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The Lost Mission


"Duette"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Fünf


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Seit den frühen Morgenstunden stand Lt. Eriksson im Hauptmaschinenraum der Friendship, um dem kommissarischen Chief Bron Deril und seinen Leuten bei den letzten Arbeiten an der Wiederherstellung der Tarnvorrichtung zu helfen. Der junge Brückenoffizier mußte zugeben, daß Alex Mitchell Großartiges an dieser Einrichtung geleistet hatte. Nach den Ereignissen am Wurmloch und in den darauffolgenden Tagen war die Tarnung so schwer beschädigt worden, daß der Chief selbst nicht mehr geglaubt hatte, sie noch mal einzusetzen. Mit viel fleißiger Arbeit jedoch war es ihr schließlich gelungen, sie wieder soweit herzurichten, daß sich Jörn Eriksson sicher war, Mithilfe seiner Idee, die Tarnung vollends zu reaktivieren, zwar nur kurz, aber lange genug, um damit den Doktor und Alex, falls sie noch lebten, zurückzuholen. Er hatte sich kaum Schlaf gegönnt und die letzten knapp drei Tage an der Umsetzung seiner Vorstellungen gearbeitet. Eigentlich war er kein Ingenieur, sondern ein normaler Brückenoffizier, lediglich mit einer kriegsbedingten verkürzten technischen Ausbildung auf der Akademie versehen, aber schon auf der West India hatte er desöfteren den Technikern und Ingenieuren über die Schultern geblickt und so einiges über die Technik der Sternenflotte gelernt. Captain Shaaryia hatte sich immer auf ihn verlassen können und schätze die Fähigkeiten des jungen Offiziers, vor allem seine vielseitigen Begabungen und darauf sollte er sich auch jetzt verlassen können.
Anfangs war Jörn selbst skeptisch gewesen, ob seine Idee klappen würde, aber da niemand einen anderen halbwegs praktikablen Vorschlag zu machen hatte, verließ man sich jetzt ganz auf ihn. Es war ein gewagtes Spiel, auf das sich das Schiff und seine Crew einließ: Die Tarnung könnte jederzeit ausfallen und auch der Warpkern würde im schlimmsten Fall Schäden davon tragen, die das Schiff auf Dauer unter Warp 7 bringen könnten. Aber Captain Shaaryia war bereit dieses Risiko einzugehen und nun war es soweit:
"Ensign Deril, ich werde zur Brücke gehen! Wenn der Captain den Befehl gibt, dann aktivieren Sie die Tarnung nach dem von mir vorgegebenen Ablaufplan..."
"Und dann, Sir?", fragte Bron Deril.
"Dann beten Sie und halten den Maschinenraum hier zusammen. Es muß einfach klappen!" Jörn hüstelte etwas verlegen, aber er war sich nicht ganz sicher, ob die Friendship jetzt nicht doch noch etwas an übersinnlichen Kräften gebrauchen konnte. Dann verließ er den Maschinenraum und ließ sich zur Brücke bringen, wo ihn Loomis offenbar schon erwartete.
"Man hat mir schon gesagt, daß Sie soweit sind. Ich hoffe ja, Sie behalten recht. Ich würde dieses Mal gerne unrecht mit meinen Bedenken haben, Lieutenant!" Loomis schritt zur Conn und deutete Lt. Karbach an, sich für eine Kursänderung bereitzumachen.
"Wo ist denn der Captain?" Erst jetzt fiel Eriksson auf, daß sein Kommandant gar nicht auf der Brücke war.
"Er wollte, nein, vielmehr sollte er, so hat es Commander Wheema verfügt, nicht gestört werden!", antwortete Martin Loomis.
"Counselor Wheema?" Jörn war sichtlich erstaunt über diese Anweisung Enolas, konnte aber nichts weiter sagen, da Loomis ergänzte.
"Ich nehme, er muß über vieles nachdenken, allein diese Echse, an der offenbar Gefallen findet....Er überlegt allen Ernstes, sie weiter an Bord zu belassen." Loomis‘ Stimme hatte einen Hauch von Verachtung, nicht zuletzt mit den Schmerzen an seinem Arm verbunden, der ihm trotz der medizinischen Leistungen doch noch etwas Unbehagen bereitete.
"Was!?", entfuhr es Eriksson. Ihm war bei diesem Gedanken auch nicht wohl, aber nun war auch der Cardassianer Turvek vorgetreten und nahm Eriksson zur Seite.

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