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The Lost Mission


"Turbulenzen"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Zwei


 « :: Kommentare :: » 

Alex wollte etwas sagen, sah jedoch ein, daß es keinen Zweck hatte. Brody legte ein triumphierendes Lächeln auf sein Gesicht. "Da wir nun den Maschinenraum besetzt haben, fehlt eigentlich nur noch die Brücke zur Kontrolle des Schiffs. Ich würde es begrüßen, wenn Sie mir eine Verbindung zur Brücke herstellen, Lieutenant!"
"Das werde ich nicht tun!", warf Alex ein. "Das Schiff ist schon genug Turbulenzen ausgesetzt. Wenn Sie unsere Arbeit behindern, kommen wir alle vielleicht nicht mehr aus diesem Energiewirbel heraus."
Ihre Worte schienen Brody nicht sonderlich zu beeindrucken. "Wie Sie meinen, Miss Mitchell. Aber das ist ihre Meinung." Er blickte Adrun Macet an, die sich ebenfalls weigerte. "Bleiben Sie von mir aus ignorant. Ich werde unser Ziel schon erreichen. Notfalls mit Gewalt."
"Das ist gegen ihre sogenannten Prinzipien der Allianz!", protestierte Alex.
"Und es wird nicht nötig sein!", meldete sich Dee‘Mosta zu Wort. "Ich stelle die Verbindung her."
Alex glaubte diesen Worten nicht zu trauen. "Bist du verrückt geworden? Laß dich von denen doch nicht einschüchtern."
"Ich fürchte, Sie haben mich doch nicht ernst genug genommen, Chief.", erwiderte die Sauranerin kühl.
Brody grinste. "Wie Sie sehen, Lieutenant Mitchell, gibt es noch Leute, auf die man sich verlassen kann."
"Verräterin.", sagte Alex tonlos, aber mit einem zornigen Funkeln in den Augen.
"Für Sie habe ich noch eine Lehrstunde parat, Lieutenant. Bleiben Sie hier und hören Sie mir zu. Vielleicht akzeptieren Sie dann ihre Verfehlung." Brody gab zwei seiner Gefolgsleute ein Zeichen. "Seht zu, daß ihr die anderen irgendwo unterbringt. Sie sollen wissen, wie es ist, eingesperrt zu sein. Und nehmt Macet auch gleich mit. Scheinbar legen diese Narren keinen Wert auf Kooperation." Einer der Gegenmeuterer drückte die Cardassianerin mit dem Phasergewehr nieder. Inzwischen hatte Dee‘Mosta den Kontakt zur Brücke hergestellt. "Immerhin haben Sie sich für die richtige Seite entschieden." Brody lächelte der saurianischen Frau vielsagend zu. Dann trat er näher an den Bildschirm heran und seine Stimme wurde laut und deutlich auf die Brücke übertragen.
"Hier spricht Lieutenant Commander James Brody mit einer Meldung an die Brücke und insbesondere an Captain Hagro Shaaryia. Ich setze Sie in Kenntniss, daß ich und meine Leute den Maschinenraum unter unsere Kontrolle gebracht haben, und sich die diensthabenden Ingenieure in unserer Gewalt befinden. Hiermit kehren wieder normale Verhältnisse auf der Friendship ein. Captain Shaaryia wird seines Amtes enthoben. Allen Besatzungsmitgliedern, die sich freiwillig meiner Aufforderung anschließen, gewähre ich Sicherheit bis wir den Energiewirbel passiert haben. Bedenken Sie bei ihren möglichen Gegenmaßnahmen bitte auch das Leben der Geiseln. Ich denke aber nicht, daß es soweit kommen muß. Jedoch ich sehe es als unumgänglich an, daß die Allianz-Statuten wiederhergestellt werden, notfalls auch mit Gewalt. Ebenso von Bedeutung ist die Rückkehr zur alten Hierarchie des Schiffes."
Alex empfand Brodys Rede nicht als dramatisch, sondern eher als abstoßend. Für sie klang Brody wie ein Paragraphenreiter, der von allen bedingungslosen Gehorsam für irgendwelche Prinzipien und Statuten forderte, gleich wie sie sinnig diese auchs ein mochten.
Brody selbst hingegen war die Genugtuung anzumerken, endlich sein Ziel erreicht zu haben.

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