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The Lost Mission


"Die Entscheidung, Teil 2"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Vier


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Auf der Brücke herrschte helle Aufregung. Die Schiffe der Jem’Hadar hatten einige wenige Treffer gelandet, die schon ausgereicht hatten, dem ohnehin schwer angeschlagenen Schiff den Rest zu geben. Der Computervirus Semeks war zudem nur soweit unter Kontrolle, daß nicht mehr alle Systeme auf einmal offline gingen, aber immerhin sowohl Warp-Antrieb als auch Waffensysteme nicht zu gebrauchen waren. So hatte die Crew der Friendship im Moment keine andere Möglichkeit als zu flüchten, was in Anbetracht der Wendigkeit ihrer Verfolger nicht sehr lange erfolgversprechend aussah. An der Conn bemühte sich mittlerweile Commander Loomis, die verwundete Lt. Karbach zu ersetzen, die in einer anderen Ecke von Mitgliedern des medizinischen Personals versorgt wurde. Loomis war keiner der schlechtesten im Navigieren und Steuern in seinem Akademie-Jahrgang gewesen, allerdings auch nicht einer der besten. So lenkte er die Friendship doch mehr schlecht als recht durch den Raum, immer wieder die Fluchtmanöver ausführend, die ihm Lt. Eriksson zurief. Shaaryia stand derweil neben Commander Simsk an dessen Computerkonsole, um ihn dadurch offensichtlich zu motivieren, das Computerproblem schneller zu lösen. Mit dem anderen Auge verfolgte er die Bewegungen von Noblis Shuttleeinheiten, die versuchten die Verfolgerschiffe abzulenken und deren Formation zu zersplittern, was jedoch nur teilweise funktionierte. Zu allem Unglück steuerte die Friendship jetzt auch noch in Richtung eines Asteroidengürtels. Eriksson warnte Loomis gerade noch rechtzeitig und verhinderte damit, daß das Schiff mit einem besonders großen Brocken kollidiert wäre. Doch das Wendemanöver von Eriksson ließ die Friendship nun geradewegs in den dichtesten Bereich des Feldes fliegen. Mehr als Scherz rief Loomis daher, den eisigen Schauer, der ihm dabei über den Rücken lief, ignorierend: "Wenn wir Glück haben, sind die nicht so wahnsinnig, uns darein zu folgen!"
Diesen Wunsch erfüllten die Jem’Hadar nicht ganz. Zwar wandten sich die großen Kampfschiffe des Verfolgergeschwaders nun ab, aber einige kleinere Jagdschiffe stürzten unverdrossen der Friendship nach. Hagro Shaaryia klammerte sich an die Balustrade vor Simsks Station und blickte den Vulkanier fast schon flehentlich an. Dieser jedoch erwiderte den Blick seines Captains nur mit einer wenig tröstlichen Feststellung. "Sir, wir müssen dieses Asteroidenfeld sofort verlassen. Wenn unsere Schildsysteme durch den alternierenden Rhythmus des Virus ausgesetzt werden, sind nur einige wenige Kollisionen nötig, um das Schiff zu zerstören." Wie zur Untermauerung von Simsks Worten, wurde das ganz Schiff durch einen heftigen Stoß durcheinander gerüttelt.
Mühsam hielt sich Shaaryia an der Konsole des Vulkaniers fest. "Ich stimme Ihnen da uneingeschränkt zu. Nur außerhalb von den Asteroiden sind wir für die Jem’Hadar noch leichtere Beute als sowieso schon. Wir brauchen einen Zugriff auf den Warp-Antrieb, um hier zu verschwinden."
"Ja, Sir. Das wollte ich ausdrücken. Ich werde versuchen, für kurze Zeit ein Fenster dafür zu bekommen. Dann aber muß die Conn bereit sein." Simsk ließ seine Finger über der Konsole kreisen, als er sich wieder aufmachte, an der Bekämpfung des Virus zu arbeiten.
Der Captain war inzwischen zu seinem Sessel am Kommandostand gestolpert und wandte sich Eriksson zu, der ihm Schadensmeldungen herein gab. "Captain, direkter Einschlag auf den Decks 24 und 20, genau in der Sektion..." – der junge Mann schwieg für einen Moment betreten – ", wo sich die Marines befinden." Auf der Brücke herrschte für einen Moment beklemmende Stille. Fast nur noch nebensächlich war es, daß auch größte Teile der Lagervorrichtungen, ein Holodeck und verschiedene andere Einrichtungen vollends zerstört worden waren.

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