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"Den nächsten Punkt auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung trägt Chief Nectorus vor. Bitte, Chief!" Captain Hagro Shaaryia wandte sich einladend an den Andorianer und unterdrückte heimlich ein Gähnen. Es war noch früh am Morgen, und er hatte in der vergangenen Nacht, so wie häufig in der letzten Zeit, nur wenig geschlafen.
Der oberste Logistikoffizier der Friendship brachte sich in Positur. "Ich muß erneut darauf hinweisen, daß die Versorgungslage an Bord mehr als angespannt ist. Der Verbrauch kann bisher nicht durch unsere Zwischenstops zum Auffüllen unserer Vorräte ausgeglichen werden. Wir müssen einfach noch mehr einsparen. Aber ich wüßte nicht, wie. Und da liegt unser Problem, Sirs" Er blickte finster in die Runde.
Nach einem kurzen Moment ergänzte Chefingenieurin Alexandra Mitchell: "Es hat sich außerdem im Nachhinein ergeben, daß wir diesen elenden Energiewirbel doch besser umflogen hätten, statt hindurchzufliegen. Es hat uns einfach zuviel Energie gekostet und zudem noch mehr Schäden verursacht."
‚– Mal ganz abgesehen von einer glücklicherweise letztlich fehlgeschlagenen Meuterei...‘, fügten wohl die meisten Anwesenden in Gedanken hinzu.
"Es nützt uns aber auch nichts mehr, daß Sie uns das jetzt sagen,", bemerkte Commander Loomis spitz, woraufhin ihn Alex wütend anfunkelte.
Bevor sie jedoch entsprechend kontern konnte, blickte Shaaryia seufzend in die Runde. "Irgendwelche Vorschläge?"
Nachdenkliches Schweigen folgte, nur Nectorus erwiderte gereizt: "Ja, meinen Sie etwa, ich würde auf der faulen Haut liegen? Wenn ich eine Lösung hätte, wäre das Problem längst aus der Welt! Mr. Turvek hat es durch seine unkonventionellen "Sparmaßnahmen" eben nur aufgeschoben!"
"Nectorus!" Ein empörter und entgeisterter Aufschrei hallte durch den Konferenzraum.
"Nectorus! Unterlassen Sie gefälligst derartige Bemerkungen, wenn Sie sich keinen Ärger einhandeln wollen!", wies der Captain ihn scharf zurecht.
Den Andorianer ließ der Tadel und die Warnung des Captains jedoch erkennbar kalt, trotzdem setzte er vorsichtshalber eine zerknirschte Miene auf und zog die Fühler ein, um wenigstens den Anschein von Reue zu erwecken.
Commander Simsk ergriff das Wort. "In unserer Situation ist es vonnöten, den Konsum in größerem Maße als bisher zu reduzieren. Ich schlage vor, die vorhandenen Ressourcen strengstens zu rationieren. In Anbetracht des relativ hohen Energieverbrauchs gehört dazu beispielsweise eine radikale Einschränkung der Benutzung der Lebensmittelreplikatoren. Zusätzlich ist eine Änderung unserer bisherigen Verfahrensweise in bezug auf unsere Reise zu erwägen. Wir sollten nicht länger nur auf Planeten Vorräte sammeln, an denen uns unsere Route zufällig vorbeiführt; vielmehr sollten wir potentiell dazu geeignete Planeten gezielt anfliegen, selbst wenn wir dafür größere Umwege in Kauf nehmen müssen. Hier könnten Mr. Ob’chs Kenntnisse," er nickte dem hinter Shaaryia stehenden Temeriten zu, "von großem Nutzen sein."
Den Captain stimmte Simsks Vorschlag nachdenklich und er rieb sich die Stirn. Der Gedanke, von einer direkten Route abzuweichen, behagte ihm nicht sonderlich. Aber erstens brauchten sie die Vorräte, und zweitens hatte die Friendship ja schließlich kein direktes Ziel, das sie ansteuern konnte. Es ging unter anderem eben nur darum, den Verfolgern des Dominion auszuweichen. Und von denen hatten sie lange nichts mehr gesehen.
Offenbar hatte Loomis einen ähnlichen Gedankengang verfolgt. "Ich halte es sowieso für zweckdienlicher, uns möglichst gut umzusehen. Wer weiß, was wir finden können. Zumindest Informationen über diesen Quadranten, und wenn wir Glück haben, sogar Freunde und Verbündete!"
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