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Captain Shaaryia lehnte sich erschöpft zurück. Er schloß die Augen und führte die Hand zur Stirn. Seit den Ereignissen des Vortages war er bisher nicht eine Minute zur Ruhe gekommen. Erst jetzt hatte er sich endlich in seinen Bereitschaftsraum zurückziehen können.
"Captain?" Counselor Enola Wheema stand in der nicht verriegelten Tür.
Shaaryia nickte abgespannt. "Counselor, setzen Sie sich."
"Ich wollte Sie fragen, ob ich irgend etwas für Sie tun kann?!"
"Sie könnten dem Klingonen in meinem Schädel ein Sedativum verabreichen." Shaaryias Kopf schmerzte noch immer von der recht unsanften Bekanntschaft mit der Stirn von Maliks Sicherheitschef Krag.
Enola lächelte und hob die Rechte. Sie hielt einen Mini-Hypospray in der Hand. "Das sollte reichen, Captain!"
Shaaryia nahm dankbar den Injektor und verabreichte sich, nach einem versichernden Blick auf die Anzeige, eine Dosis Kopfschmerzmittel. "Vielen Dank, Counselor. Damit haben Sie mir wirklich geholfen!"
"Sie sollten sich noch mal von Dr. Green durchchecken lassen, wenn wir ein wenig mehr Ruhe haben..." Die Counselor zögerte und gab sich dann einen Ruck. "Captain, was denken Sie, wann es soweit ist... mit der Ruhe? Ich meine, wie wird es weiter gehen?"
Der Captain zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es selbst nicht, Counselor, ich weiß es nicht. Falls wir nicht vorher auseinanderfliegen, erwischen uns vielleicht Patrouillenschiffe des Dominions und umkehren können wir so leicht auch nicht, denn am Wurmloch spätestens werden sie schon auf uns warten."
Enola betrachtete den ausgebrannt wirkenden Kommandanten des Schiffes. "Naja, vielleicht sollten wir uns wirklich auf die naheliegendsten Probleme konzentrieren: Das Schiff unter Kontrolle und Ruhe in die Besatzung bringen..." Die Counselor wurde von einem Türsignal unterbrochen. Es war Commander Simsk, der eintrat.
"Captain, Counselor." Der vulkanische Zweite Offizier begrüßte die beiden mit einem kurzen Nicken.
"Simsk, was haben Sie herausgefunden? Ich nehme nicht an, daß Sie der Lösung all zu nahe gekommen sind, sonst wären Sie wohl nicht hier, sondern würden sich über Interkom melden?!"
Simsk verschränkte die Hände hinter dem Rücken und blieb vor dem Captain stehen. "Sie vermuten teilweise richtig, Sir. Wir haben das System, mit dem Maliks Spezialisten vorgegangen sind, um die schiffsinternen Kontrollen auf ihre Konsolen umzuleiten, erkannt und konnten auch schon Gegenmaßnahmen ergreifen. Wir haben uns dabei auf die wichtigsten Systeme konzentriert: Den Antrieb und die Waffen. Ich denke, daß war in unserer Situation die richtige Entscheidung. Jetzt arbeiten wir an den Kommunikationsbereichen."
Shaaryia wollte gerade etwas erwidern, als ein Crewman abgehetzt in den Raum stürmte. "Commander Simsk, es ist schon wieder passiert!"
Simsk hob eine Augenbraue. "Wieder alles verloren?"
Der Crewman keuchte: "Ja, Sir, alles bis auf den Impulsantrieb!"
Der Vulkanier verzog keine Miene. "Dann müssen wir eben von vorne beginnen." Er dachte kurz nach. "Oder das Ganze von hinten aufrollen."
Shaaryia, der aufgesprungen war, fragte: "Wie lange werden Sie dafür brauchen?"
Der Wissenschaftsoffizier dachte nicht lange nach. "Circa fünf Stunden, um ausreichend Navigieren zu können, Captain."
In diesem Moment kam auch Commander Loomis in den Bereitschaftsraum gehetzt. "Sir, wir haben ein Problem." Die Uniform des Commander sah so aus, wie sich Captain Shaaryia fühlte: Schwarze Flecken an Ellenbogen und Knien, hier und da eingerissen. Das Uniform-Oberteil war seitlich halb aufgeknöpft und hing nicht gerade den Sternenflotten-Richtlinien entsprechen herunter. "Während wir die Sensoren noch online hatten, konnten wir eine Flotte von Jem’Hadar-Schiffen ausmachen."
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