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Erde, San Francisco im Februar vierzehn Jahre nach dieser Niederlage:
Die Sonne schien über dem Monument Place. Kinder spielten zwischen den Absperrungen der Sicherheitsbeauftragten. Commander Martin Loomis betrachtete das Hauptquartier der Sternenflotte, mittlerweile auch Sitz des Kampfkommandos der Neuen Allianz. Zum letzten Mal war er vor zwei Jahren hier gewesen. Direkt nach seiner Verwundung und der Versetzung zum Personalbüro der Logistik der Kampfflotte hatte er hier ernsthaft erwägt, seinen Dienst zu quittieren. Er war schließlich zur Flotte gegangen, um gegen das Dominion zu kämpfen und nicht, um zu entscheiden, welcher Offizier dazu befähigt sei, welches Frachtschiff mit welcher Ladung wohin zu kommandieren.
Ein kleine Explosion hatte seine Sehkraft geringfügig beeinträchtigt, und sofort war er vom Kampfeinsatz befreit worden. Dies in einer Zeit, wo jeder Offizier gebraucht wurde – es war eine Schande! Dennoch hatte er dieser nicht gerade faszinierenden Arbeit seine Beförderung zum Commander zu verdanken, und er hatte einen der größten noch lebenden Helden der Alten Föderation kennengelernt, den Klingonen Worf.
Der Commodore war sein oberster Vorgesetzter gewesen, und genau wie Loomis hatte auch er diesen Posten nur sehr widerwillig übernommen. Über die genauen Hintergründe wußte Loomis nichts, aber er hatte Worf als äußerst integeren und tapferen Mann schätzen gelernt. Auch Worf nahm Gefallen an dem jungen, ungestümen Lt. Commander und schlug ihn schließlich zur Beförderung vor. Im Hause von Martok, zu dem Worf und seine Frau, die hochdekorierte Wissenschaftsoffizierin Jadzia Dax, gehörten, war Loomis’ großes Interesse an der klingonischen Kultur geweckt worden. Er erlernte klingonische Kampfsportarten, hörte Opern der großen klingonischen Komponisten und hatte sogar eine kurzlebige Affäre mit einer klingonischen Waffenexpertin. Schließlich, gerade als er begann, den ruhigen Dienst auf Kronos den Kampfeinsätzen seiner früheren Kommandos vorzuziehen, beorderte man ihn zurück zur Erde.
Er sollte als Leiter eines Teams den am besten geeigneten Kommandanten für ein großangelegtes Kampfkommando auswählen. Zweifellos hatte Worf ihn dazu vorgeschlagen, und so lebte er seit knapp zwei Monaten wieder auf der Erde bei seiner Mutter in Sydney. Seine Eltern waren einfache Leute: der Vater war Aufseher in einer Strafkolonie auf Neuseeland gewesen. Dort arbeitete jetzt auch noch seine Mutter als Küchenhilfe, nachdem sein Vater pensioniert worden war. Loomis hatte schon immer zur Sternenflotte gewollt, und sein Vater hatte ihn dabei nach Kräften unterstützt. Es war einmal der Traum des Vaters gewesen, welchen er aber für sich selbst nie hatte verwirklichen können. Denn bei der entscheidenden Aufnahmeprüfung war Harold Loomis damals gescheitert. So konnte Martin seinen Vater indes schnell dafür begeistern, nun ihn bei seinen Bemühungen nach Kräften zu unterstützen. Kurz nach der Beförderung zum Commander war sein Vater dann jedoch gestorben. Noch kurz vor seinem Tod soll er von seinem Sohn geschwärmt und ihn verehrt haben, so hatten Loomis’ Freunde und Angehörige berichtet. Nur seine Mutter kam nicht über den Tod ihres Mannes hinweg und hatte vergeblich versucht, Martin zum Bleiben in Sydney zu überreden. Er wollte wieder in die Flotte und im Kampf gegen das Dominion mitwirken. Er war entsetzt gewesen, als seine Mutter ihm allen Ernstes gesagt hatte, daß es ihr egal sei, ob das Dominion oder die Föderation das Sagen über die Erde hätte. Schließlich würden ja, so hatte sie gelesen, viele tausend Kulturen im Dominion leben und glücklich sein. Martin konnte die Bemerkungen seiner Mutter nicht fassen. Er hatte furchtbaren Streit mit ihr bekommen und war, ohne ein weiteres Wort mit ihr zu wechseln, abgereist. Er würde sie vermutlich lange Zeit nicht wieder sehen, denn er sollte als Erster Offizier an Bord des neugebauten Flaggschiffes auf die von ihm mitvorbereitete Mission gehen.
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