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The Lost Mission


"Die Entscheidung, Teil 2"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Acht


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Einige weitere Minuten waren verstrichen, als sich Weyoun dem Jem’Hadar zuwandte, der an der Transporterplattform des Dominion-Schiffes stand, um sich auf die folgenden Beamvorgänge zu konzentrieren. Der Vorta wirkte ungeduldig, in seinen Augen waren alle weiteren Verzögerungen nicht erklärbar, zumindest aus rein logischen Gesichtspunkten. Aber Weyoun hatte in der langen Zeit, in der er zunächst mit der Föderation und dann mit der Allianz zu tun gehabt hatte, gelernt, daß es manchmal zu Verzögerungen kommen konnte, die man gar nicht näher zu erklären vermochte. Die Gründer hatten schon recht mit ihrer Forderung nach einer stabileren Ordnung im Alpha-Quadranten. Weyoun blickte den Jem’Hadar an, der starr zurückschaute. Weyoun schritt um ihn, wog den Kopf nach links, um seinen Krieger genau zu fixieren. "Was ist da los? Warum wird niemand mehr zu uns gebeamt? Ich wünsche eine Erklärung!" Die Stimme des Vorta wurde streng. Es war nicht ganz auszuschließen, daß es vielleicht auch ein technisches Problem an seinem Schiff gab. Dies war zwar unwahrscheinlich, aber es lag im Bereich des möglichen, denn an Bord befanden sich keine der Takohaws-Ingenieure und Jem’Hadar waren nun einmal gute und effiziente Krieger, aber keine Techniker. Der Jem’Hadar hatte den Ernst der Stimme Weyouns verstanden und blickte auf seine Kontrollen. "Es ist keine Fehlermeldung angezeigt, die besagt, daß wir einen Defekt in unseren Transportern haben." Weyoun verzog die Mundwinkel, also mußte es doch ein Problem auf oder besser mit der Friendship geben.
"Höchst unerfreulich! Es ist schon genug daneben gegangen, seit wir mit diesem Schiff zu tun haben. Rufen Sie sie!"
Der Jem’Hadar wollte seine Com-Verbindung herstellen, als er einen Ruf von der Friendship bekam. "Mit Verlaub, sie rufen gerade uns."
"Sehr schön!" Weyouns Hang zur Ironie war selbst für den Krieger nicht zu überhören. "Das wird aber auch Zeit! Ich möchte ungern länger hier verweilen, als unbedingt nötig. Ich habe wichtigeres zu tun." Auf dem Bildschirm erschien Commander Simsk. Weyoun zwang sich ein Lächeln ins Gesicht. Es war wichtig erfreut zu wirken, um eventuelles Mißtrauen auf der Gegenseite gar nicht erst anwachsen zu lassen. "Verehrter Commander, wir sind etwas verwirrt, wenn Sie gestatten. Wir warten auf Ihre Gäste. Ich bin mir sicher, Ihre Admiralität erwartet all Ihre Botschafter und Zivilisten am mit uns vereinbarten Treffpunkt. Es fehlt da aber noch eine nicht zu geringe Anzahl von mindestens dreißig Personen."
Simsk blickte auf ein Padd, daß er in der linken Hand hielt. Neben ihm stand Semek und deutete ihm an, den Text des Padds vorzutragen. Simsk überlegte kurz, beschloß dann aber dem Vorschlag Semeks zu folgen. Es war offensichtlich, daß nicht alles so harmlos war, wie das Dominion und Weyoun es die Besatzung der Friendship hatten weismachen wollen. Der Wissenschaftsoffizier versuchte, sich an die Worte Semeks nach dessen letzten Treffen mit Admiral Malik zu erinnern, konnte sich aber nicht an einen eindeutigen Hinweis auf eine Falle des Dominion entsinnen, schließlich verwarf er seine Gedanken und beschloß dieses Mal, seiner vulkanischen Intuition zu folgen, die ihm sagte, sich Semek anzuvertrauen. Dann wandte er sich wieder Weyoun zu. Er versuchte seine Stimme so gut es ging, ruhig klingen zu lassen. "Ich bedauere, aber wir haben ein nicht zu unterschätzendes Problem mit unseren Transportern. Es muß offenbar in den Sicherheitsprotokollen eine Überlastung gegeben haben. Jeder Beamvorgang wird durch eine Feedback-Schleife wieder rückgängig gemacht, bevor er vollendet werden kann. Unsere Ingenieure arbeiten aber bereits an der Lösung des Problems."

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