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The Lost Mission


"Das Fremde"

von Katja Mallok, Volker Simshäuser

Kapitel Drei


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Am Nächsten Tag

Der letzte Bericht von Lieutenant Turvek über den Stand seiner Ermittlungen die beiden Mordfälle betreffend, war wenig ergiebig gewesen und hatte gezeigt, daß der Fall doch schwieriger war, als es zunächst ausgesehen hatte. Es war dem ehemaligen Waffenoffizier auch sichtlich peinlich mit nahezu null Ergebnissen vor seine kommandierenden Offiziere zu treten, aber er konnte diese Begegnung schließlich nicht auf ewig aufschieben. Jetzt hatte er seinen, entgegen seiner sonstigen Art sehr ausgeschmückten Rapport beendet und überlegte wie er an diesen wenig überzeugenden Bericht sein eigentliches Anliegen anknüpfen würde können.
"Nun, Mr. Turvek. Ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen, die mich aber nicht unbedingt zufrieden stellen, wie Sie sich bestimmt denken werden. Ich hatte mir eigentlich mehr erhofft, aber gut – es ist auch erst wenig mehr als einen Tag her und Sie haben bestimmt noch genug Spuren, die Sie weiterverfolgen werden." Captain Shaaryia versuchte, seine Enttäuschung, mehr noch Unbill, über die bisherigen Ergebnisse zu unterdrücken, aber sein Erster Offizier wurde wie gewöhnlich deutlicher.
"Können Sie es denn wenigstens ausschließen, daß das noch mal vorkommen wird, Turvek? Ich meine, wenn Sie den Mörder schon nicht finden können, dann sollte man wenigstens im präventiven Bereich sicher sein, daß man alles mögliche getan hat."
"Und das haben H’thar, Wilbure, Cadros und der Rest meines Stabes auch, Commander! Sie können beruhigt sein!"
"Jaja, wenn das so aussieht, wie Ihre bisherige Ermittlungsarbeit, dann bin ich mehr als beruhigt." Die Ironie in der Stimme Martins war nicht zu überhören. Prem Turvek überlegte, ob er auf diesen eigentlich doch gerechtfertigten Einwand reagieren sollte, sah dann aber wie Shaaryia mit einer Handbewegung Loomis deutete, nicht weiter fortzufahren. Offenbar wollte er selbst noch etwas sagen.
"Mr. Turvek! Ich denke, wir sind uns alle einig, daß Sie Ihre Bemühungen und die Ihrer Leute auf jeden Fall noch verstärken müssen, wollen wir diese frevelhafte Tat bald aufklären."
Der Cardassianer nickte beflissen, ehe der Kommandant weitersprach.
"Allerdings ist die Verhinderung weiterer solcher Vorfälle so gut es geht zu gewährleisten. Überprüfen Sie jede Schicht noch einmal, treffen Sie Gewähr, daß nur Leute, denen Sie vertrauen können, Zugang zum Arrestbereich haben werden...."
"Ich vertraue nur mir selbst, Sir! Und da wäre in diesem Zusammenhang noch ein Punkt, den ich gerne ansprechen würde.", unterbrach Turvek seinen Captain.
"Und der wäre?", erwiderte Shaaryia.
"Der Temerite!"
"Aber das hatten wir doch geklärt, oder etwa nicht?", antwortete der Halbromulaner sichtlich genervt von diesem Thema, insbesondere als er sah, daß sich Loomis auch wieder zu diesem Inhalt äußern wollte. Abwehrend hob er wieder die Hand in Richtung seines Stellvertreters.
"Ich hatte auch gehofft, daß es keine weiteren Probleme mehr mit ihm geben würde, aber dem ist leider nicht so. Er befragt wahllos Crewmitglieder und stellt Nachforschungen an, ohne Rücksicht auf die unsrigen zu nehmen, geschweige denn die Ordnung der Dinge hier an Bord. Er ist einfach eine Belastung, Sir! Und nicht nur das, sein Auftreten, der ganze Waffenanhang, er verunsichert auch die meisten Mitglieder der Besatzung."
Aha! Sie etwa auch?", fragte Shaaryia nun provozierend.
"Ja! In gewisser Weise auch. Ich weiß schließlich nicht, inwieweit er vertrauenswürdig ist, Sir!"
"Meine Rede...", ergänzte Loomis seinen cardassianischen Vorredner, woraufhin die beiden anderen Männer ihn irritiert ansahen. Für einen Moment herrschte Stille im Raum des Captains. Dann jedoch setzte sich der Kommandant wieder gerade in seinen Sessel und aktivierte den Kommunikator.

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