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»Die letzte Gruppe ist bereit zum Beamen, Captain.«
»Ausführen!« befahl Ridley, der noch immer in seinem Stuhl saß. Der Angriff war ein voller Erfolg gewesen. Seine Soldaten hatten auf dem Planeten gründlich aufgeräumt, andererseits noch genügend Überlebende gelassen, die eindeutig bezeugen konnten, von den Klingonen und den Rebellen angegriffen worden zu sein. Nechayev würde zufrieden sein.
Müde rieb sich Ridley die Augen, und entschied, das es an der Zeit war, eine Pause einzulegen. Seine Anwesenheit auf der Brücke war ja nun nicht mehr erforderlich. Er stand auf.
»Commander«, wandte er sich an seinen ersten Offizier, »Sie haben die Brücke. Gehen Sie auf Tarnung und lassen Sie Heimatkurs setzen!«
Withemoore materialisierte in seinem Wohnzimmer und ging direkt zu seiner Hausbar, um sich einen Drink zu genehmigen. Oder auch zwei oder drei, wenn er es recht überlegte.
Er konnte noch immer nicht glauben, was Edwards ihm erzählt hatte. Der Angriff auf Nyos III – doch Nechayevs Leute.
Withemoore wurde übel, als er an die vielen Menschen dachte, die durch Nechayev den Tod gefunden hatten. Schnell goß er sich einen zweiten Wiskey ein und spülte ihn in einem Zug herunter. Wenigstens war noch Zeit, etwas gegen die andere Unglaublichkeit zu unternehmen, von der Edwards ihm berichtet hatte – der Angriff auf Merak II.
Withemoore mußte die Bevölkerung des Planeten irgendwie warnen, das ihnen in wenigen Stunden die Vernichtung drohte.
Aber wie..? Er kannte viele Leute bei der Sternenflotte, noch aus seiner Zeit als aktiver Admiral, auch viele, von denen er wußte, daß sie Nechayev ebenfalls gerne im Gefängnis anstatt im Regierungsgebäude sähen, aber ob sie ihm ohne Beweise glauben würden?
Das hatte auch Edwards eingesehen. Ärgerlicherweise reichte die Zeit nicht mehr für ein Treffen aus, zu weit war die Challenger von Merak II entfernt, als daß sie noch einen Abstecher machen konnten, um Withemoore irgendwelche Unterlagen zu kopieren. Ein Transfer via Subraum kam auch nicht in Frage, das Risiko, daß die Verbindung nach einiger Zeit von Nechayevs Leuten entdeckt worden wäre, war viel zu hoch.
Nein, das mußten sie auf später verschieben. Mit dem inzwischen vierten Drink in der Hand nahm Withemoore in seinem Sessel platz und aktivierte den Nachrichtenkanal. Er spürte nicht einmal, wie er vor Schreck den Inhalt seines Glases über seine Hose verschüttete, als er die Bilder auf dem Schirm sah....
Auf der Brücke der Challenger herrschte betretendes Schweigen, während der neueste FNN-Bericht über den Bildschirm flimmerte:
»Heute Mittag, gegen vierzehn Uhr Erdzeit, griff eine Flotte der Klingonen den Föderationsplaneten Merak II an. Wie es den Klingonen gelang, so tief in Föderationsgebiet einzudringen, hat die Flotte noch nicht offiziell erklärt, Insider vermuten jedoch von einer Beteiligung des Rebellenschiffes Challenger. Erste Berichte gehen von etwa 80.000 Toten und einer zehnfachen Anzahl von Verletzten aus.
Genauere Informationen sind aber noch nicht bekannt, da auf dem Planeten die medizinische Versorgung sowie die Kommunikation völlig zusammengebrochen sind.
Sämtliche umliegenden Föderationswelten haben sofort Hilfstransporte geschickt, welche die schlimme Lage der Überlebenden wenigstens etwas lindern sollen. Für Angehörige der Einwohner von Merak II hat die Sternenflotte eine Sonderhotline eingerichtet, auf der sie ständig die neuesten Meldungen abrufen sowie Erkundigungen über den Verbleib von Verwandten einholen können.
Im Hinblick auf die Beteiligung der Rebellen an diesem Angriff hat Präsidentin Nechayev die Bevölkerung erneut aufgefordert, den gefährlichen Feind von innen zu bekämpfen und entschlossen zusammenzuhalten, um der Bedrohung durch die Klingonen entgegenzuwirken.
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