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Im Konferenzraum hatte Captain Shaaryia noch einmal seine Führungscrew zusammen kommen lassen, um mit ihnen die Ereignisse der letzten Stunden zu betrachten. Die Geschehnisse waren noch nicht lange her und allen Offizieren, abgesehen von Commander Simsk, der als Vulkanier seine wahren Ansichten und Stimmungen unter dem Mantel der Emotionslosigkeit zu verbergen wußte, sah man die Ungläubigkeit über die vergangenen Begebenheiten deutlich an. Loomis saß mit aufgeknöpfter Uniformjacke sichtlich übermüdet und ermattet an dem großen Konferenztisch, neben ihm stand die Counselor über den Tisch gebeugt. Der Doktor, Lt. Turvek, Mr. Simsk und Shaaryia hatten auf der anderen Seite des Tisches Platz genommen. Im Raum lag eine unwirklich anmutende Stille. Die Counselor spürte bei allen Anwesenden immer noch Erstaunen, Zweifel und Überraschung über die plötzliche Veränderung der Situation. Alle waren sie gemeinsam der Täuschung des Dominion aufgesessen, alle hatten sie ihre Rettung einer unbekannten Macht zu verdanken, die das Dominion letztlich zum vorläufigen Abbruch der Verfolgung der Friendship gezwungen hatte, und sie alle standen auch in der Schuld von Admiral Malik, der Person, die sie abgesetzt hatten, weil ihre Verhaltensweisen und Befehle so undeutlich und unklar gewirkt hatten, daß man um die Sicherheit des Schiffes fürchten mußte. Sie war nun die einzige gewesen, die letztlich die Falle der Formwandler und der von ihnen dargestellten Frankeena erkannt hatte. Aber auch die unerwartete Rettung vor den Schiffen der Jem’Hadar durch eine ihnen völlig fremde Spezies mit dem Namen Hatari, diese Hilfe in letzter Sekunde war noch nicht verarbeitet worden. Enola selbst hatte Schwierigkeiten damit, plötzlich wieder "frei" zu sein, hatte sie sich doch schon damit abgefunden, zurück zur Erde zu kommen und vor ein Gericht gestellt zu werden. Nun waren sie wieder dort, wo sie ihre eigene Meuterei hin geführt hatte, nur mit einer neuen Erkenntnis, nämlich, daß Frieden mit dem Dominion unmöglich zu sein schien.
Commander Loomis nahm hörbar tief Luft und legte einige Padds auf den Tisch und sagte dabei: "Wir haben unser Schiff wieder, mit allen Kontrollen und Systemen, das ist doch ein Anfang...."
"...aber wir sind immer noch unterbesetzt und etwa dreißig Prozent dieses Schiffes sind nicht mehr intakt...", vollendete der Cardassianer Turvek den kurzen Statusbericht von Loomis.
Shaaryia blickte kurz auf und fuhr sich durch das Gesicht.
Mr. Simsk hob an, zu sprechen. "Wir sollten nun aber keine weitere Zeit mit der Analyse der letzten Ereignisse verschwenden. Wir wissen nun definitiv, nach meiner logischen Beurteilung, daß das Dominion keine friedlichen Absichten, wie mancher erhofft haben mag, gegenüber uns hat. Wir wissen auch, daß Admiral Malik, egal wie ihr immer noch rätselhaftes und unlogisches Verhalten während dieser Mission zu erklären ist, kein Formwandler ist. Dies hat uns ihr Eingreifen gegen den Frankeena-Wechselbalg bestätigt, und wir haben zudem Kenntnis darüber, daß wir nicht der einzige potentielle Gegner des Dominion in diesem Quadranten sind, sondern es mit den Hatari eine Kultur gibt, mit der wir den selben Feind teilen. Daher sollten wir versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Dies könnte ein äußerst lohnenswerter Erstkontakt werden." Simsk setzte sich wieder, nachdem er sich bei diesen Ausführungen erhoben hatte. Die anderen blickten mit verwirrt-überraschten Gesichtern den Vulkanier an. So wie er es dargelegt hatte, schien alles ganz einfach zu sein. Im Grunde genommen war man jetzt in einer denkbar günstigen Lag als je zuvor nach dem Aufstand gegen Malik: Man konnte sich relativ sicher sein, daß die "Friedens"mission gescheitert war und das Dominion niemals wirklich die Absicht gehabt hatte, mit dem Alpha-Quadranten in friedlicher Koexistenz zu leben. Noch dazu war das Schiff jetzt wieder soweit intakt, daß alle wichtigen Primärsysteme in Betrieb gehalten werden konnten und man wußte nun ja auch, daß man nicht der einzige Gegner des Dominions im Gamma-Quadranten zu sein schien. Das scheinbar einzige Problem war Admiral Malik. Was oder auch wer steckte hinter dieser Frau?
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