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:: Kapitel Vier
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The Lost Mission


"Duette"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Fünf


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"Kommen Sie, Lieutenant! Ich bin sicher, der Captain kommt gleich. Sie können da oben schon alles vorbereiten."
In diesem Moment betrat auch Captain Shaaryia die Brücke. Er wünschte, die Counselor könnte ihn jetzt sehen, wie er wieder voller Tatendrang und Energie war. Sie hatte recht gehabt, so ging es nicht weiter. Jetzt würde er beweisen, was in ihm steckte. Er würde den Chief und den Doktor zurückholen und dann würde er sich mit diesem Ob’ch beschäftigen und er würde überhaupt eine Menge an Entscheidungen treffen. Mit wuchtigem Temperament eilte er zu Loomis und fragte diesen: "Wo ist denn Mr. Eriksson? Wollte er jetzt nicht bald mal fertig sein mit der Umsetzung seiner Idee?" Shaaryia blickte mit einer Mischung aus Ungeduld und Euphorie seinen Stellvertreter an.
"Nun, Sir, Eriksson ist schon da...", antwortete Loomis etwas verwirrt.
"Ahh, schön. Dann mal los, Lieutenant!" Der Captain wies mit der linken Hand hinter sich, womit er wohl soviel wie ‚Dann mal ab mit der Kiste‘ sagen wollte. Lt. Eriksson trat vor und wollte mit einer kleinen Beschreibung der nächsten Schritte beginnen, als Shaaryia aber schon weitersprach:
"Schon gut, jaja, jetzt ab damit! Das können Sie mir schon später erklären. Erst will ich wissen, ob es funktioniert!"
"Ähh, ja Sir! Wenn sie wünschen, daß..."
"Ja, ich wünsche. Zackzack!"
Jörn wandte sich wieder seinem Terminal zu. Er bemühte sich nicht zornig oder enttäuscht zu wirken, aber Lt. Turvek, der ihn nun schon weitaus besser als manch anderer auf der Brücke kannte, bemerkte den Unmut des jungen Menschen. Er legte seine Hand auf dessen Schulter und sprach mit ruhiger Stimme.
"Nehmen Sie es nicht so schwer! Er will einfach nur die Sache hinter sich bringen. Wenn es funktioniert, wird er Ihnen bestimmt dankbar sein, Lieutenant!" Turvek trat wieder zurück. Jörn antwortete nichts darauf, er bemühte sich jetzt, keinen Flüchtigkeitsfehler zu machen. Er wollte dem Captain beweisen, was er und keiner sonst geleistet hatte. Er aktivierte seine Sprechverbindung:
"Maschinenraum! Achtung fertig! Conn, auf Kurs gehen."
Die Friendship brach ihre Warteschleife ab und setzte Kurs auf den Ort des Geschehens, dorthin, wo sie Alex Mitchell und Thomas Green zurücklassen mußten. Das Schiff glitt mit voller Impulskraft in den weiten Raum, dann wurde die Tarnung aktiviert und......sie blieb stabil. Es hatte funktioniert!
"Tarnung arbeitet innerhalb normaler Parameter!", meldete sich Eriksson wieder und er unterdrückte nur mühsam seine Freude und den Stolz, den er für seine geleistet Arbeit empfand. Auch Shaaryia merkte, daß er jetzt etwas Lobendes sagen sollte.
"Gut, vielmehr sehr gut gemacht! Ich gratuliere Ihnen Jörn. Wenn es so bleibt und wir auch wieder zurückkommen, schlage ich sie für den Christopher-Pik-Gedächtnisorden vor!" Der Captain und eigentlich alle auf der Brücke lachten herzlich. Nur Jörn wußte nicht so recht, wie er diese Bemerkung zu verstehen hatte. Er schaute nach Turvek, der gestenhaft die Augen kurz schloß und wieder öffnete, und dann meinte: "Das war ein Kompliment, Jörn!"
"Sicher!", erwiderte Eriksson auch etwas gelöster, hoffentlich blieb es das auch, denn das Schiff mußte ja nicht nur hin -, sondern auch wieder zurückkommen.
Langsam aber beständig näherte sich die Friendship dem Sektor, wo man Ob’ch und sein Schiff aufgelesen hatte.
‚Hoffentlich nicht zu spät, nur nicht zu spät‘, dachte Hagro Shaaryia immer wieder.

Enola Wheema wurde von dem Türsignal aus ihren Gedanken gerissen. Sie strich sich durchs Haar und legte das Gedichtpadd, dem sie sich gerade gewidmet hatte auf en Tisch. "Herein."

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