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Kennedy


"Planet in Gefahr"

von Andreas Drechsler

Kapitel 4


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"Danke, Frank. Wissen Sie inzwischen, warum die Schiffe von den Klingonen ‚vergessen‘ wurden?", fragte er.
"Ich habe eine Theorie, die nicht in dem Bericht steht. Der letzte Logbucheintrag wurde zwei Tage vor der Explosion des klingonischen Mondes Praxis gemacht. Ich vermute, dass die Klingonen in der Hektik damals die Schiffe vergessen haben."
Spencer legte den Kopf zurück und überlegte halblaut, während er versuchte, seine Kenntnisse in neuerer Geschichte herauszusuchen: "Praxis, Praxis? War das nicht diese verheerende Explosion eines klingonischen Mondes, die schließlich zu der Umsiedlung und dem vorläufigen Friedensabkommen führte?"
"Allerdings." Thola nickte.
"Und wieso trieben die Schiffe durch den Raum?", fragte Spencer weiter.
"Wie wir wissen, gab es damals eine bei der Explosion des Mondes eine enorme Druckwelle. Vielleicht wurden die Schiffe mitgerissen. Wenn man die Variablen für die Berechnung des Fluges auf die richtige Weise setzt, kann die Theorie durchaus stimmen. Es bleibt aber reine Spekulation, Sir."
"Das ist auf jeden Fall höchst interessant." Spencer nickte Thola zu, der sich nicht rührte. "Ist sonst noch etwas?"
"Ja, Sir. Ich denke, dass wir mit der Auswertung nicht ohne weiteres fertig werden können. Wir haben keinen Platz und keine richtigen Leute dafür. Gut, sie leisten gute Arbeit, aber ich würde mich wohler fühlen, wenn Spezialisten am Werk wären."
"Muss das sein? Wir haben 80 Mann Besatzung und sind schließlich ein Forschungsschiff. Wo kämen wir denn hin, wenn wir jetzt Hilfe anforderten? Außerdem leisten Sie wirklich gute Arbeit."
"Na dann. Wie war eigentlich die Feier auf Cygnus?"
"Sie wissen gar nicht, was sie verpasst haben", brummte Spencer. Thola hatte wegen der Auswertung der Dateien nicht mitkommen können, war aber aus verständlichen Gründen nicht allzu betrübt darüber gewesen.
"Ist noch etwas?", fragte Thola und verließ auf ein Nicken Spencers hin sein Quartier.
Spencer sah auf den Wandchronometer und überlegte, ob er sich wieder seiner Lektüre widmen sollte. Er entschied sich schließlich dagegen und ging dann auf die Brücke, um seine Wache etwas früher von Hwang zu übernehmen.
Er hatte es sich gerade in seinem Sessel bequem gemacht, als ihn Fähnrich Hallersvoort ansprach: "Captain, Admiral Paris möchte Sie sprechen. Und zwar allein."
"Gut, Fähnrich. Legen Sie das Gespräch in den Lageraum."
"Aye, Sir!"
Hwang wollte gerade im Turbolift verschwinden, als Spencer ihr nachrief: "Warten Sie, Lieutenant. Übernehmen Sie, solange ich mit dem Admiral spreche."
Sichtbar widerwillig ging sie zurück und nahm wieder im Kommandosessel Platz.
Spencer betrat den Besprechungsraum. Einen eigenen Bereitschaftsraum des Captains gab es auf diesem Schiff nicht und so hatte sich Spencer umgewöhnen müssen, als er das Kommando auf der Cousteau übernahm.
Er drückte auf einige Schalter und das Bild von Admiral Paris erschien auf dem Bildschirm. Admiral Paris war Spencers Vorgesetzter, der Oberbefehlshaber über den Sektor, dem die Cousteau zugeteilt war.
"Guten Morgen", begann Paris. "Ich habe einige Neuigkeiten für Sie: Eine halbe Stunde, nachdem die Berichte über Ihre Entdeckung beim Sternenflottenhauptquartier eintrafen, erreichte mich eine Subraumnachricht der Priorität 2. Die Crazy Horse ist mit Technikern, Geheimdienstvertretern und anderen Spezialisten zu Ihrer Position unterwegs und wird die Erforschung des klingonischen Wissenschaftsschiffes übernehmen. Offensichtlich scheint man an den Daten über eine Tarnvorrichtung Gefallen zu finden." Paris klang zufrieden.

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