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Captain Shaaryia betrat gerade noch rechtzeitig die Brücke, um die ersten Töne des Roten Alarms zu hören. Auf dem Hauptschirm konnte er eine winzige Flotte von vielleicht fünf Jem’Hadar-Schiffen entdecken. "Commander, was ist passiert?"
Loomis sprang sofort aus dem Sessel des Captains und setzte sich in seinen eigenen. "Eventuell waren die vorherigen Sensorangaben falsch, Sir! So, wie die Systeme momentan verrückt spielen, wäre das nicht verwunderlich. Die Schiffe, die Sie dort auf dem Schirm sehen, werden uns in etwa anderthalb Stunden erreicht haben. Das Dominion ist offenbar überall."
Shaaryia nickte. "Commander Simsk, wie weit sind Sie?" Der Captain sah zur wissenschaftlichen Empore hinauf.
Der Wissenschaftsoffizier arbeitete gemeinsam mit Semek an seinem Pult. "Wir haben jetzt eine einigermaßen stabile Kontrolle über die Sensoren, und den Impulsantrieb. Es sieht so aus, als hätten meine vorherigen Lösungsversuche, die eigentlich Programmierung teilweise zerstört und damit Ablaufschwierigkeiten erzeugt."
"Und was bedeutet das?"
"Wir können nicht auf Semeks Routinen zurückgreifen, sondern müssen neue entwerfen. Allerdings können wir dabei einige Programmierungen von Mr. Semek übernehmen."
"Wie lange brauchen Sie beide dafür?"
Simsk sah Semek an. Der Computerspezialist antwortete: "Zwei Stunden benötigen wir in jedem Fall, Captain."
"Tja, das sind wohl dreißig Minuten zuviel, Simsk. Versuchen Sie es zu beschleunigen!"
"Captain, können Sie bitte mal herkommen!", meldete sich plötzlich Eriksson von seiner Station hinter dem Kommandostand des Captains. Seine Stimme klang verunsichert.
Shaaryia drehte den Stuhl um, um Eriksson anzusehen und zu fragen, warum der junge Offizier seine Meldung nicht sofort erstattete, aber dann sah er Jörns Gesicht. Der Kommunikationsoffizier war bleich. Shaaryia erhob sich und ging schnell zu Erikssons Pult. "Was ist denn?", fragte der Captain so, daß nur Jörn ihn hören konnte.
Eriksson wies mit dem Finger auf eine Buchstabenfolge auf einem der Monitore. "Sehen Sie nur, Sir, eine Nachricht."
Es läuft alles, wie geplant. In wenigen Stunden können
wir das Schiff übergeben. Ich hoffe, Sie sind bereit.
Shaaryia starrte fassungslos auf den Monitor. Er legte eine Hand schwer auf Eriksson Schulter und flüsterte: "Können Sie feststellen, von wo die Nachricht kommt?"
Jörn schüttelte beinahe traurig den Kopf. "Nein, Sir. Ich habe versucht, die Nachricht zurückzuverfolgen, aber der Versendungsweg ist geschickt verschleiert worden."
Der Captain atmete tief durch und blickte nach oben zur Empore, wo Commander Simsk und Semek arbeiteten. Täuschte er sich oder hatte Semek sich eben abgewandt, als der Vulkanier gesehen hatte, daß Shaaryia seinen Blick nach oben wendete?! "Wie weit konnten Sie die Nachricht zurückverfolgen, Lieutenant?"
Eriksson spürte wie sich Shaaryias Griff auf seiner Schulter verstärkte. "Nicht weiter als bis zur Brückenebene, Sir."
Shaaryia nickte finster. "Dann ist ja alles klar!" Der Captain richtete sich auf.
"Ich weiß nicht, Sir, aber..." wollte Eriksson einwerfen, aber Shaaryia unterbrach ihn.
"Simsk hatte recht. Wir sind mit Semek ein viel zu großes Risiko eingegangen!" Der Captain winkte eine der klingonischen Wachen, die am Turbolift postiert waren, herbei und befahl dem Mann: "Begleiten Sie mich auf die Empore!"
Die beiden Männer fuhren mit dem kleinen Lift, der Wissenschaftsempore und Kommandoebene miteinander verband nach oben.
"Mr. Semek!" Shaaryia stemmte beide Fäuste auf die Hüften.
Der Vulkanier drehte sich langsam um. "Ja, Captain?!"
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