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"Ihr Spiel ist aus. Sie haben sich das wirklich clever ausgedacht. Erst lassen Sie sich lange bitte, willigen dann angesichts der scheinbaren Gefahr ein und versuchen nun, ihre Pläne doch noch umzusetzen. Sicherlich haben Sie auch schon längst Admiral Malik informiert!"
Semek schüttelte traurig den Kopf. "Ich bin mir keiner der Handlungen, die Sie mir vorwerfen bewußt. Meine Aufgabe besteht momentan darin, gemeinsam mit Commander Simsk, die Computersysteme wieder zur höchsten Effizienz zu bringen. Daran habe ich in der letzten halben Stunde gearbeitet, was Mr. Simsk bestätigen kann."
Der Wissenschaftsoffizier, der den Vorwürfen scheinbar unbeteiligt über seine Kontrollen gebeugt, gefolgt war, wandte sich jetzt auch seinem Kommandanten zu.
"Nun, Simsk, können Sie das wirklich bestätigen?" Bevor der Commander darauf antworten konnte, fuhr Shaaryia dem Vulkanier Einhalt gebietend fort. "Können Sie hundertprozentig sicher sein, daß Mr. Semek hier, keine Möglichkeit zur Manipulation des Computers hatte und diese womöglich genutzt hat, um eine Nachricht abzusetzen?!" Der Captain hielt Simsk ein Padd hin, auf dem die Botschaft, die Eriksson abgefangen hatte, zu lesen war.
Der Vulkanier nahm das Padd entgegen. Als er den Text gelesen hatte, blickte er von Semek zum Captain und zu Eriksson, dann überflog er die zwei Zeilen erneut. "Sir, natürlich kann ich nicht bestätigen, daß Mr. Semek keine dementsprechenden Eingaben vorgenommen hat, aber ich halte es doch für sehr fraglich..."
"Nun, ich nicht! Ich bin mir sehr sicher, wer hier was getan hat. Und ich werde die Konsequenzen daraus ziehen. Sie hatten Recht, Simsk. Wir dürfen keinem von Maliks Leuten trauen, lieber ergeben wir uns dem Dominion!"
"Sir, das ist eine unlogische Aussage. Wenn Maliks Absichten darin bestehen..."
Shaaryia verdrehte die Augen. "Simsk, das ist mir klar. Was ich zum Ausdruck bringen wollte war, daß ich lieber durch meine eigenen Aktionen verliere, als durch die anderer. Und wer anderes außer Semek oder Malik könnte ein Interesse daran haben, mit dem Dominion Kontakt aufzunehmen?!" Siegessicher sah Shaaryia Simsk an.
"Das kann keiner von uns sagen, Sir!" Shaaryias siegessicherer Blick kehrte sich in einen Ausdruck von Verwirrung. "Und was macht Sie so sicher, daß die Nachricht von Semek und nicht von Malik abgesetzt wurde?", fuhr Simsk fort.
"Eriksson konnte den Versendungsweg nur bis hierher auf der Brückenebene verfolgen!"
Simsk hob eine Augenbraue. "Captain, es ist einem auch nur durchschnittlich begabten Computerexperten durchaus möglich, den Weg einer solchen Nachricht so zu manipulieren, daß ein anderer Absender und Absendungsort als der tatsächliche zurückzuverfolgen ist!"
"Ja, aber es hatte doch nur ein einziger an Bord dieses Schiffes das Interesse und die Möglichkeit, eine solche Nachricht abzusetzen!"
Simsk blickte kurz zu Boden und dann wieder zum Captain. "Wenn Sie sich da so sicher sind, Sir, kann ich dem nichts mehr entgegen halten. Ich habe weder Beweise für Semeks Schuld noch für seiner Unschuld." Der Commander sah Semek beinahe entschuldigend an und wandte sich dann wieder seiner Station zu, während Shaaryia dem Klingonen an seiner Seite zunickte, und dieser daraufhin Semek am Oberarm packte, um ihn von der Brücke zu führen.
"So, dann müssen wir jetzt sehen, wie wir das alleine schaffen, Simsk!"
"Sie meinen, wie ich und Lieutenant Mitchell das alleine schaffen, Sir. Dazu kann ich Ihnen noch keine aussagekräftige Angabe machen, aber verlangsamen wird Semeks Abwesenheit unsere Arbeit in jedem Fall." Simsks Stimme klang eine Spur schärfer als sonst.
"Dann geben Sie mir Bescheid, wenn Sie eine Ahnung haben. Ich vertraue lieber auf Sie, als auf mögliche Unsicherheitsfaktoren wie Semek. Er kann froh sein, daß es Lieutenant Eriksson gelungen ist, diese Nachricht gänzlich abzufangen, so daß das Dominion sie nie erhalten wird, sonst würde ich ihn nicht einfach nur arrestieren!" Damit drehte der Captain sich um und verließ die Empore, um sich wieder auf seinen Kommandosessel zu begeben.
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