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"Ja, da waren wir schon, aber er ist nach Ihrer kleinen Auseinandersetzung immer noch bewußtlos... und naja, Sie sind der ranghöchste Offizier hier!"
Mitchell schlug sich innerlich mit der Hand vor die Stirn. Wie hatte sie das vergessen können!!! Naja, darüber konnte sie sich ja später noch den Kopf zerbrechen. "Gut, Jungs, dann kommt mal hier ‘rüber. Du kümmerst dich um die Eingabe dieser Zahlenkolonnen und du versuchst dich an diesen Codes hier." Plötzlich schien Mitchell eine Idee zu haben, stürzte sich wieder auf ihre Konsole und ließ die beiden Techniker stehen.
Gestützt von einem ihrer Assistenten gelangte Malik nun im Diplomatenquartier an. Seit man sie von der Brücke gebracht hatte, stand sie in ständigem Kontakt mit ihrem Stab und überwachte dessen Fortschritt im Kampf um die Kontrollen des Schiffes. Plötzlich sah sie ihre Stellvertreterin Ambee Shadaar auf sich zu stürzen.
"Admiral, was geht hier vor sich! Was hat das alles zu bedeuten? Warum wurde ich nicht infor..." Malik winkte unwirsch ab und einer ihrer Sicherheitsleute schleuderte Ambee aus dem Weg. Die Bajoranerin flog gegen die Wand des Korridors. Der Aufprall preßte ihr die Luft aus den Lungen, und sie brach bewußtlos zusammen.
Inzwischen waren auch andere Diplomaten aus ihren Quartieren auf den Gang getreten, zogen sich aber nach der Niederlage Ambees schnell wieder zurück. Malik warf noch einen finsteren Blick zurück, bevor sie ihr Hauptquartier betrat.
Nachdem sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte, humpelte sie zum Konferenztisch und ließ sich schwer in einen Sessel fallen. Lolek, ihr persönlicher Heiler, war sofort bei ihr, um sie zu versorgen. Dadurch daß Shaaryia sie unter sich begraben hatte, war ihre angegriffene Hüfte weiter in Mitleidenschaft gezogen worden.
"Semek, ist die Brücke abgeriegelt?"
"Ja, Admiral, die Sicherheitskräfte sind in Stellung gegangen!"
"Gut, sorgen Sie dafür, daß die Zugänge zum Diplomatenbereich ebenfalls abgesperrt werden." Malik biß für einen Moment die Zähne zusammen, als Lolek einen Hypospray über der Hüfte ansetzte und ein Stabilisierungsmittel in den Knochen injizierte. "Haben wir die Kontrollen über das Schiff?"
"Noch nicht ganz. Wir haben die Kommunikation und die Waffen. Aber es gelingt der Besatzung des Maschinenraums immer wieder, ein Bedienungsfenster zu den Antriebssystemen zu öffnen. Wir versuchen, dies zu unterbinden, allerdings nur mit mäßigem Erfolg."
Malik preßte die Lippen aufeinander. "Schicken Sie einen Sicherheitstrupp hin!"
Der Weg zur Brücke war beschwerlich gewesen, immer wieder erschütterten Einschläge von Torpedos oder Phasertreffern die Schutzschilde der Friendship oder drangen sogar durch die neuen, hochmodernen Abwehrsysteme des Schiffes. Die Besatzungen rannten zu ihren Kampfstationen, andere wiederum standen, wie Enola, Green und Benakka bereits zuvor bemerkt hatten, orientierungslos in den Fluren und versuchten Kontakt mit ihren Vorgesetzten herzustellen. Aber selbst die Offiziere und Abteilungsleiter waren unschlüssig. Was auf sie zunächst noch wie ein Hinterhalt, eine Falle des Dominion gewirkt hatte, wurde durch die unüberschaubare Lage an Bord nun zu einem Chaos. Niemand konnte die Brücke kontaktieren.
Der Doktor und sein hünenhafter Assistent Benakka rannten in Richtung des nächsten Turboliftes, während Enola sich bemühte, einen jungen Ensign, der völlig aufgelöst in dem Flur stand und nur immer wieder um Hilfe und Rettung vor den angeblichen Formwandlern an Bord rief, zu beruhigen, was jedoch nur mäßigen Erfolg zu versprechen schien.
Green stand nun in der Nähe des Liftes und rief die Counselor zu sich: "Schnell, kommen Sie, Commander! Darum müssen Sie sich später kümmern, wir müssen zur Brücke, solange es noch geht."
Enola drückte den Jungen gegen die Wand, damit er nicht in Ohnmacht auf den Boden stürzen würde, um dann zum Lift zu hasten. Noch immer waren Schadensmeldungen zu hören, und man spürte immer wieder die Feuerangriffe auf das Schiff, dennoch brachte sie der Lift sicher bis zu Deck 2, dem letzten Deck vor der Schaltzentrale des Schiffes.
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