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Kennedy


"Planet in Gefahr"

von Andreas Drechsler

Kapitel 3


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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21136.3: Commander Spencer: [18.02.2344 21:15:33]
Die Gefahr für Cygnus III ist gebannt. Eines der Schiffe konnten wir mit unserem Traktorstrahl außer Reichweite schleppen, das andere musste leider zerstört werden. Wenn sich noch Lebewesen auf ihm befanden (unsere Sensoren hatten Probleme, die Schiffe zu scannen), konnten wir sie leider nicht retten, da sie nicht auf unsere wiederholten Rufe reagiert haben.
Spencer schaltete den Recorder aus und das Intercom ein: "Mr. Hellmann, Mr. Sanchez, Mr. Coreman, melden sie sich im Transporterraum und bringen Sie Phaser und Lebenserhaltungsgürtel mit!", und fuhr fort: "Mr. Thola: Sie übernehmen, ich beame mich 'rüber. Übermitteln Sie passende Koordinaten an den Transporterraum."
Thola wollte etwas erwidern, aber er ließ Spencer diesmal seinen Spaß, obwohl jetzt sein Vertreter, der 2. Wissenschaftsoffizier Hellmann ins Außenteam beordert wurde. Thola nahm sich vor, bei der nächsten Außenmission darauf zu bestehen, selbst zu gehen.
Spencer machte sich auf den Weg zum Transporterraum, wo ihn die anderen Drei bereits erwarteten. "Phaser auf Betäubung stellen: Wir wissen nicht, was uns erwartet", sagte er zu seinen Offizieren, und zum Transportercontroller gewandt: "Chief Sisota: Energie!"
Sisota schob die Regler nach oben und die vier Offiziere verschwanden in einem Funkenregen. Sie materialisierten in einem Raum, der einer Brücke ähnelte.
"Mr. Sanchez, versuchen Sie mal, etwas Licht zu bekommen! Mr. Coreman, Mr. Hellmann schauen Sie sich um!"
Sie tappten noch etwas im Dunkeln herum, bis blassrotes Licht die Brücke erhellte. "Captain! Wir sind... !" Sanchez stockte.
"Ja, Mr. Sanchez?"
"... auf einem Klingonenschiff", setzte Sanchez seinen vorhin begonnenen Satz fort. "Die Schrift hier ist ganz eindeutig klingonisch. Wissen Sie, ich hatte auf der Akademie ein Semester lang Klingonisch als Wahlfach."
"Ich hatte keine Ahnung, dass es Klingonenschiffe gab, die so aussahen", erwiderte Hellmann, der die Kammer mit gezücktem Phaser untersuchte.
"Spencer an Cousteau! Wir brauchen noch zwei Sicherheitsleute! Schnell!" Die Beziehungen der Föderation zu den Klingonen waren zwar auf einem langsamen Weg der Besserung, das bedeutete aber nicht, dass man ohne ausreichende Sicherung auf einem größtenteils unbekannten klingonischen Schiff herumlaufen sollte.
Die Männer vom Sicherheitsdienst materialisierten. "Fähnrich Dercoux und Fähnrich Jakobs melden sich zum Dienst, Sir!"
"Okay. Wir durchsuchen das ganze Schiff. Vorsicht: Es könnten Klingonen auf dem Schiff sein. Ich hoffe, jeder weiß, was er zu tun hat! Wir bilden drei Gruppen: Lt. Coreman kommt mit mir, Fähnrich Dercoux, Sie gehen mit Mr. Hellmann auf Suche, Fähnrich Jakobs, Sie bleiben bei Mr. Sanchez", bestimmte Spencer. Dann sprach er in seinen Kommunikator: "Spencer an Cousteau!"
"Hier Thola!"
"Sagen Sie Fähnrich Hallersvoort, er soll Sternenbasis 53 über unseren Fund benachrichtigen. Wir übernehmen die Erforschung. Spencer Ende!"
Die sechs Personen teilten sich in drei Gruppen und stapften vorsichtig durch Korridore, die nur von dem blassroten Licht der Notbeleuchtung erhellt wurden.
Nach einigen Minuten summte Spencers Kommunikator. "Sanchez an Captain! Ich bin hier im Maschinenraum. Es sieht aus wie im Museum oder so."
"Versuchen Sie mal, etwas bessere Beleuchtung und das Impuls- oder Wie-auch-immer-auf-Klingonisch-Triebwerk wieder hinzukriegen. Dann müssen wir für Orbitkorrekturen nicht unseren Traktorstrahl bemühen."
"OK, Sir!"
"Mr. Coreman, wir suchen weiter."
Sie gingen den Korridor entlang, als sich plötzlich die Notbeleuchtung ausschaltete, um dann von normalem Licht ersetzt zu werden.

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