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The Lost Mission


"Duette"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Eins


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Captain Shaaryia war zu Transporterraum Drei geeilt, um sich den geretteten Passagier des kleinen Schiffes, welches vom Dominion bedroht worden war, anzusehen. Die Bemerkung Dr. Greens verhieß nicht unbedingt etwas Gutes. Es mußte wohl eine Lebensform sein, die der Doktor nicht recht einzuordnen wußte. Und dennoch, Hagro Shaaryia war auch gespannt. Er besaß noch Neugierde genug, um interessiert diesem Erstkontakt entgegen zu treten. Vielleicht, so kam es ihm in den Sinn, hatte man ja einen Angehörigen dieser mysteriösen Art der Hatari gerettet, vor der das Dominion nun zumindest so etwas wie Respekt zu haben schien. Natürlich wäre dies eine gute Möglichkeit, um vielleicht mit einem potentiellen Alliierten in Kontakt zu treten. Shaaryia mußte schmunzeln. Bis vor kurzem hatte er sich über so etwas noch keinerlei Gedanken gemacht, geschweige denn Gedanken machen wollen. Aber jetzt fing er an, wie ein Diplomat über Bündnisse nachzudenken...
Er betrat den Transporterraum, wo Commander Loomis und zwei Sicherheitsoffiziere, angeführt von Turvek, um den Doktor herum standen, der den durch ein Kraftfeld umschlossenen "Gast" der Friendship interessiert musterte.
Commander Loomis eilte zu seinem Captain, als er diesen eintreten sah und wies mit einem Fingerzeig, leicht irritiert, zu dem humanoid-ähnlichen Lebewesen auf der Transporterplattform. "Wenn das ein Hatari ist, will ich sie gar nicht näher kennenlernen. Sie müssen sich mal anschauen, was der an seinem Gürtel trägt. Da ist ja ein Klingone direkt modisch dagegen und das Outfit der Klingonen ist das einzige, was mir an ihnen noch nie gefallen hat!"
Shaaryia schritt an den beiden Sicherheitsoffizieren vorbei zu Turvek, der ein Phasergewehr im Anschlag hatte und es auf den Homiden richtete. Der Captain öffnete den Mund und überlegte wie er nun in kommunikativen Kontakt treten sollte, als er wieder Loomis‘ Stimme vernahm.
"Sir, bedauerlicherweise hat der Universalübersetzer da offenbar Schwierigkeiten. Bisher haben wir uns nicht verständigen können.!"
"Und er? Was hat er gesagt, oder besser, kommuniziert?"
"Nichts!", antwortete der Doktor kurz und bündig und deutete auf den Homiden. "Er ist völlig ruhig, es ist fast schon beängstigend."
Shaaryia betrachtete den Fremden genauer. Der Homide übertrug ein zwiespältiges, unsicheres Gefühl auf ihn. Sein Gesicht ähnelte dem einer grünhäutigen Echse. Das rechte Auge wurde von einer Augenklappe bedeckt. Mit dem zweiten Auge wanderte die Gestalt über den Körper Shaaryias. Es schien, als musterte der Echsenmann sein Gegenüber ebenso gründlich wie dieser ihn, nur gab es an ihm selbst, eigentlich mehr an Außergewöhnlichem zu entdecken. Shaaryia erkannte erst bei einem zweiten gründlichen Blick, daß der muskulöse Körper der Echse in einer Art Rüstung steckte. Der Brustpanzer wies ähnliche Schuppen wie das Gesicht auf und schimmerte in einem dunklen grün bis schwarz. Am Gürtel baumelten Knochen und Schrumpfköpfe, die wohl die Überreste eines Jem’Hadar darstellten. Daneben hing ein großes Jagdmesser in einer Scheide. Der Griff dieses Messers schimmerte in einem glänzenden Silber. Eine der Hände, die eher zwei mächtigen Pranken ähnelten, war an das Messer gelegt. Bei diesem Anblick konnte der Eindruck entstehen als handele es sich um einen Jäger, der seine Beute zur Schau trug. An den Handgelenken waren zwei scharfe metallene Scheiben befestigt. Von der Bedeutung dieser diskähnlichen Gegenstände mußte der Captain absehen. Die beiden kleinen, gezackten Dolche, die jeweils an den Stiefeln festgeschnallt waren und die Phaserpistole, die mit dem Lauf hinter dem Rücken der Echse hervorragte, verliehen ihr ein noch stärkeres martialisches Aussehen.

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