnen sich ein paar Dutzend anderer Türen.«
»Was soll's, es scheint, daß dies unsere einzige Chance ist. Einen Versuch ist es wert«, entschied Lefler.
Farrell nickte. »Der Frachter wird auf euch warten.«
»Wartet mal«, unterbrach McAllister, »hat einer von euch schon mal daran gedacht, was nach unserem "Rückzug" passiert?« An Leflers Mine erkannte McAllister, daß sein Freund noch nicht daran gedacht hatte. Er sah zu Farrell. »Und was ist mit dir?«
»Naja«, antwortete Farrell, »hier in der Starbase 93 liegt ein Raumschiff der Defiant-Klasse. Es wurde im Kampf mit den Klingonen schwer beschädigt, die Mannschaft ist seit einer Woche von Bord. Ich leite die Instandsetzungsarbeiten, könnte mir also Zutritt zum Schiff verschaffen. Allerdings wird es uns wohl kaum gelingen, es zu dritt aus der Starbase zu fliegen.«
McAllister grübelte. Plötzlich hellte sich seine Mine auf. »Duncan, hast du nicht gesagt, daß du mehrere Haftbefehle abgefangen hättest?«
»Ja, elf Stück, eure beiden nicht mit gerechnet.«
»Was ist, wenn wir die anderen elf Personen über ihre bevorstehende Verhaftung informieren und sie bitten, uns zu helfen?«
»Ich kann es versuchen. Ich wünsche euch viel Glück. Farrell Ende.«
Der Bildschirm erlosch.
Richards saß gerade in seinem Bereitschaftsraum, als die Nachricht hereinkam. Ein Piepen an seinem Desktopviewer kündigte sie an.
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