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The Lost Mission


"Die Entscheidung, Teil 1"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Acht


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Die Offiziere auf der Brücke lösten sich nur langsam aus ihrer Erstarrung. Viele von ihnen konnten ihren Blick nicht vom Hauptschirm abwenden, wo sich langsam, aber mit tödlicher Sicherheit, eine gewaltige Schlacht anbahnte. Die klingonischen Bird-Of-Preys, die sich als erste auf die Jem’Hadar gestürzt hatten, waren schon jetzt fast alle zerstört worden, während sich der Rest der ehemaligen Friedensflotte zum Angriff formierte.
Shaaryia merkte, wie sich seine Atmung beschleunigte und er dachte, er würde von der plötzlichen Adrenalinexplosion in seinem Inneren zerrissen werden. Er versuchte, den Panikanfall zu beherrschen. Er drehte sich langsam um, setzte sich auf seinen Sessel und wollte eben die Anweisung zum Eingliedern in den Kampfverband geben, als sich Lieutenant Eriksson hinter ihm meldete. "Sir! Das darf nicht wahr sein!", die Stimme des jungen Mannes zitterte. "Sir, wir haben keine Kontrolle mehr über das Schiff!"
"Was soll das heißen?" Shaaryia sprang wieder auf, rannte zu Erikssons Station und sah dem jungen Mann über die Schulter.
"Sir, die Kommunikation, die Steuerung, die Navigation... wir haben sie verloren und... mein Gott... sogar die Waffen!!!"
"Was ist mit den Schilden?!"
Eriksson hackte hastig auf dem Kommunikationspult herum, bis er endlich irgend etwas auf seiner Station ausmachen konnte. "Sir, die Schilde sind noch aktiv!" Der junge Mann atmete geräuschvoll auf.
Shaaryia preßte die Lippen so fest aufeinander, daß nur noch ein weißer Strich von ihnen blieb, dann rief er: "Simsk!" Der Vulkanier befand sich wieder an seiner Station in der Brückenkuppel. "Können Sie feststellen, wie das passieren konnte?" Das Schiff wurde von einem Treffer erschüttert. Der Captain umklammerte die Rückenlehne Erikssons. "Sind die Kontrollen nach außerhalb verlagert worden oder innerhalb des Schiffes oder haben wir sie gänzlich verloren?"
"Einen Moment, Sir!"
Simsks Finger rasten über die Schaltflächen seines Pultes. Wenige Zeit später schien er das gefunden zu haben, wonach er gesucht hatte. "Sir, sie sind innerhalb des Schiffes umgeleitet worden. Es gibt starke energetische Belastungen im Bereich der Decks 5 bis 6, was nicht weiter verwunderlich ist, da sich dort der Hauptcomputer befindet, allerdings..."
"Simsk, machen Sie’s kurz, bitte!"
"Verzeihen Sie, Sir. Kurz gesagt, ich denke, die Kontrollen wurden nach Deck 6 verlagert. In welches Quartier genau, kann ich jedoch nicht bestimmen."
Shaaryia nickte grimmig. "Malik!" Es klang wie ein finsterer Fluch. "Malik!"

Im Maschinenraum wurde fieberhaft gearbeitet. Bron Deril und Alex Mitchell lagen geradezu auf der Hauptkonsole, um mit der Programmierung von Zugriffscodes und Zutrittsbeschränkungen hinterherzukommen, während andere Techniker an den Nebenkonsolen ebenfalls hektisch an den Computern arbeiteten oder sich mit Statusberichten überschlugen. Noch vor Eriksson hatte Mitchell den Verlust der Kontrolle über das Schiff bemerkt.
"Verdammter Mist!" Alex Mitchell konnte sich gerade noch zurückhalten, mit der Faust auf das Pult zu schlagen. "Wir haben die Verbindung schon wieder verloren."
Bron Deril wischte sich kurz mit der Linken den Schweiß von der Stirn und sagte ohne aufzusehen an Mitchell gewandt: "Alex, wenn das Schiff hier weiter bewegungslos im All hängt, werden wir bald pulverisiert."
Alex funkelte Deril an. "Was Du nicht sagst... soweit hatte ich auch schon gedacht..." Die Ingenieurin atmete tief durch. "Entschuldige, Du hast ja Recht. Aber mir fällt bald nix mehr ein." Alex blickte sich flüchtig im Maschinenraum um und sah zwei Techniker ohne Arbeit herumstehen. "Hey, Ihr!!! Ja, Ihr beide." Die beiden Männer traten näher. "Habt Ihr nix zu tun?"
Einer der beiden Ensigns kratzte sich unbeholfen am Kopf. "Ähem, das wissen wir nicht, es sagt uns keiner, was wir machen sollen."
Mitchell sah den Mann entgeistert an. Das hatte sie eben nicht gehört! "Das kann doch nicht wahr sein: Es gibt hier wirklich genug zu tun..." Mitchell verdrehte die Augen. ‚Ruhig‘, dachte sie, ‚ganz ruhig‘. "Okay, dann geht zu Hampton und..."

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