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Mirror Universe


"Rebellen"

von Mario Scholz

14. Kapitel


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Er wurde in seinen Gedanken unterbrochen, als die Commander plötzlich »Playback beenden!« rief, kurz nachdem Chin seinen ehemaligen Freund, dem er völlig vertraut hatte, nach den Kommunikationsprotokollen gefragt hatte.
»Wir haben keine Zeit, Rat. Sie sehen, sogar Ihre besten Freunde haben die Zeichen der Zeit erkannt. Wieso stellen Sie sich gegen uns? Sagen Sie uns endlich, wo Sie sich mit den Rebellen treffen wollen!«
Withemoore runzelte die Stirn, ehe ihm bewußt wurde, was Carols Frage implizierte. Eine Art Hochgefühl kam ihn ihm auf, und kurze Zeit später schlich sich ein süffisantes Grinsen in sein Gesicht. Er wußte, daß diese Frage alles andere als gut für ihn sein würde, doch er mußte sie einfach stellen, schon alleine um den Gesichtsausdruck dieser Frau vor ihm zu sehen.
»Wozu brauchen Sie meine Antworten denn noch, wenn Sie die Kommunikationsprotokolle haben?«
Carols Gesichtszüge entgleiste, als sie begriff, daß sie einen schweren Fehler begangen hatte, indem sie Withemoore das Video gezeigt hatte. Betont langsam griff sie nach einem Padd, das die ganze Zeit auf einem kleinen Tisch neben Withemoores Stuhl gelegen hatte. Genüßlich betrachtete Sie die Darstellung, ehe sie langsam ihre Hand ausstreckte und einen Button betätigte.
Withemoores Schrei, der folgte, hallte trotz akustischer Dämpfungsfelder durch die geräumten Korridore der Honour... .

Nechayev saß nervös in ihrem Quartier, und sah unentwegt auf das Chronometer. Captain Sloan war jetzt schon geschlagene drei Stunden mit Withemoores Verhör beschäftigt. So langsam mußten sich doch Ergebnisse einstellen....
Nechayev sprang auf, als der Türsummer ertönte, und schritt Richtung Tür, während Carol eintrat.
»Captain, ihr Bericht!« verlangte Nechayev. Diesmal konnte sie auf die Störung eventueller Transmitter verzichten – das Team der Sektion 31 hatte das Quartier in der Zwischenzeit vollständig durchsucht und nichts gefunden.
»Es tut mir leid, Sir«, gab Carol kleinlaut zu, »aber Withemoore ist willensstärker, als ich erwartet hatte. Es war nichts aus ihm herauszubekommen.«
»Was? Carol, das können Sie mir nicht antun! Was haben Sie versucht?«
»Alles, Sir – Schläge, Elektroschocks, direkte Schmerzinduktion. Nichts hat funktioniert. Das einzige Ergebnis war, daß er am Schluß bewußtlos wurde. Vielleicht, wenn ich einen Vulkanier hätte, zwecks Gedankenverschmelzung... aber leider dient keiner in der Sektion 31, und jemanden von diesem Schiff möchte ich nur ungern hineinziehen.«
»Auf keinen Fall!« rief Nechayev. »Irgendwelche anderen Optionen?«
»Nun, Ma‘am, mein Vorschlag wäre, Doktor Bashir hinzuzuziehen. Mit seinen medizinischen Kenntnissen müßte es möglich sein...«
»Das schlagen Sie sich lieber schnell wieder aus dem Kopf, Carol«, unterbrach Nechayev. »Wir können die Honour nicht verlassen, sonst würden wir nicht mehr rechtzeitig bei den Rebellen eintreffen, und wir können Bashir nicht an Bord holen – man würde ihn sofort erkennen. Denken Sie sich gefälligst etwas anderes aus! «
»Ja, Sir«, nickte Carol. »Einen Vorschlag hätte ich noch – aber er erfordert etwas Vorbereitungszeit.«
Nechayev ging zurück zu ihrem Sessel und nahm Platz. »Lassen Sie hören, Captain – ich bin ganz Ohr.«
Carol zog sich einen Stuhl heran und begann zu erläutern.

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