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Persönliches Logbuch des Ersten Offiziers Martin Loomis, Standardzeit 090518: 1920:
Captain Shaaryia und ein Außenteam werden in einer knappen halben Stunde von einer Außenmission zurückkehren, die unsere Versorgungslage an Bord deutlich verbessern soll. Entgegen meinen ausdrücklichen Willen hat der Captain entschieden, dass nicht ich als Erster Offizier dieses Schiffes, sondern er persönlich diese Mission durchführen möchte. Ich hatte kein gutes Gefühle dabei, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die ersten beiden Außenmissionen von Offizieren bisher mit großen Problemen verbunden waren. Aber mein Verhältnis zu Captain Shaaryia hat sich seit den Ereignissen auf der Heimatwelt von Ob`ch nur geringfügig verbessert. Nach wie vor teile ich seine Einschätzung über die Loyalität des Echserichs nicht und auch die Kritik an meinem Führungsstil jüngeren Offizieren gegenüber kann ich nicht nachvollziehen.
Dennoch habe ich mir vorgenommen, mit ihm über diese Punkte in den nächsten Stunden ein klärendes Gespräch zu führen, denn ich sehe keine Alternative als die Zusammenarbeit mit ihm.
Martin Loomis betrat den Haupt-Shuttle-Hangar und erblickte neben den beiden diensthabenden Technikern auch den Kommandanten des Kampfshuttle-Geschwaders bzw. der Reste, die davon mittlerweile noch übrig waren: Esten Noblis nickte jovial und trat auf den Ersten Offizier zu.
"Sieht ja mal zur Abwechslung so aus, als ob eine Reise nach draußen ohne die riesigen Probleme der letzten beide Male von statten gegangen ist." Der Flieger-Captain grinste leicht spöttisch.
"Ja, in der Tat.", antwortete Loomis knapp, der im Augenblick keinen gesteigerten Wert auf eine Konversation mit dem Group-Captain legte.
"Sir! Das Shuttle setzt zur Landung an!", meldete sich der andorianische Wartungstechniker von der Kontrollstation.
Loomis nickte und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
Langsam glitt das Shuttle FS-107 in den Hangar und deaktivierte die Maschinen. Die Tür glitt auf und zwei Logistikoffiziere betraten, schwerbepackt mit Kisten und mehreren Taschen behangen, den Boden der Friendship. Ihnen folgte Commander Simsk, der ebenfalls beladen, zu Martin vortrat und ihm ein Padd reichte.
"Commander!" Er nickte zur Begrüßung dezent. "Ich habe bereits einen Bericht zu dieser Mission angefertigt. Es gab keine größeren Schwierigkeiten. Wir hatten keinen Kontakt zu Schiffen des Dominion oder der Kopfjäger. Auch die Versorgungslage wird eine Verbesserung erfahren." Der Vulkanier erblickte Noblis und hob eine Augenbraue. "Es ist von Vorteil Sie hier anzutreffen, Group-Captain. Der Captain hat bereits geäußert, dass unter dem Schutz Ihrer Schiffe ein weiteres umfangreicheres Außenteam der Logistik für einen längeren Zeitraum die beiden Planeten unserer kurzen Reise besuchen soll. Dort sind noch mehr Ressourcen, die wir nutzen können. Der Captain möchte aber kein Shuttle mehr einer unvorhersehbaren Gefahr ausliefern. Machen Sie Ihre Männer sobald als möglich startklar."
"Aber sicher doch, sofort! Eine vernünftige Idee...", antwortete Noblis, wobei nicht ersichtlich war, ob er die Vorsichtsmaßnahmen Shaaryias meinte oder aber die Tatsache, dass er und seine Flieger endlich wieder eine Aufgabe zu verrichten hatten. Er machte auf dem Absatz kehrt und verließ den Hangar in Richtung der Pilotenunterkünfte.
Auch Simsk und weitere Offiziere, die aus dem Shuttle gestiegen waren, verließen mit den Proviantkisten und den zahlreichen anderen Behältern und Taschen den Hangar.
Loomis hingegen ging auf das Shuttle zu, aus dem nun auch der Captain und zwei Sicherheitsoffiziere sowie Ensign Willem hervortraten.
"Ah, Nummer Eins. Was machen Sie denn hier unten?", begrüßte Shaaryia seinen Stellvertreter. Er sah erschöpft aus.
"Sir, ich wollte mich nur persönlich von dem Erfolg Ihrer Mission überzeugen, Sir! Commander Wheema hat im Augenblick die Brücke." Er betrachtete seinen Captain, dessen Gesicht eingefallen wirkte und dessen Augen rot-entzündet zu ihm blickten. "Sir, geht es Ihnen nicht gut?" Mit einer knappen Handbewegung winkte er Willem herbei, der den Captain stützen wollte, doch dieser wehrte ab.
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