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Der Homide besaß eine aufrechte und stolze Haltung, die im Gegensatz zu seinem gelangweilten Gesichtseindruck stand. Er schien es nicht sehr angenehm oder aufregend zu finden, in einem Kraftfeld eingeschlossen zu sein. Der Mund öffnete sich für einen Moment, wie zu einem leisen Gähnen und eine lange, gespaltene Zunge kroch dabei kurz aus dem Rachen hervor.
Shaaryia kam zu dem Schluß, daß die Gestalt des Fremden tatsächlich sehr an die eines Reptils erinnerte, eine beeindruckende Mischung aus Saurianer und Klingone.
"Seine Anatomie ist hoch interessant. Seine Skelettstruktur scheint viel elastischer als die unsrige zu sein, soweit ich das mit den einfachen Tricorder-Scans hier beurteilen kann!" Der Doktor stand hinter dem Rücken der Kreatur und vollzog gleich mehrere Scans, die ihn offenbar interessierten.
Der Captain schaute mit einem Grinsen, daß sich wohl auf den Eifer des Doktors bezog, zu Loomis und Turvek, der sich mit einem durchaus abfälligen Blick an den Chefarzt wandte. "Ob er elastisch ist oder nicht, ist im Moment völlig zweitrangig! Wir wissen noch nicht mal, ob er je mit uns sprechen wird und will und da untersuchen Sie seine Skelettstruktur!?"
"Ich bin ja auch Arzt und kein Experte für Universaltranslatoren oder Erstkontakte. Dafür haben wir ja den Captain und eine Schiffscounselor!" Dr. Green war verärgert über die Bemerkungen des Cardassianers. Er schien ihn offenbar nicht leiden zu können, erst recht seit den Ereignissen auf der Krankenstation kurz nach der Meuterei, wo er Turvek eine klare Aussage bezüglich seines Standpunktes zu dem Aufstand Shaaryias verweigert hatte. Dieser war mittlerweile dem Homiden genau gegenübergetreten, so daß er in dessen Gesicht blicken konnte. Offenbar, so schien es Shaaryia, dachte er nach. Sein Blick wirkte nicht mehr gelangweilt und auch weitaus weniger bedrohlich. Vielmehr, so beurteilte es für den Halbromulaner, hatte es den Anschein, daß der Homide überlegte, wie er sich verständlich machen könnte. Er berührte mit der Hand das ihn umschließende Kraftfeld und wich, allerdings keineswegs erschrocken von dem kurzen Schmerz, welchen seine Berührung verursacht hatte, zurück. Seine Zunge glitt aus dem Mund und sein rechtes Auge funkelte geheimnisvoll zu Shaaryia. Der Captain ging einen Schritt zur Seite und sah Loomis an, der sich in keinster Weise in der Gesellschaft des Fremden wohlfühlte.
"Was wollen Sie mit diesem...", offenbar fiel ihm kein passender Ausdruck für den Homiden ein, "Reptil...nun machen!", vollendete Loomis den Satz. "An Bord kann er ja wohl nicht bleiben. Bei aller Aufgeschlossenheit, aber so etwas können wir ja nicht frei an Bord herumlaufen lassen, ich meine, wir können dieses Ding noch nicht..."
"Was meinen Sie!? Er wirkt auf mich auch nicht gerade sympathisch, aber an Bord gibt es viele verschiedene Rassen, Commander. Meinem Volk kann man auch gewisse reptilienhafte Ähnlichkeiten nachsagen!" Turvek warf bei dieser kleinen Rede einen scharfen Blick zu Loomis, der sich erst daraufhin seiner rassistischen Bemerkungen richtig bewußt wurde. Martin verfluchte sich leise, wieder so ein Fettnapf, den er mit voller Wucht umgestoßen hatte. Wie konnte er nur in Gegenwart eines Cardassianers, wie konnte er überhaupt, solche Bemerkungen hervorbringen? Auch der Captain schien die Äußerungen seines Ersten Offiziers nicht unbedingt freundlich entgegenzunehmen, denn mit verkniffenen Augen sah er erst Dr. Green, dann Loomis an.
"Nun, wenn Sie davon ausgehen, Commander, daß man ihn nicht alleine lassen kann, werden Sie sich persönlich um unseren Gast", er betonte das Wort "Gast" merklich, "kümmern. Mit Mr. Turvek werden Sie eine Liste der Orte des Schiffes erstellen, an denen unser "Freund" hier Zugang haben kann, ohne eine Sicherheitsvorschrift zu verletzen! Allerdings erst, wenn er sich vorgestellt hat. Solange bleibt er bei Ihnen, Turvek. Ich werde mich erkundigen, was Mr. Simsk zu dem Kommunikationsproblem zu sagen hat."
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