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The Lost Mission


"Die Entscheidung, Teil 2"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Vier


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Shaaryia versank immer tiefer in seinen Sessel und antwortete Eriksson nur knapp, auf dessen Frage nach Befehlen für die beschädigten Decks. "Schadenskontrollteams hinschicken und medizinisches Personal. Alles versiegeln, wenn notwendig." Dann lief er zu Loomis an der Conn, der ihn anblickte und sich den Schweiß von der Stirn wischte. "Loomis, wir müssen da raus. Noch länger und wir werden zerlöchert."
"Aber, Captain. Hier sind wir wenigstens für die Jem’Hadar nicht so leicht zu treffen. Wenn wir wieder ohne Deckung..."
"Papperlapapp! Sehr viel größer sind unsere Chancen hier auch nicht."
Das Schiff neigte sich leicht nach Steuerbord, um erneut einigen Asteroiden auszuweichen als sich Commander Simsk wieder meldete. "Sirs! Ich denke, wir haben eine reelle Möglichkeit auf Warp zu gehen. Ich denke, ich kann den Virus so beeinflussen. daß er uns den Warp-Antrieb gibt, wenn wir dafür auf unsere Schilde verzichten werden."
Shaaryia und Loomis blickten sich mehr als entsetzt an. Das klang wie Selbstmord, denn ohne Schilde bräuchte es nicht viel mehr als ein, zwei gezielte Treffer oder den Einschlag eines dieser um sie schwirrenden Felsbrocken und sie würden in den Weiten des Alls verglühen. Dennoch war beiden klar, daß es tatsächlich die einzige wahre Alternative zu der momentanen Lage war.
"Gut! Simsk, der Chief soll alles vorbereiten, wir werden das so machen. Jetzt kommt es auf genaues Timing an." Der Halbromulaner setzte sich bedächtig in seinen Sessel. Jetzt blieb ihm nichts anders übrig als zu hoffen und sich auf das Geschick seiner ausführenden Offiziere zu verlassen.

Alex Mitchell hatte gerade den Befehl erhalten, der in ihren Augen zwar mehr oder minder wahnsinnig war, aber zugleich eine klitzekleine Aussicht auf Erfolg barg. Mit hochgekrempelten Ärmeln stützte sie sich auf die Konsole, die ihr im Maschinenraum Gelegenheit gab, einen Kurs zu setzen, falls das gewagte Manöver von Commander Simsk Erfolg haben sollte. Es würde ein neuer Schuß ins Blaue werden, so wie bei der Flucht durch das Wurmloch. Aber was machte das jetzt schon, im Gamma-Quadranten schien kein Ort besonders gastlich zu sein. Sie atmete tief ein, für einen Moment ließ sie ihr Leben Revue passieren und schloß mit ihm scheinbar ab. Doch es war nur ein kurzer Augenblick solcher Gedanken. Sie hatte in ihrem eigentlich noch recht kurzem Leben zuviel erlebt und durchgestanden, als das ein Haufen Asteroiden, ein, zugegebenermaßen genialer Computervirus, aufsässige Kollegen und eine völlig unklare Kommandostruktur an Bord sie in die Knie zwingen würden. Nicht, solange es eine, noch so verschwindend geringe Hoffnung geben würde....

Commander Simsk fixierte die Anzeigen vor ihm. Seiner Meinung nach mußte der Computervirus "bestechlich" sein: Würde man ihm ein anderes, gerade intaktes Primärsystem wie die Schutzschilde quasi anbieten, müßte er den Zugriff auf ein anderes freigeben. So zumindest die Theorie! Es wurde Zeit, die praktische Komponente auszuprobieren. "Mr. Loomis! Steuern Sie uns wieder in den freien Raum. Wir können versuchen, auf Warp zu gehen."
Der Commander an der Conn spürte alle Augen auf sich gerichtet. "Nun gut, Simsk! Ich gebe Ihnen ein freies Startfeld. Was machen unsere Trittbrettfahrer vom Dominion?"
Lt. Eriksson gab die Sicht auf die Verfolger auf den Schirm. Ein halbes Dutzend von Jem’Hadar Jägern war dort zu sehen und etwa fünfzehn Kampfshuttles, die zwischen Asteroiden, Dominion und Friendship versuchten, einen Korridor zu lassen, der ihrem Mutterschiff einen Fluchtweg offen hielt.
Als Shaaryia die Shuttles "seines" Schiffes sah, wurde es ihm schlagartig bewußt: Wenn das Schiff auf Warp gehen würde, wäre daß das Ende für die mutigen Männer und Frauen an Bord der Shuttles. Er fuhr herum. "Einen Moment noch! Eriksson haben wir noch irgend etwas an Transportern laufen?"

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