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The Lost Mission


"Turbulenzen"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Fünf


 « :: Kommentare :: » 

Der Echsenmann nickte trotz seines mürrischen Gesichtsausdrucks. Das Messer glitt mit einem leisen Scharren zurück in die Scheide am Gürtel. Es war ihm nicht eigen, einen Gegner zu schonen.
"Ich habe ein Versprechen einzulösen.", wandte er ein. "Das will ich möglichst bald tun."
Loomis wunderte sich, daß Shaaryia von seiner Rettung so wenig beeindruckt war. Er schien nicht einmal sehr erleichtert zu sein. Ein Blick auf den verdutzten Eriksson verriet ihm, daß er nicht der Einzige war, der nichts verstand.
Shaaryia wandte sich nun an die beiden. "Nehmen sie den Meuterer fest, Eriksson. Ich danke ihnen für ihr Eingreifen. Lassen Sie mich bitte einen Augenblick allein. Wir sprechen später miteinander."
Krag wurde abgeführt und auch Ob‘ch wollte das zerstörte Pilotenquartier verlassen, doch Shaayria wünschte alleine mit ihm zu sprechen.
"Wenn Ihr wollt, daß ich bleibe, tue ich Euch den Gefallen."
Shaaryia war zufrieden. Er hatte schon zunächst gefürchtet, Ob‘ch getadelt zu haben. Doch auch der Temerite schien recht gelassen zu bleiben. "Es wäre nicht notwendig gewesen, Krag zu töten. Er stellte keine Gefahr mehr dar."
Ob‘ch nickte erneut. "Ihr habt Recht, der Zeitpunkt war nicht geeignet. Krag war bereits besiegt. Doch ich suche mir selbst aus, wann ich meine Schuld bei Euch begleiche."
Der Halbromulaner nickte und setzte sich noch einmal auf das Sofa, als Ob‘ch das Quartier verlassen hatte. Hier wäre er ohne das Eingreifen des Temeriten gestorben. Allerdings vergaß er auch Loomis und Eriksson nicht, die maßgeblich an der Rettungsaktion beteiligt waren. Die Crew und er schienen wirklich zusammenzuwachsen. Shaaryia schmunzelte leicht. Er ertappte sich bei dem Gefühl sich in Anwesenheit des Temeriten sicherer zu fühlen, als er es bisher erwartet hatte, und diese Sicherheit wurde ihm langsam zur Gewohnheit. Vielleicht gelang ihm ja doch mal etwas selbst, und er konnte Ob‘ch länger bei sich behalten. Jedenfalls wollte er sich dieses Gefühl der Sicherheit nicht sofort anmerken lassen. Das hatte er bereits von Ob‘ch gelernt.
Das Licht im Quartier fiel einen Moment aus und hüllte Shaaryia in Dunkelheit. Dann flackerte es erneut auf und stabilisierte sich. Die Friendship entkam langsam aus dem Energiewirbel und ließ die Turbulenzen hinter sich.

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