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The Lost Mission


"Turbulenzen"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Vier


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Während den nächsten Stunden
"Hören Sie, Edrem!" Alex Mitchells Stimme klang eindringlich. "Wir haben uns jetzt lange genug überlegt, wer Turveks Stelle als Bezugsperson für Cardassianer übernehmen könnte. Und immer wieder kommen wir auf Ihren Namen!"
"Wieso glauben Sie eigentlich, daß Sie ein Mitspracherecht in dieser Diskussion haben?" Der Cardassianer klang gereizt. Was ja auch kein Wunder war, hatte er sich doch in der letzten halben Stunde immer wieder gegen die Bitten Adrun Macets und Ivina Leneks wehren müssen, diese Funktion einzunehmen.
Alex Mitchell seufzte tief auf. "Mr. Kohm, ich maße mir das ja gar nicht an! Auch Adrun und Ivina sind doch der Meinung, daß Sie der Richtige wären! Und ich denke das auch."
"Nur, daß Sie kein Cardassianer sind... Und, bitte verzeihen Sie, Adrun, Ivina, wenn ich das sage..." Kohm blickte zu den beiden Cardassianerinnen, die ihn immer noch bittend ansahen. "Aber Sie sind, glaube ich, auch nicht die Richtigen, die darüber zu befinden haben. Es gibt noch so viele andere Cardassianer hier an Bord, die a) für diese Funktion in Frage kommen würden und b) ein Wörtchen mitzureden haben! Sehen Sie das nicht ein?!"
Der Crewman verteidigte sich: "Ich sage ja gar nicht, daß wir das hier und jetzt schon entscheiden können oder müssen! Ich frage doch nur, ob Sie grundsätzlich dazu bereit sind?"
Bron Deril mischte sich ebenfalls wieder in das Gespräch ein. "Ivina, Sie sehen doch – es hat keinen Zweck. Er hat jetzt schon mindestens dreimal "Nein" gesagt. Er will eben nicht."
"Danke, Mr. Bron, daß Sie mir das Wort aus dem Mund nehmen." Der Computerspezialist klang sarkastisch. "Aber ich bin durchaus selbst in der Lage, meine Meinung zu vertreten!"
"Ist ja schon gut! Ich wollte ja bloß diese elende Diskussion endlich beenden!"
Mitchell wußte, daß sich der Cardassianer bedrängt fühlte und sich aus diesem Grund nur noch mehr sträubte. Sie sah Bron Deril an. Der Ensign verstand und ließ von Kohm ab. Daraufhin sagte Alex begütigend: "Mr. Kohm, bitte, wir wollen Sie nicht unter Druck setzen." Sie sah die beiden cardassianischen Frauen bedeutungsvoll an, die schnell nickten. "Aber – gesetzt dem Fall, wir können diese Farce von einer Gegenmeuterei beenden –," nun grinste sie diabolisch, "würden Sie denn dann noch einmal über diesen Vorschlag nachdenken?"
Kohm seufzte. Er hatte wirklich keine Lust, sich als Counselor für Cardassianer zu betätigen. Er war der Meinung, daß seine jetzige Arbeit ihm schon genug abverlangte. Aber er fühlte sich auch von den eindringlichen Bitten, sich zur Verfügung zu stellen, geschmeichelt. Und – eines fernen Tages – waren die technischen Probleme der Friendship vielleicht auch so weit behoben, daß er und die anderen Angehörigen der technischen Abteilung des Schiffes doch wieder ein wenig zur Ruhe kamen. Er hob ergeben die Hände. "Also gut, also gut; ich werde es mir überlegen." Als er die triumphierenden Mienen in der Runde sah, fügte er jedoch hinzu: "Aber falls es schließlich wirklich ich bin, der diese Aufgabe übernimmt, erwarte ich von Ihnen, Adrun, und Ihnen, Ivina, Hilfe – hier im Maschinenraum und auch in dem anderen "Job", falls das nötig werden sollte! Und Sie, Chief, werden das berücksichtigen müssen!"
Ein wenig ernüchtert, aber noch immer erleichtert, daß es ihnen gelungen war, Kohm breitzuschlagen, versprachen die drei Frauen dies.
"Gut, dann wäre das ja erst mal geklärt." Alex Mitchell sah unauffällig zum Eingang, um zu schauen, ob die Wache wieder zurückgekehrt war.

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