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The Lost Mission


"Die Ehre des Kopfjägers"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Drei


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Etwa eine Stunde später
"Solange der Gelbe Alarm besteht, bleiben zwei Teams immer in Notfallbereitschaft, Mr. Benakka. Man weiß schließlich nicht, mit welchen Verletzungen unsere Leute zu rechnen haben, sollten wir auf der Suche nach Counselor Wheema in Kämpfe mit diesen Freunden von Mr. Ob’ch geraten. Sie werden die Zusammenstellung der Teams vornehmen, ich verlasse mich auf Sie, Lieutenant!" Dr. Green nickte kurz und der hünenhafte Mann salutierte beflissen.
"Sie können sich auf mich verlassen, Doktor!" Er nahm ein Padd aus den Händen des Arztes und verließ die Krankenstation, wobei er fast mit einer Bajoranerin zusammengestoßen wäre: Benizaa Larys hatte einen Anschlag vor, so mußte man es nennen. Sie wollte in der Reihe ihrer Befragungen nun mit dem Doktor der Friendship sprechen. Und sie fürchtete fast, daß auch dieses Gespräch wie ihre bisherigen Unterhaltungen mit dem Chief und Lieutenant Eriksson eher kurz und knapp ausfallen würde, was aber nicht bedeuten mußte, daß es nicht ergiebig sein konnte. Nur war Dr. Green einer der Menschen, der sein Herz zwar auf der Zunge trug, zugleich aber auch sehr schnell eingeschnappt zu sein vermochte, wenn man ihm in einer bestimmten Art und Weise zu nahe trat. So hatte sich die Journalistin und mittlerweile Ersatzcounselor auch zu einer schnellen Eroberung entschlossen. Dr. Green sollte gar nicht lange Zeit haben, um zu reagieren, er sollte nur antworten.
"Dr. Green! Gut, daß ich Sie antreffe, Sie müssen mir helfen!" Mit bestimmenden Ton näherte sich Larys dem Hauptbehandlungsraum, in dem der Chefarzt gerade an seine Assistenten einige Aufgaben delegierte. Er sah ganz offensichtlich etwas erschöpft aus.
"Miss Benizaa! Sie habe ich ja wirklich noch nicht oft hier gesehen. Haben Sie ein medizinisches Problem? Andere Auskünfte kann ich Ihnen im Augenblick nicht geben, wenn Sie verstehen..." Er senkte den Blick auf ein Padd, daß ihm ein Bolianer reichte.
Larys fühlte sich tatsächlich etwas ertappt. Schien Green zu ahnen, daß sie eigentlich keine medizinische Hilfe brauchte? Es war an der Zeit ihren Trumpf auszuspielen. "Ich hatte die letzten Nächte arge Schlafprobleme. Ich wache bestimmt ein- bis zweimal auf. Es ist einfach furchtbar.", log sie.
"Sie auch?" Thomas Green schien plötzlich sehr interessiert zu sein, sich mit der Bajoranerin näher zu unterhalten. "Mir geht es genauso. Seit diesen Turbulenzen komme ich auch kaum noch zur Ruhe. Ich dachte, ich wäre der einzige mit solch profanen Problemen. Mir ist heiß und kalt und der Computer sagt mir, Chief Mitchell übrigens auch, daß die Temperaturregler in Ordnung seien. Empfinden Sie es nicht auch manchmal als zu warm in den Quartieren und auf den Fluren dann zu kalt?" Green wies Larys bei diesen Worten den Weg in sein Büro und ließ sie Platz nehmen. Benizaas Plan hatte funktioniert.
"Ich weiß nicht genau, in meinem Quartier habe ich noch nichts feststellen können.", bemerkte sie und stellte aber sogleich fest, daß es bisweilen in den letzten Tagen doch merklich wärmer in allen Räumen geworden war. Nun, vielleicht ein Verdienst der Schiffstechniker, über den man sich glücklich schätzen sollte und nicht beschweren.
"Ich denke, ich werden Ihnen ein besonderes Bolianisches Tonic Water verschreiben, also was heißt ‚verschreiben‘. Sie müssen es in einer bestimmten Mixtur aus dem Replikator bestellen. Versorgungsengpaß hin oder her, sollte es Schwierigkeiten geben mit der Logistik, sagen Sie, es ist eine medizinische Anweisung des Chefarztes!" Er räusperte sich so, als ob er sich auf das verärgerte Gesicht von Nectorus freuen würde.
"Danke, Doktor! Das ist bestimmt hilfreich für mich. Ich glaube, es ist einfach diese ganze Lage hier an Bord. Und jetzt sind auch noch Enola...Counselor Wheema und Mr. Ob’ch verschwunden. Das alles strengt auch mich an, ich meine, niemand hat mit solch einem Missionsverlauf gerechnet. Sie doch auch nicht, Commander?" Innerlich hätte Larys am liebsten einen Jubelschrei losgelassen, denn der Doktor antworte ihr fast sofort. Es war einfacher gelaufen, als sie es sich gedacht hatte.

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