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"Ich glaube, daß Captain Shaaryia sehr wohl in der Lage ist, seinen Pflichten auch alleine nachzukommen.", entgegnete ihr daraufhin Jewel, immer noch genauso ruhig wie vorher, aber für die Bajoranerin war die Mißbilligung ihres versteckten Angriffs auf Shaaryia deutlich vernehmbar.
"Wenn Sie meinen...", gab sie daraufhin etwas patzig zurück und stand auf. "Dann werde ich jetzt mal den Captain aufsuchen und ihn fragen, was er von Ihrem Plan hält." Sie drehte sich auf dem Absatz herum und rauschte mit einem knappen "Auf Wiedersehen!" zur Tür heraus, daß ihr Umhang wild um sie herum flatterte.
Jewel murmelte halblaut vor sich hin: "Miss Ambee erweckt heute den Eindruck, sich nicht in gelassenster Gemütsverfassung zu befinden. Sie scheint leicht reizbar zu sein." Und noch leiser fügte er hinzu: "Wie es bei ihr sehr oft der Fall ist." Dann erhob er sich ebenfalls und verließ den Konferenzraum, um in seinem Quartier auf das Ergebnis der Unterredung zwischen der Bajoranerin und Shaaryia abzuwarten.
Ambee machte sich unterdessen auf den Weg zu Shaaryias Privatquartier auf dem gleichen Deck, denn der Computer hatte ihr mitgeteilt, daß er sich zur Zeit dort aufhielt. Er hatte offenbar dienstfrei, aber die Bajoranerin sah darin keinen Grund, ihr Gespräch aufzuschieben. Natürlich ging es ihr dabei nicht allein darum, Jewels Plan vorzutragen, obwohl dieser ihr wirklich ganz gut zu sein schien, wie sie zugeben mußte. Nein, sie wollte vor allem wissen, was es mit diesem merkwürdigen Homiden auf sich hatte, den die Friendship vor den Takohwas gerettet hatte, und was man in bezug auf den Chefarzt und die Chefingenieurin zu tun gedachte. Vor dem Quartier angekommen, betätigte sie den Türmelder. Niemand öffnete. Als auch nach dem dritten Versuch keine Reaktion von innen erfolgte, klopfte sie auf ihren Kommunikator. "Ambee an Commander Loomis."
"Loomis hier.", war die etwas überraschte Antwort des Ersten Offiziers.
"Ich wollte gerade mit Captain Shaaryia über etwas sprechen, aber in seinem Quartier meldet sich niemand, obwohl der Computer ihn dort lokalisiert hat."
"Captain Shaaryia hat dienstfrei und Counselor Wheema hat vor einer halben Stunde die Anordnung gegeben, ihn nur in absoluten Notfällen zu stören." Man konnte der Stimme des Commanders anhören, daß er über diese Anweisung selbst überrascht war. Aber er stellte sie nicht in Frage und sprach schnell weiter, bevor ihn Ambee nach weiteren Einzelheiten fragen konnte: "Ich darf doch annehmen, daß Ihr Anliegen nicht zu diesen Notfällen gehört, Madame Botschafterin?"
Ambee fand die Erklärung des Commanders in der Tat etwas dürftig, aber sie hatte deutlich das Gefühl, daß er ihr nichts weiter sagen würde, also ließ sie es dabei bewenden und antwortete: "Nein, Commander. Ich werde also warten. Sagen Sie ihm bitte, daß ich ihn zu sprechen wünsche, wenn er wieder zur Verfügung steht. Ambee Ende."
Auf der Brücke sah Loomis die neben ihm stehende Lt. Karbach an und meinte: "Na, da wird sich Captain Shaaryia aber freuen!"
Die Steuerfrau grinste. "Da könnten Sie recht haben, Commander.", antwortete sie trocken. "Er wird sich darüber bestimmt genauso viel freuen wie über einen Ferengi-Zahnspitzer."
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