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"Ich meine, Loomis, wäre es nicht denkbar, daß längst alles geklärt worden ist? Vielleicht sollen wir die ersten Handelsbeziehungen mit dem Dominion aufnehmen und Sie werden von unserem Ersten Offizier zum Ersten Ölzweig, wenn wir Sie als offiziellen Gesandten zur Gründer-Heimatwelt schicken." Loomis Gesicht verkrampfte sich. Wovon in aller Welt sprach der Captain da bloß?
Shaaryia überlegte fieberhaft. Seine Versuche, festzustellen, ob der Commander irgendwie mehr wußte, als er zuzugeben bereit war, schienen nicht sehr viel Erfolg zu versprechen. Offenbar war der junge Mann vor ihm noch ahnungsloser auf diese Mission gegangen als er selbst. Shaaryia seufzte im Innersten. Er hatte gehofft, daß dieses Gespräch vieles klären würde, aber es war ihm nun klar, daß wohl nur Admiral Malik und vielleicht noch der Wissenschaftschef Mr. Simsk etwas Genaueres über diese Mission hier wußten. Er tat einen Schritt in Richtung Loomis und meinte abschließend.: "Ich weiß ja nicht, wie Sie gerade glauben konnten, daß ich diese Mission ausführen will, aber augenscheinlich war das Oberkommando der Auffassung, daß Männer meines Schlages für diesen Auftrag genügen. Und das stimmt mich ein wenig nervös... So, nun übernehmen Sie bitte die Brücke, wir werden in wenigen Minuten das letzte Rendevous-Manöver mit dem Transporter Daphne durchführen. Sie bringen uns noch etwas Proviant und das letzte noch fehlende Personal für Wissenschaft, Medizin und Logistik. Sie können das ja übernehmen, Loomis!"
"Captain, ich hoffe, nein, ich will sagen, daß..."
"Ja bitte, ich bin ganz Ohr!"
"Nun, Captain, ich möchte nicht, daß diese Bewertung, die ich, ohne Sie zu kennen, geschrieben habe, für die Dauer dieser Mission zwischen uns steht! Ich weiß, daß mir das nicht zusteht, aber ich denke, daß Sie sehr wohl geeignet sind, diesen Auftrag durchzuführen. Captain! Sir!" Loomis machte kehrt und verließ den Ready Room des Captains.
Shaaryia war für einen Augenblick überrascht: Möglicherweise hatte er den Commander doch falsch eingeschätzt, eventuell war er doch kein karrieristischer Musteroffizier, sondern... nun ja, für alles weitere war es jetzt noch zu früh. In einer wirklichen Gefahrensituation würde es sich zeigen, was hinter diesem Offizier steckte. Das Gespräch war immerhin in dieser Hinsicht nicht ganz umsonst gewesen. Auch wenn Shaaryia immer noch das unsichere Gefühl beschlich, daß irgend etwas an Bord dieses Schiffes nicht so war, wie es sein sollte. Gepaart mit dem Gefühl, dieses Kommando nie gewollt zu haben, verließ Shaaryia sein Büro und fuhr zu seinem Quartier auf Deck 5. Er brauchte jetzt Ruhe, um noch einmal über alles nachzudenken.
"Ladies and gentlemenGentlemen! Da sie, wie ich ihren Dienstunterlagen entnehmen kann, nicht alle über Kampferfahrung verfügen, möchte ich Ihnen einige Instruktionen mit auf den Weg geben. Wir haben neben dieser Hauptkrankenstation noch eine weitere auf Deck 32, die Dr. Jooris verwalten wird. Für den Falle meiner Abwesenheit oder Ausfalles wird mich Lt. Commander Dr. Forbes ersetzen." Der Chefarzt wies auf die äußerst attraktive menschliche Frau neben ihm, bevor er fortfuhr: "Zudem wird ein vulkanischer Heiler namens Lolek auf Deck 4 die Krankenstation für das diplomatische Korps übernehmen, da er ja sowieso hauptsächlich für die Behandlung Admiral Maliks zuständig sein wird, die aufgrund ihrer Kriegsverletzung im Hüftbereich einer besonderen medizinischen Aufmerksamkeit bedarf. Alles weitere entnehmen Sie bitte den vorbereiteten Dienstplänen. Weiterhin wichtig für sie dürfte Lieutenant Benakka sein, er ist unser Erster Sanitäts-Sicherheitsoffizier. Bei Problemen wenden sie sich getrost an ihn. Ich denke, selbst ein behandlungsunwilliger Klingone dürfte vor Ihrer Gestalt ein wenig mehr Respekt haben, nicht wahr, Lieutenant!?"
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