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The Lost Mission


"Die Entscheidung, Teil 1"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Sechs


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Ein Tag später

Admiral Malik saß auf der Brücke in ihrem Sessel hinter dem des Captains, als Turvek auf dem Kommandostand eintraf. Malik blickte gerade noch rechtzeitig zum Turbolift, um den haßerfüllten Blick in den Augen des Cardassianers zu sehen. Der Admiral ignorierte ihn gänzlich und sah zum Ready Room des Captains. Dann stand sie völlig ruhig und würdevoll auf, um mit dem Captain zu sprechen.
Malik betrat den Bereitschaftsraum.
Shaaryia saß an seinem Schreibtisch und blickte langsam auf. Er hatte diese Begegnung mit dem Admiral – nun, vielleicht nicht gefürchtet, ihr aber wohl mit Unbehagen entgegengesehen.
Die Vulkanierin wartete nicht, bis Shaaryia das Wort ergriff. "Warum wurde Lieutenant Turvek wieder entlassen?"
"Weil wir unseren Ersten Waffenleitoffizier auf der Brücke benötigen, wenn wir auf einen potentiellen Feind treffen."
"Ich dachte, meine Befehle wären eindeutig gewesen?! Indem Sie Turvek aus dem Arrest entlassen haben, haben Sie eindeutig meine Befehle hintergangen. Es ist mir durchaus bewußt, daß Lieutenant Turvek die Waffensysteme bei der nächsten Gelegenheit aktivieren wird!" Malik näherte sich langsam dem Schreibtisch des Captains.
"Admiral, ich habe unsere Unterhaltung nicht als Befehlsübermittlung verstanden und kenne Ihre Befehle bezüglich Turveks nicht."
Während die Vulkanierin sich dem Tisch des Captains näherte, klickte ihr Stock beinahe bedrohlich auf dem Boden. "Captain, ich muß Ihnen meine Anweisungen nicht erläutern, aber ich versuche es noch ein letztes Mal, weil ich damit rechne, daß Sie meine Befehle dann ohne weitere Konflikte befolgen werden. Wir müssen ein Zeichen des guten Willens setzen. Und das gelingt uns am besten, indem wir unsere absolute Friedensbereitschaft unter Beweise stellen. Dazu werden die Phaser in einen Standby-Modus geschaltet und die Schilde deaktiviert. Wenn Sie so... ängstlich... sind, können Sie eine Routine programmieren lassen, die diese Einstellungen im Falle eines Angriffs sofort rückgängig macht, aber meine Befehle werden befolgt!!!"
Shaaryia blickte kurz auf seine Hände und sah dann Malik wieder an. "Ich glaube nicht, daß wir das tun können..."
Die Vulkanierin war mittlerweile direkt vor Shaaryia angelangt. Sie lehnte ihren Stock gegen den Schreibtisch und stützte sich schwer auf die Tischplatte, so daß sie sich beinahe auf Augenhöhe mit dem Halbromulaner befand. "Captain,", Shaaryia dachte für einen Moment, ein wütendes Aufblitzen in Maliks Augen gesehen zu haben, "ich habe die Leitung über diese Mission, und ich erteile Ihnen kraft meines Ranges als Fleet Admiral der Allied Forces den direkten Befehl, am Treffpunkt mit der Verhandlungsflotte des Dominion die Schilde zu senken und die Phaser und Torpedolauncher zu deaktivieren! Habe ich mich deutlich ausgedrückt?!" Maliks Kinn verhärtete sich.
Shaaryia setzte sich auf. "Admiral, das haben Sie, Ma’am."
Malik nickte ohne den Blick von Shaaryia abzuwenden. "Davon bin ich auch ausgegangen!" Dann drehte sie sich um und verließ den Bereitschaftsraum.
Shaaryia schüttelte den Kopf. Wenn er sich weiter gegen die Ausführung dieses Befehles sträuben würde, dann grenzte es nicht nur, sondern es war..., aber auch diesen Gedanken wollte der Captain nicht weiterführen. Er stand auf und folgte Malik schnell auf die Brücke.
Der Admiral hatte sich mittlerweile vor Loomis aufgebaut und wiederholte ihren Befehl.
Der Commander nickte und antwortete: "Ja, Ma’am!"
Malik nickte und begab sich dann zum Turbolift, vor dem Krag, ihr Sicherheitsoffizier, wartete. Der Klingone schien sich jeden Moment in Bewegung setzen zu wollen, um Shaaryia endgültig von der Brücke und der Befehlsgewalt zu entfernen. Aber ein Blick Maliks genügte, um dem bedrohlichen Klingonen zu verdeutlichen, daß die Zeit dafür nicht – noch nicht – gekommen war. Der Captain verstand diese Geste, die ihm bedeuten sollte, daß er sich jetzt für den Admiral und ihre Anweisungen zu entscheiden hätte oder die Konsequenzen tragen müßte, sofort.

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