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Thomas Green, der sich, unausgeschlafen wie er als Morgenmuffel noch war, bisher aus der Diskussion herausgehalten hatte, verzog nun gequält das Gesicht. "Commander, ich will Ihren Optimismus ja nur ungern dämpfen, aber ich denke, daß wir uns in unserer Situation nicht auf unser Glück verlassen sollten. Die Chance, in diesem Teil des Weltalls auf uns wohlgesinnte Personen zu treffen, schätze ich doch eher gering ein. Wir sollten besser unnötige Aufenthalte und Umwege vermeiden."
"Was heißt denn hier "unnötig"?", hielt Loomis dem Doktor entgegnen. "Wir hätten doch gute Gründe dafür!"
"Ich denke, daß die Vorschläge von Commander Simsk und Commander Loomis durchaus einiges für sich haben.", widersprach auch Hagro Shaaryia dem Doktor. "Unsere Aufgabe sollte es doch auch sein, unseren Wissenshorizont zu erweitern und neue Erkenntnisse zu gewinnen, nicht wahr?" Bei diesen Worten kam er sich wie ein naiver Kadett im ersten Semester vor. "Außerdem,", er grinste, "da wir sowieso nicht wissen, wo wir hinfliegen, ist es doch zumindest besser, auf dem Weg dorthin nicht zu verhungern."
"...oder auf einmal ohne Energie dazustehen, wenn das Dominion auftaucht...", ergänzte Mitchell wieder.
"Wir müssen aber in der Lage sein, die gesammelten Vorräte entsprechend zu lagern und zuzubereiten. Und das ist bestimmt ziemlich zeitaufwendig. Außerdem müßten wir auch wissen, welche Pflanzen eßbar sind und welche nicht.", gab Enola Wheema zu bedenken.
"Selber kochen? Oh je!" Jörn Eriksson schnitt eine Grimasse. "Das ist ja wie auf der Voyager!"
"Und wer übernimmt die Rolle von Neelix?", nahm Martin Loomis den Faden auf.
"Das fällt doch sicher in Ihren Zuständigkeitsbereich, Nectorus?" Shaaryia blickte den Andorianer erwartungsvoll an.
Doch der Angesprochene hob abwehrend die Hände. Seine Fühler streckten sich starr nach oben, als er den Kopf schüttelte und kategorisch klarstellte: "Ooooh nein! Nicht ich! Ich habe genug zu tun! Suchen Sie sich jemand anderen!"
Der Captain sah den Andorianer mit gerunzelter Stirn an, erstaunt über dessen heftige Reaktion. Der Logistiker schüttelte jedoch noch einmal bekräftigend den Kopf, so daß der Halbromulaner nachgab. "Nun gut," er fuhr sich zum wiederholten Mal an diesem Morgen durch das wirre Haar, "ich überlege mir was." Er wandte sich zu Ob’ch um. "Was ist mit Ihnen, Ob’ch? Sie haben ja noch gar nichts gesagt!?"
"Ich wollte warten, bis Eure Unterredung vorbei ist, Varex.", tat dieser die bisherige Diskussion der Offiziere ab. Der Temerite erhob sich ruckartig aus seiner Ecke hinter dem Platz des Captains, wo er für gewöhnlich zu warten pflegte, bis man ihn direkt ansprach. "Einige hundert Parsecs von hier lebt ein Clan der Temeriten. Einige Mitglieder sind meine Kay‘ur."
"Ihre was?", entfuhr es Eriksson.
Der Homide suchte nach einem Begriff, den die Offiziere verstehen könnten. "Freunde. Gefährten." So ganz zufrieden schien er nicht zu sein. "Kay‘ur bedeuten einander viel mehr. Wir sind durch viele gemeinsame Jagden verbunden." Er blickte den Captain an, um zu sehen, ob diesem die Erklärung ausreichte.
Hagro Shaaryia verspürte in der Tat keine allzu große Lust auf weitere Details, daher nickte er rasch. "Das trifft sich ja sehr gut. Meinen Sie, Ihre... Kollegen würden uns helfen? Mit Vorräten und so?"
Lieutenant Erikssons Gesicht hellte sich auf, als Ob’ch nickte. Begeistert rief er: "Die haben bestimmt was zu essen für uns!"
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