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The Lost Mission


"Turbulenzen"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Fünf


 « :: Kommentare :: » 

Die ganze Situation war dem Vulkanier äußerst unangenehm. Er hätte die Gegenmeuterei einfach als eine dieser irrationalen, von zu viel Emotionalität ausgelösten Aktionen einordnen und hinnehmen können, ohne allzuviel darüber nachzudenken. Wer verstand schon, zu was sich Menschen und andere von Gefühlen geleitete Spezies hinreißen ließen? Aber Simsk hatte gesehen, daß sich auch Vulkanier unter den Gegenmeuteren befanden. Mit welcher Begründung hatten sie sich Brody angeschlossen? Waren sie nur im Maschinenraum, weil sie nicht in ihren Zellen hatten bleiben wollen? Oder steckte mehr dahinter? Folgten sie ihrer eigenen Logik, die ihnen sagte, sie seien im Recht? Die gleiche Logik, die sie auch dazu gebracht hatte, sich inhaftieren zu lassen? Nahmen sie sich dabei einfach nur ein Beispiel an der ranghöchsten Vulkanierin innerhalb der Alpha-Allianz, Admiral Malik? Oder waren sie bloß zu dem gleichen Schluß gelangt wie James Brody, daß mit dessen Aktion die regulären, die "logischen" Verhältnisse an Bord des Schiffes wiederhergestellt werden konnten? Immer mehr Fragen kamen dem Zweiten Offizier der Friendship in den Sinn.
Er nahm sich vor, sich in einer ruhigen Stunde dem Meditieren über dieser Fragen zu widmen. So könnte er zu interessanten Erkenntnissen gelangen, die ihm Aufschluß über die Komplexität der Beweggründe emotional motivierten Handelns liefern mochten. Nun aber schob er diese Gedanken beiseite und widmete sich wieder voll den Computersystemen. Er hatte erkannt, daß die aufgeworfenen Fragen ihn doch zu sehr von seiner Arbeit ablenkten.

Martin Loomis, Jörn Eriksson und der Temerite Ob’ch waren ein gutes Stück vorangekommen. Immer wieder scannte der junge Mensch schwedischer Abstammung nach Lebenszeichen unter- und oberhalb der Röhren, jedoch ohne direkten Erfolg, was ihn jedoch keineswegs zu entmutigen schien.
"Sehen Sie, ich kann keine Lebenszeichen orten. Das bedeutet, wir sind in einem der versiegelten Schiffsteile angelangt, wo die Inteferenzen schon sehr stark sind. Jetzt müssen wir uns nur noch für den richtigen Ausgang entscheiden." Der Lieutenant strahlte beinahe ein wenig.
Doch Martin sah dafür keinerlei Veranlassung. "Was heißt denn hier ‚nur noch‘?? Wir sind vielleicht noch gar nicht in der Nähe des Captains. Vielleicht sind wir sogar gänzlich falsch. Soweit ich weiß, gibt es eine Vielzahl von versiegelten Schiffsteilen nach den letzten Angriffen. Warum Sie also jetzt schon unseren Erfolg feiern, verstehe ich nicht ganz!?"

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