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Lieutenant Turvek blickte von seinem Schreibtisch auf und sprang sogleich auf, als er den Captain sah. "Sir, ist es wahr..."
Noch bevor er fortfahren konnte, unterbrach ihn Shaaryia. "Turvek, seit wann sind Sie denn so gerüchtesüchtig." Er setzte ein maskenhaftes Lächeln auf, hinter dem seine Unsicherheit verschwand. "Nichts für ungut," er klopfte dem Cardassianer auf die Schulter, "ich nehme an, Sie beziehen sich auf den eben entstandenen Kontakt zu Admiral Frankeena. Ja, es ist wahr, mein lieber Lieutenant, es ist wahr." Shaaryia lächelte Turvek an und ließ den verdutzten Sicherheitschef dann stehen, um Admiral Maliks Zelle zu betreten.
Die Vulkanierin saß auf der Pritsche und sah Shaaryia interessiert an. Der Captain setzte sich stumm neben sie und betrachtete sie nachdenklich. Erst jetzt nahm er Maliks schwarze Augen wahr. Unergründlich tief schienen ihm die Seele und der Geist, die sich hinter ihnen verbargen. Zum ersten Mal fiel ihm auch noch etwas anderes auf: Weisheit... Maliks Augen betrachteten ihre Umgebung mit einer unendlich scheinenden Weisheit. Shaaryia senkte den Blick, vielleicht hätte er ihr doch vertrauen sollen, vielleicht... Der Captain schüttelte lächelnd den Kopf, jetzt war es zu spät. Weiterhin den Blick auf den Boden der Arrestzelle gerichtet, sprach er endlich. "Tja, Admiral, sieht so aus, als hätten Sie gewonnen!"
Malik hob eine Augenbraue. "Ich verstehe Sie nicht, Captain."
"Wir wurden soeben von Admiral Frankeena kontaktiert."
"Admiral Frankeena?!" Malik schien ehrlich überrascht.
"Ja, sie befindet sich auf einem der Schiffe des Dominion. Es sieht so aus, als wurde der Frieden ohne uns geschlossen." Shaaryia hob den Blick und sah Malik an. Er hatte erwartet ihrem Gesicht etwas wie Genugtuung entnehmen zu können, doch statt dessen wirkte die Vulkanierin sehr nachdenklich.
Sie wiederholte leise: "Admiral Frankeena..." Ihr Stimme verlor sich im Gedankengang, der sie innerlich sichtbar bewegte. Malik kniff für einen Moment die Augen zusammen und erst dann gewann sie ihre typische Haltung wieder. "Und Sie sind hier, um mich freizulassen?!"
Shaaryia lachte leise auf. "Tja, Admiral, wie gesagt, Sie scheinen gewonnen zu haben. Ich dachte, wir tauschen die Plätze." Shaaryias Lächeln verzerrte sich zu einer zynisch-bitteren Maske.
"Das werden wir sehen...", sagte Malik und erhob sich erstaunlich schwungvoll, während Shaaryia sitzen blieb. Die Vulkanierin sah den Captain an. "Ich glaube kaum, daß dies der richtige Zeitpunkt für eine Erholungspause ist, Captain."
Shaaryia zuckte mit den Schultern. "Ich denke, das ist wieder Ihr Kommando und mein Platz ist hier unten!"
"Captain, vielleicht wird er das sein, aber Sie haben noch einiges zu tun... Zum Beispiel müssen Sie Admiral Frankeena empfangen."
Shaaryia zog die Augenbrauen zusammen. "Und Sie, Ma’am?"
"Ich habe wichtigeres zu tun, Captain." Damit eilte Malik davon.
Der Captain schüttelte den Kopf und dachte: ‚Kaum ist sie frei, fängt das Spiel von vorne an.‘ Dennoch erhob er sich langsam, um sich zum Transporter zu begeben.
Shaaryia begab sich nun also ohne Admiral Malik zum Transporterraum 3, um Vice Admiral Frankeena zu empfangen. Aber er ließ Dr. Forbes rufen, um Frankeena sofort nach ihrer Ankunft überprüfen zu können.
Gemeinsam beobachteten sie dann, wie sich die Gestalt der Romulanerin auf der Transporterplattform in Transporterraum 3 materialisierte. Der Captain hatte absichtlich die Anweisung gegeben, Frankeena nicht zu Transporterraum 1 auf Deck 2 zu beamen, weil ihm das zu nahe an der Brücke war, und er kein Risiko eingehen wollte – noch wußte man ja nicht, mit wem man es zu tun hatte...
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