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"Brücke, Mr. Eriksson sofort zu mir!"
"Ja, Sir!", antwortete der junge Lieutenant spontan.
"Wir werden das mit Mr. Ob’ch jetzt anders angehen, lieber Turvek. Ich kann ihn nicht auf immer in seinem Quartier einsperren und seine Waffen, die er bisher noch gegen niemand hier an Bord eingesetzt hat, kann ich ihm auch nicht wegnehmen. Sie wissen, was dem guten Loomis dabei widerfahren ist."
Besagter hüstelte verlegen.
"Aber ich kann dafür Sorge tragen, daß er nicht ganz ohne Kontrolle auf dem Schiff herumspaziert und Nachforschungen anstellt. Das sollte doch in unser allem Sinne sein, nicht wahr?"
"Natürlich, Sir! Aber ich kann keinen meiner Leute mehr entbehren. Das hat mir schon bisher Schwierigkeiten gemacht, immer zwei bis drei Mann oder Frau zu seiner Begleitung abzustellen. Und zuletzt hat er meine Offiziere auch immer wieder links liegen lassen oder sie einfach wie gestern morgen abgehängt. Er erkennt nur Sie, Sir, als Autorität an."
"Naja, aber der Captain kann ja nicht immer hinter dieser Echse herlaufen!" Martin Loomis hatte sich wieder zu Wort gemeldet.
"Schon gut, Martin! Aber ich habe diesen Einwand bereits bedacht! Ich werde Mr. Eriksson als meinen ganz persönlichen Bevollmächtigen abstellen, damit er Sorge trägt, daß Mr. Ob’ch keine Grenzen mehr überschreitet." Hagro Shaaryia war aufgestanden und hatte sich zwischen Turvek und Loomis gestellt und wartete auf das Eintreffen von Jörn Eriksson, der sich auch gerade im Büro des Captains eingefunden hatte.
"Entschuldigen Sie, Sir! Ich mußte noch eine Sensorenüberprüfung abschließen. Jetzt stehe ich aber zur Verfügung, Sir!" Der junge Mensch war sichtlich gespannt, warum ihn sein Vorgesetzter zu sich zitiert hatte.
"Sehr schön, Mr. Eriksson! Ich möchte Sie mit einer besonderen Aufgabe betrauen. Es geht um unseren neuen Passagier!" Gespannt wartete Shaaryia auf eine Reaktion des Mannes, aber Eriksson nahm sich ganz offenbar zusammen und bemühte sich, sein Unwohlsein in bezug auf diesen "Sonderauftrag" nicht erkennen zu lassen. So fuhr der Captain fort. "Mr. Ob’ch hat offenbar einige Probleme, sich genau mit den Zuständigkeiten hier an Bord abzufinden und auch seine ständigen Begleiter hatten bisher wenig Einfluß auf ihn. Aber Sie, als mein persönlicher Offizier in dieser Frage, werden bestimmt mehr Einfluß auf ihn haben können. Können Sie sich damit einverstanden erklären, Lieutenant Turvek?"
"Auf jeden Fall, Sir! Ich werde mich dann ab jetzt noch intensiver auf die Suche nach den Tätern und verstärkten Sicherheitsvorkehrungen konzentrieren können. Sirs!" Turvek nahm Haltung an und verließ den Raum. Lieutenant Eriksson wollte sich anschließen, wurde aber noch einmal zurückgerufen.
"Jörn! Ich möchte Sie bitten, nicht zu vergessen, daß Mr. Ob’ch kein Gefangener ist, sondern unser Gast und daß er sich durchaus auch an der Suche nach dem oder den Tätern beteiligen kann, wenn er einen konstruktiven Vorschlag hat. Auch wenn sich Mr. Turvek damit nicht so abfinden kann. Ich vertraue da auf Ihre Weitsicht! Sie können gehen, Jörn! Ihre Aufgaben sollen dann vorläufig, Mr. Godok und äh..."
"Am besten Ensign Ste’hla und Crewman Zolan, sie sind beide erfahrene Brückenoffiziere, die bisher auch auf unserer Seite gestanden haben.", ergänzte Commander Loomis die Anweisung des Captains, da er wußte, daß sich der kommandierende Offizier des Schiffes noch nicht so recht mit dem Personal des Schiffes auskannte.
"Gut, danke Nummer Eins! Mr. Eriksson, Sie übernehmen dann ab sofort Ihre Tätigkeit. Ich werde Ob’ch persönlich informieren." Jörn nickte und verließ dann endgültig das Büro auf der Brücke. Zurück blieben der Erste Offizier und sein Captain. Hagro Shaaryia war darüber auch sichtlich erstaunt, denn er wandte sich fragend an seine Nummer Eins. "Sie haben auch noch etwas zu sagen, Martin?"
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