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Der vulkanische Arzt Masuuk gab ungerührt zurück: "Ich stimme Ihnen in dem Punkt zu, Mr. Aranxes, daß Captain Shaaryia die Sicherheitsmaßnahmen zu unserem Schutz offenbar vernachlässigt hat. Aber es ist unproduktiv, sich aus diesem Grund emotionalen Debatten zu widmen, die ja doch nichts an den Tatsachen ändern können."
Der ehemalige Sicherheitschef Lt. Commander Brody fuhr leicht verächtlich dazwischen: "Ich glaube, Shaaryia war noch nicht einmal so sehr gegen diesen Mörder, sonst hätte er uns besser geschützt..." Er wollte weiter sprechen, als einer der Wachposten, der direkt neben den Zellen Stellung bezogen hatte, ihn unterbrach.
"Das sehe ich auch so.", rutschte es dem Galamiten Hesdeel heraus, bevor er erschrocken die Hand vor den Mund hielt.
Die Inhaftierten blicken ihn alle überrascht an, und der junge cardassianische Ensign Tovet, der am Schreibtisch der Sicherheitsabteilung saß, sah erschrocken zu seinem Kollegen hinüber, traute sich aber offenbar nicht, etwas zu sagen.
Brody und der Klingone Krag blickten den Galamiten lange an und wechselten dann einen intensiven Blick miteinander.
Der ehemalige Sicherheitschef tat, als hätte er den Zwischenruf des Wachpostens nicht weiter beachtet und fuhr vernehmlich fort: "Vielleicht war Shaaryia sogar ganz froh darum, daß einige unliebsame Stimmen verstummt sind. Und womöglich hofft er, daß es noch nicht zu Ende ist. Schließlich ist noch ein Crewmitglied tot und angeblich wurde dieses nicht von Turvek ermordet."
Ein Tellarite aus der Exo-Botanik meinte: "Möglicherweise ist Shaaryia ja sogar darin verwickelt. Ich traue ihm jedenfalls nicht über den Weg. Der hat immer so harmlos getan, von wegen einfacher Frachter-Kapitän, und dann fängt er eine Meuterei an, bricht den Waffenstillstand mit dem Dominion und haut danach einfach in den Gamma-Quadranten ab, um seiner gerechten Strafe zu entgehen."
"Glauben Sie, daß Shaaryia so ehrlos ist, daß er die Morde billigend in Kauf nahm oder sogar unterstützte?", wollte Krag, Chef der Prätorianergarde Maliks, wissen. "Wenn das der Fall sein sollte, werden sich bestimmt recht bald alle seiner Gefolgsleute gegen ihn stellen."
"Krag, Shaaryias Verhalten mag in Ihren Augen vielleicht ehrlos sein", gab Brody zurück, "aber das nützt uns doch nichts, denn die anderen tun ja nichts dagegen, wie Sie sehen." Er sah mit funkelnden Augen zu dem cardassianischen Sicherheitsposten, der weiterhin stumm am Schreibtisch saß, nun aber seinen ehemaligen Vorgesetzten mit großen Augen ansah.
Der junge Ensign namens Tovet fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut. Offenbar gab es da einiges in der Diskussion, dem auch er innerlich zustimmte. Nun fühlte er sich von Brody beinahe direkt angesprochen. "Was haben Sie gesagt, Lt. Commander?" Er wollte wissen, ob wirklich eine versteckte Aufforderung in Brodys Worten mitgeklungen hatte.
"Ich sagte", antwortete James Brody mit Nachdruck, "daß sich der jetzige Kommandant der Friendship nur so lange auf seinem Posten halten kann, wie er von Besatzungsmitgliedern unterstützt wird, die sich wie er gegen die Direktiven und alle Regeln und Statuten der Allianz stellen."
Wieder flogen Blicke hin und her zwischen Inhaftierten und Bewachern. Aber niemand sprach ein Wort.
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