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Frankeena wollte etwas erwidern, verbat sich aber zunächst, auf Trosks Kommentare zu antworten, denn schließlich war er auch ein ranghöherer Offizier. Statt dessen antwortete Doranus in seiner bekanntermaßen diplomatischen Art und Weise. "Sie halten eine Fortführung des Krieges also für erfolgversprechender, Sir?"
"In gewisser Weise schon. Ich habe selbst acht Jahre in diesem Krieg gekämpft. Wir sind es den Toten schuldig, wir sind es unserer Ehre schuldig, daß wir nicht klein beigeben und uns unterjochen lassen. Ich zumindest könnte kein Ehrgefühl mehr haben, wenn ich mich diesem Frieden unterordnen würde." Trosks Stimme klang wieder sehr kämpferisch und zu allem entschlossen.
"Was hätten Sie denn vorgeschlagen, was wir auf das Angebot hätten erwidern sollen?" Doranus war bekanntermaßen kein Anhänger der sehr konservativ-militaristischen Ansichten des Sicherheitschefs der Alliierten, sondern vielleicht sein, direkt nach Admiral Malik, schärfster Kritiker.
"Ich hätte das Schiff nicht mit Diplomaten vollgestopft, sondern mit Kampfshuttles und Kriegern, und dann würde ich die Domis zurück durchs Wurmloch schießen, wohin sie gehören. Aber Sie haben ja nichts zu befürchten von meinen Ansichten, man hat ja Admiral Maliks Plänen zugestimmt. Sie entschuldigen mich jetzt. Es war ein harter Tag!" Trosk verneigte sich kurz vor den beiden Offizieren und verließ mit schnellen, kurzen Schritten den Raum.
Doranus blickte Frankeena an, die zusammengesunken in ihrem Sessel saß und angestrengt nachzudenken schien. "Wissen Sie, Doranus, manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich Gefallen an Trosks Ideen und Plänen finde. Das macht mir Angst!"
Der blauhäutige Mann beugte sich über den Tisch und versuchte, seiner Stimme einen beruhigenden Ton zu verleihen: "Sie haben unsere Alternative vergessen, Admiral!? Es muß nicht der Frieden kommen, den wir alle so zu fürchten scheinen. Es gibt da noch einen anderen Weg..."
Frankeena schaute auf und holte tief Luft: "Falls es funktioniert! Es gibt viele Unwägbarkeiten. Ob der Admiral wirklich diese Mission vollenden kann, das wissen nur die Götter, das Dominion und vielleicht noch der Mann, der diesen Plan entwickelt hat..." Frankeena seufzte und machte ein Pause. "Aber lassen Sie uns aufhören, von ‚wenn‘ und ‚aber‘ zu reden, bisher haben wir noch keine Probleme zu verzeichnen"
"Ja, es war gute Arbeit von Malik, zu verhindern, daß ein Anhänger Trosks wie der Commodore Worf an den Verhandlungen teilnehmen kann. Letztlich ist nur die bajoranische Botschafterin Ambee geblieben, aber sie dürfte kein großes Hindernis sein. Und von der Mannschaft ist ja nun auch nicht viel Widerstand zu erwarten, bis auf vielleicht ein oder zwei Ausnahmen, wie den Waffenleitoffizier."
Frankeena ging in Richtung Tür, drehte sich noch einmal zu Doranus um, der noch immer im Raum stehengeblieben war, und erwiderte: "Wir Romulaner pflegen zu sagen: Eine Mission ist erst vollendet, wenn sie in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist..." Sie hielt noch einen Moment inne, dann schloß sich hinter ihr die Tür, und sie folgte dem Andorianer, der nun vorausgegangen war, in Richtung des Arboretums. In wenigen Tagen würden sie wissen, ob ihre Pläne eine Chance hätten, verwirklicht zu werden.
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